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Viele Risse in Verputz-Fassade nach 6 Jahren

5Antworten2’736Aufrufevon positron · 30. August 2019letzter Beitrag vor 7 Jahren
  1. positron431 Beiträge30. August 2019
    Hallo zusammen

    Unsere Verputz-Fassade mit Aussenisolation sieht nach 6 Jahren schon ziemlich schrecklich aus. Auf der Westseite sind zahlreiche Risse entlang der Isolationsplatten - vor allem horizontale Risse - zu sehen. Die Westfassade ist gegenüber dem Wetter zwar sehr exponiert, aber die anderen Häuser in der Nachbarschaft sind alle schon viel älter als unseres und haben keine solche offensichtlichen Mängel - mit ausnahme des MFH das vom gleichen Fassadenbauer gemacht wurde. Wir haben darum auch schon einen Termin zum Ausbessern der schlimmsten Stellen. Jedoch frage ich mich ab der Sinnhaftigkeit einer solchen Renovation, da offenbar ständig neue Risse dazukommen. Wir sind ziemlich ratlos, was wir nun tun sollen. Wir sehen folgende Optionen:

    1) Wir bessern nur die momentanen Risse aus. Dazu muss die Westseite eingerüstet werden. Kostenpunkt schätzungsweise um die 5000Fr. Wahrscheinlich wird man danach die ausgebesserten Stellen sehen.

    2) Wir erneuern die ganze Westfassade. Wird wohl einiges teurer sein, aber dafür kommen dann hoffentlich keine neuen Risse dazu. Kostenpunkt? Keine Ahnung! Mehr als 5000...

    3) Wir erneuern die ganze Fassade vom Haus, weil absehbar ist, dass dort ebenfalls früher oder später alles aufreisst. Auf der Süd- und Ostseite hat es auch schon Risse...

    4) Wir machen eine Eternit-Fassade und haben dann hoffentlich endlich Ruhe. Kann man das auf die bestehende Aussenisolation befestigen? Und was würde das pro m² kosten?

    Was würdet ihr an unserer Stelle tun? Und wer hat schon Erfahrung damit gemacht, auf eine (ehemalige) Verputz-Fassade Eternit zu montieren?

    Danke im Voraus für eure Hilfe

    positron

  2. mikkeydoublex172 Beiträge30. August 2019 · bearbeitet
    Ich würde als erstes den Lieferanten des Dämmproduktes kommen lassen. Der kann dann beurteilen, ob die Verarbeitung gemäss seinen Vorgaben erfolgte oder nicht.

    Und damit kannst du dann deinen Fassadenbauer konfrontieren. 

    Gerade bei grösseren Dämmstärken und Aussendämmungen gibt es schon einiges zu beachten, damit das gut kommt. Einfach draufpappen ist nicht

    Hattest du damals einen Architekten? War das vor 6 Jahren ein Neubau oder hattest du die Fassade saniert?

  3. hilfi389 Beiträge30. August 2019
    Du kannst mir gerne 2,3 Fotos zusenden. Mein Bruder ist Bauführer auf diesem Gebiet, allenfalls kann er Dir einen Tipp geben.

  4. positron431 Beiträge30. August 2019
    Hattest du damals einen Architekten? War das vor 6 Jahren ein Neubau oder hattest du die Fassade saniert?
    Vor 6 Jahren war der Neubau. Wir haben mit einem Architekten gearbeitet. Da nach 5 Jahren die Gewährleistung für verdeckte Mängel aufhört, gehe ich mal davon aus, dass da nichts mehr zu machen ist. Ausserdem traue ich dem Fassadenbauer auch nicht zu, dass er es jetzt zufriedenstellend lösen könnte (auf Kulanz).

    Wir haben nach Minergie-Standard gebaut und haben 20 oder 22cm Aussendämmung.

    @hilfi: Ich komme gerne darauf zurück.

  5. mack104 Beiträge23. Oktober 2019
    Das ist jetzt leider die 3. Frage hintereinander die ich lese, wo ein, zwei Fotos viel aussagen würden. Ich verstehe das nicht,

    da ja jeder den ganzen Tag mit dem Handy rumläuft!?!

    Macht doch bei solchen Fragen bitte ein paar Fotos und stellt diese zur Frage hinzu!

    Gruss

    Marcel

    1× hilfreich
  6. Urs Tischhauser1’559 Beiträge1. November 2019
    Lieber Positron

    Auch ohne Foto kann man davon ausgehen, dass bei Dir mächtig gepfuscht wurde. Du sagst, die Gewährleistung ist abgelaufen. OMG. Das ist in der Tat so! Wenn der Unternehmer - was nicht anzunehmen ist - vor Gericht nicht zum Besten gibt, dass er schon gewusst habe, dass er ein mangelhaftes Werk abgegeben hat, ist die Sache für ihn zum Glück und für Dich im Pech leider gegessen.

    Mein Kollega, der Architekt (bzw. sein Bauleiter) ist aber auch eine ziemlich schwache Figur, weil er den Unternehmer bzw. dessen Arbeit zuwenig oder gar nicht kontrolliert hat. Oder schlicht und einfach nicht gewusst hat, was er überhaupt kontrollieren sollte. Auch dies ist leider kein Einzelfall.

    Leider kann ich Dich auch nicht nicht ganz freisprechen von Schuld. Ich gehe ja nicht davon aus, dass diese Risse allesamt erst nach der 5 Jahresfrist für verdeckte Mängel entstanden sind. Hey Leute, meldet dem Zuständigen (GU oder Architekt/Bauleiter) verdeckte Mängel umgehend, wenn ihr solche entdeckt! Und, wenn dieser nicht spurt, selbstverständlich mittels Einschreiben.

    Der Schaden ist ziemlich gross und Positron wird die ganze Sache selber berappen müssen. Ein Haus neu Verputzen kostest schnell mal CHF 40-50'000. Und, das nach 6 Jahren! Was dann ohne den geringsten Gegenwert einen Zusatzmietzins von CHF 550 - 700 pro Monat ausmacht.... Das ist dann ziemlich Negatron.

    Also, Bauherren Augen auf beim Bauen!

    Ich sage mit 33 Jahren Erfahrung als selbständiger Architekt. Es wird leider im Fall auch nicht besser.

    Trotzdem allen ein schönes Wochenende

    Urs Tischhauser