Invasive gebietsfremde Pflanzen sind nicht-einheimische Pflanzen, die aus fremden Gebieten (meist aus anderen Kontinenten), absichtlich oder unabsichtlich, eingeführt wurden, die sich bei uns in der Natur etablieren (Vermehrung in freier Natur) und sich auf Kosten einheimischer Arten effizient ausbreiten. Sie tragen weltweit zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei und sind nach IUCN weltweit der zweitwichtigtse Grund des Artenrückgangs, gleich nach der Zerstörung von Biotopen durch den Menschen. Gemäss Art 8 h) des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt muss das Einbringen solcher Arten verhindert und bereits etablierte Arten kontrolliert oder beseitigt werden.
In Europa werden die invasiven gebietsfremden Pflanzen auch invasive Neophyten genannt, d.h. nach 1500 eingeführte Pflanzen, die sich bei uns etabliert haben und sich als invasiv herausgestellt haben.
Auch in der Schweiz haben sich die invasiven Neophyten in den letzten Jahren als Gefährdung für die biologische Vielfalt bestätigt.
Nicht zu verwechseln sind invasive Neophyten mit einheimischen Pflanzen, die lokal massiv auftreten können.
Nicht alle Neophyten sind invasiv! Die Schweizer Flora zählt ungefähr 350 Neophyten, davon werden zirka 45 zu den invasiven Neophyten gezählt.
(Quelle: http://www.cps-skew.ch/deutsch/invasine ... anzen.html)
Viele Pflanzen sind uns schon so vetraut, dass wir nicht an Invasive denken oder sie nicht erkennen.
Eranthis zum Beispiel verwildert mehr und mehr aus unseren Gärten. Der Winterling stammt aus dem nahen Osten. Und die hübsche Traubenhyazinthe wurde schon mit den römischen Weinrebenstöcken eingeschleppt. Sie gilt darum nicht als Invasive, da sie vor dem Jahr 1500 zu uns kam!