[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Damit sich eingeschleppte Pflanzen nicht in unserer Natur ausbreiten[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Sie leben oft in unseren Gärten und machen sich seit einigen Jahren unauffällig davon. Auf dem Weg ihrer Wanderschaft spriessen sie aus Kopfsteinpflastern und Teerbelägen, zerstören Leitungen, überwuchern Bäche und Waldränder und bedrohen oder verdrängen seltene, einheimische Pflanzen, teilweise auch aus unseren Naturschutzgebieten. Damit gemeint sind die sogenannten "Invasiven Neophyten“ – invasiv = wuchernd, eindringend, Neophyten = Neue Pflanzen. Eingeschleppt aus fernen Ländern, destabilisieren sie bei uns Böden, fördern Erosionen, können zum Problem in landwirtschaftlichen Flächen werden und zudem gesundheitsgefährdend sein. So können beispielsweise der Riesenbärenklau - nebst dem Verdrängen von einheimischen Arten und in Verbindung mit Sonnenlicht - Verbrennungen, und das Aufrechte Traubenkraut (Ambrosia) aus dem Osten Nordamerikas, einer Problempflanze für landwirtschaftlichen Flächen, bei Mensch und Tier durch seine Pollen Asthma und Allergien auslösen. Bei beiden ist ein Verkauf sowie eine Neupflanzung schweizweit verboten. Dasselbe gilt für Drüsiges Springkraut, Kanadische und Amerikanische Goldrute, Japanischer Staudenknöterich , Nadelkraut, Nuttalls Wasserpest, Südamerikanische Heusenkräuter, Schmalblättriges Greiskraut sowie den Essigbaum. Auf der Schwarzen Liste der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen finden sich noch weitere 13 Pflanzen, die mehr und mehr zum Problem werden.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Einige wie Kirschlorbeer oder Sommerflieder sind immer noch erhältlich. Ersterer gilt als robuster, immergrüner Sichtschutz und gute Bienenweide und ist, da er mit fast allen Standorten zurechtkommt, im Garten kaum ersetzbar. Vom Sommerflieder sind attraktive Sorten im Handel erhältlich, die im Garten zwar viele Schmetterlinge anziehen, für deren Raupen jedoch keine Bedeutung haben. Werden bei beiden Arten kurz nach der Blüte jeweils die Blütenstände entfernt, droht kaum eine Gefahr der Ausbreitung. Junge Kirschlorbeerpflanzen können zudem leicht gejätet werden. Eine gute Alternative zum Japanischen Geissblatt ist Lonicera periclymenum ‘Serotina‘, eine Form des einheimischen Windenden- oder Waldgeissblattes. Auf alle anderen aufgeführten Pflanzen verzichtet man besser im Garten, da deren Ausbreitung kaum oder nur mit viel Aufwand in Schach zu halten ist.[/COLOR]
Die richtige Entsorgung
Entfernte Problempflanzen keinesfalls kompostieren oder im Grüncontainer, geschweige denn in der Natur – was leider immer wieder vorkommt - entsorgen, sondern in den Hauskehricht geben.
Schwarze Liste der invasiven Neophyten
Amerikanische Goldrute / Solidago gigantea
Problempflanze in landwirtschaftlichen Flächen / verdrängt einheimische Arten / (gesundheitsschädigend)
Aufrechtes Traubenkraut* / Ambrosia artemisiifolia
Gesundheitsschädigend / Problempflanze in landwirtschaftlichen Flächen
Armenische Brombeere / Rubus armeniacus
Verdrängt einheimische Arten
Bastardknöterich / Reynoutria X bohemica
Verdrängt einheimische Arten / destabilisiert Böden, fördert Erosion
Drüsiges Springkraut / Impatiens glandulifera
Destabilisiert Böden, fördert Erosion / verdrängt einheimische Arten
Essigbaum / Rhus typhina
Gesundheitsschädigend / verdrängt einheimische Arten
Gewöhnliche Wasserpest / Elodea canadensis
Verdrängt einheimische Arten
Götterbaum / Ailanthus altissima
Verdrängt einheimische Arten
Herbstkirsche / Prunus serotina
Verdrängt einheimische Arten
Himalajaknöterich / Polygonum polystachyum
Verdrängt einheimische Arten / destabilisiert Böden, fördert Erosion
Japanisches Geissblatt / Lonicera japonica
Verdrängt einheimische Arten
Japanischer Staudenknöterich / Reynoutria
Verdrängt einheimische Arten / destabilisiert japonica Böden, fördert Erosion
Kanadische Goldrute / Solidago canadensis s.l.
Problempflanze in landwirtschaftlichen Flächen / verdrängt einheimische Arten / (gesundheitsschädigend)
Kirschlorbeer / Prunus laurocerasus
Verdrängt einheimische Arten
Nuttalls Wasserpest / Elodea nuttallii
Verdrängt einheimische Arten
Sachalinknöterich / Reynoutria sachalinensis
Verdrängt einheimische Arten / destabilisiert Böden, fördert Erosion
Sommerflieder, Schmetterlingsstrauch/Buddleja davidii
Verdrängt einheimische Arten
Riesenbärenklau / Heracleum mantegazzianum
Gesundheitsschädigend / verdrängt einheimische Arten
Robinie, Falsche Akazie / Robinia pseudoacacia
Verdrängt einheimische Arten
Schmalblättriges Greiskraut / Senecio inaequidens
Verdrängt einheimische Arten / Problempflanze in landwirtschaftlichen
Flächen
Spätblühende Goldrute / Solidago gigantea= S. serotina
Verdrängt einheimische Arten
Verlot'scher Beifuss / Artemisia verlotiorum
Verdrängt einheimische Arten / Problem- pflanze in landwirtschaftlichen Flächen
*Seit 2006 gilt in der Schweiz Ambrosia als "besonders gefährliches Unkraut", da es bei Allergikern schwere Heuschnupfensymptome oder gar Asthma hervorrufen kann. Zudem kann es zu Kreuzreaktionen mit anderen Korbblütlern (z.B. Beifuss), Gräserpollen, Melonen und Bananen kommen. Aus diesen Gründen muss die Ambrosia unbedingt bekämpft werden. Zudem ist die Pflanze meldepflichtig.
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