Ich arbeite derzeit 100% und möchte das auf 80% reduzieren. Vom Jobinhalt her ginge das, aber bei meinem Arbeitgeber herrscht die Einstellung, dass es in dem Job unter 100% nicht gehe (einzelne Ausnahmen existieren zwar bereits).
Hat jemand von Euch schon die gleiche Erfahrung gemacht?
Was sind aus Arbeitgebersicht die wichtigsten Punkte für eine Akzeptanzentscheidung?
Es ist schwierig, dies zu beurteilen, wenn man die Branche und den spezifischen Arbeitgeber nicht kennt - die Situation sollte man nicht allgemein betrachten, sondern die speziellen Bedürfnisse des Arbeitgebers berücksichtigen.
Aus Arbeitgebersicht ist wohl am wichtigsten, glaubhaft darlegen zu können, dass auch er von der neuen Situation profitiert, d.h. konkret, dass er unter dem Strich keine Mehraufwände verbuchen muss (z.B. anteilmässig höhere Lohnkosten bzw. Sozialabgaben und Administration durch Jobsharing u.Ä.)
Er soll wissen, dass die Arbeit und vorallem das Arbeitsresultat nicht leidet, du also mit der Reduktion des Pensums sozusagen eine Prozessoptimierung anstrebst. Dann könnte es für einen an Zahlen orientierten Arbeitgeber interessant werden.
Ein neuzeitlich denkender Arbeitgeber sieht aber die motivierende Wirkung der Arbeitszeitreduktion, was unter Umständen eine Mehrleistung zur Folge haben könnte, wodurch der Arbeitgeber den Foifer und das Weggli hätte: Mehr Arbeitsleistung für weniger Geld und möglicherweise noch Kosteneinsparung durch das wenigere Benützen von Arbeitsgeräten und Infrasruktur (z.B. ausgeschalteter Computer usw.)
Eine weitere Möglichkeit wäre der Vorschlag die Reduktion zeitlich zu begrenzen, z.B. auf zwei Monate. Dann macht ihr eine Auswertung und die wird dann hoffentlich zu deinen Gunsten ausfallen.
Du könntest Dich auch auf der neuen Plattform www.teilzeitkarriere.ch umschauen ob es dort schon Leute im Teilzeitpensum von Deiner Firma hat... oder Dir weitere tips im Forum holen!
Ich bin momentan zu 80% angestellt, wegen einer beruflichen Weiterbildung. Ich werde das noch eine Weile nicht ändern, aus eben familiären Gründen. Das ist natürlich sehr bequem.
Um zur Frage zu kommen: Gibt es in deiner Firma nicht auch Mitarbeiter, die aus Gründen der Weiterbildung 80% arbeiten? Wenn ja, dann finde ich, ist Vaterschaft genau so gut ein Grund, den der Arbeitgeber achten sollte.