Die WP arbeitet soweit ohne Probleme. Die Abtauung der Ausseneinheit funktioniert ebenfalls ohne Probleme und dauert nur wenige Minuten. Das tolle an der Maschine ist der kleine Platzbedarf im Haus.
Der Wechsel unserer Wärmeerzeugung (Alt: Elektrozentralspeicher mit zirka 2500lt Speicherwasser. Wärmeabgabe durch Bodenheizung) auf eine gleitend regulierte Erzeugung ist nicht so ohne. Wir haben durch diesen gleitenden Betrieb (ohne Speicher) starke Temperaturschwankungen im Vorlauf der Wärmeversorgung. Diese starken Temperaturschwankungen führen bei uns zu Problemen in der Beheizung von exponierten Zimmern. Ursache für die Temperaturschwankungen im Vorlauf ist das Regelverhalten der Maschine.
Ob dein Heizungssystem mit starken Schwankungen im Vorlauf auskommt oder nicht musst Du vorgängig klären.
Laut Aussage der Lieferfirma sollte das Gebläse und der Kompressor (ist in der Ausseneinheit eingebaut) je nach geforderten Leistung hoch- bzw. runterfahren Leistungsbereich 30-100%. Bei tiefen Aussentemperaturen müsst die Maschine eigentilch dauernd laufen.
In der Praxis habe ich folgendes Verhalten festgestellt:
Die Maschine schaltet ein. Das Gebläse wird hochgefahren. Der Kompressor schaltet ein und fährt ebenfalls hoch. Soblad die geforderte Vorlauftemperatur sekundärseitig erreicht ist, schaltet der Kompressor meistens ohne Leistungsreduktion ab. Eine leistungsabhänige Drehzahländerung der Gebläse habe ich bis heute noch nicht feststellen können.
Der Beschrieb über das genaue Regelverhalten der Maschine ist durch die Lieferfirma noch ausstehend.
Was ich ebenfalls noch erwähnen muss, sind die nicht zu unterschätzenden Geräusche die durch das Gebläse und den Kompressor verursacht werden (vorallem in der Nacht). Die Maschine besitzt eine Nachtschaltung der die Drehzahl der Ventilatoren und des Kompressors reduziert. Die Geräusche des Kompressors sind trotz Spezialschaltung in der unmittelbaren Umgebung noch zu hören. Wenn Du heikle Nachbaren hast, empfehle ich Dir die Geräuschemissionseinwirkung zu klären. Weiter sind die gesetzlichen Vorschriften der entsprechenden Zonen zu berücksichtigen.
Betreffend Aufstellungsort ist folgendes zu sagen:
Unsere Ausseneinheit besitzt leistungsbedingt zwei Ventilatoren. Die Grösse der Ausseneinheit ist Höhe zirka 135cm ohne 15cm Sockel, Breite zirka 90cm und Tiefe zirka 35cm. Solltest Du das Teil auf dem Dach montieren, müsstest Du darauf achten, dass die Ausseneinheit bei starkem Wind nicht umgeworfen wird. Bei uns ist die Ausseneinheit am Bodensockel mit vier Schrauben befestigt. Weiter sind die Aufstellungsbediengungen der Lieferfirma zu beachten.
Besten Dank für die ausführliche Antwort. Ich denke "das Thema" werden die Geräuschemissionen. Man will ja nicht schon von Anfang an den Nachbarn auf den Wecker gehen.
Im Wärempumpentestzentrum gibt es eine gute Übersicht über diverse Hersteller und deren Geräte mit Messwerten. Die Geräusche sind ein wichtiges Kriterium. Da nicht nur der absolute Geräuschpegel wichtig ist, sondern auch das persönliche Empfinden, sollte man versuchen das Gerät zu hören. Am besten bei einem Referenzkunden und dabei auch anderes erfahren.
Meine Daikin Altherma 8,4kW mit einem Ventilator ist an der Aussenwand über der Pergola unterhalb des Dachvorsprungs montiert. Die Pergola hat ein Glasdach. Im Sommer, wenn die Pergola genutzt wird, wird nur nachts mal WW gemacht. Im Winter nimmt man den Lüfter nur wahr, wenn man daneben steht. Der nächste Nachbar ist allerdings mehr als 20m entfernt. Insofern keine Beeinträchtgungen für uns und die Nachbarn.
Besten Dank für Deinen Input. Mich würde noch interessieren, was du für Erfahrungen mit Wettereinflüssen wie Sonnenstrahlung, Hagel, usw. gemacht hast. Das Gerät steht ja - draussen - . Unser Gerät wird auf dem Flachdach stehen. Ist also voll der Witterung ausgesetzt.
Die Altherma ist ein Splitgerät. Der Kompessor steht draussen und über die Kältemittelleitung ist das Innengerät verbunden.
Das AG hängt an der Südseite unterhalb des Dachvorsprungs und über der Terrasse mit Glasdach. Diese Anordnung hat viele Vorteile:
1. Absolut wettergeschüzt, keine Regen, kein Hagel, kein Schnee
2. Vor Blättern geschüzt, das Register hatte nach 10 Monaten nur ein paar Flusen
3. Keine Geräusche, im Winter wird die Terasse nicht genutzt, im Sommer läuft die WP nur einmal nachts für 20 Minuten.
4. Optimale Luftversorung, von der Wandseite angesaugt und nach vorne ausgeblasen.
5. freier Kondensatablauf über das Glasdach; war im letzten Winter eine echte Heruasforderung, weil sich die Eisschicht innerhalb der 2 Wochen Dauerfrost auf 5 cm Stärke anschwoll. Jetzt habe ich noch eine Sicherung angebaut, damit keine Eisplatten herunterrutschen.
Die Punkte 2-4 treffen auch für das Flachdach zu. Bei Punkt 1 würde ich mir eine Option offen halten, aber in jedem Fall den Vorgaben des Herstellers folgen. Bei 5 muss auf dem Flachdach eine Lösung gefunden werden.