Wie sieht der Stromverbrauch eurer Wärmepumpe aus? Ein paar Vergleichszahlen wären sicher interessant 🙂
Unsere Daten zur Zeit:
- Aussentemperatur aktuell zwischen 1 und 5 Grad
- Vorlauftemperatur heute morgen bei 1,5 Grad Aussentemperatur: 36 Grad (Rücklauf 32 Grad)
- beheizte Fläche: ca: 160 m2 (Fussbodenheizung)
- Luft/Wasser-Wärmpepumpe (CTA)
- Stromverbrauch rund 30 kw/h pro Tag inkl. Warmwasser
Gruss
Gizmo
sorry, meine Antwort im Thread von kroki hätte wohl hierher gehört:
wir haben eine CTA Aeroheat 6csi (Luft/Wasser) und beheizen damit nebst 150m2 NWF auch das gesamte Brauchwasser für Bad/Dusche sowie Geschirrspüler und Waschmaschine.
Unser Haus hat allerdings eine KWL mit WRG und erreicht im Bereich der Dämmung Minergie-Standard, bzw. wird zusätzlich expositionsbedingt passiv beheizt (Südausrichtung, bodentiefe Fesnterflächen, dunkler, wärmespeichernder Bodenbelag)
Die Kosten bisher (01.08.-01.10.):
405kWh für 60 Tage = 6.75kWh/d
Allerdings ist das natürlich noch nicht die richtige Heizperiode, ich schätze aber mal, der Verbrauch wird sich bei ca. 10kWh/d einpendeln.
die Rücklauftemperatur der WP liegt bei knapp 23°C, Raumtemperatur liegt bei 20-21°, im Schlafzimmer 18°C.
Die letzten 4 Tage sind wir bei einem Durchschnittsverbrauch von ca. 55 kwh. Aber bei -2 bis -8 Grad Aussentemperatur nicht sooo schlimm 🙂 Und der Heizstab ist noch keine Minute gelaufen, die Wärmepumpe schaffts immer noch alleine 🙂
Monovalent bedeutet, dass die WP keine zusätzliche Möglichkeit hat Wärme zu erzeugen. Im Normalfall gibts aber einen Elektroheizstab, der bei extrem tiefen Temperaturen im Bedarfsfall zuheizen kann, wenn die WP alleine nicht ausreicht. Das heisst dann monoenergetisch, aber ich denke, das wird auch bei euch so sein.
Thermische Leistung ist die Heizleistung der WP, im Normalfall bei A2W35 angegeben, also bei 2 Grad Aussentemperatur und 35 Grad Vorlauftemperatur der Fussbodenheizung.
Wärmeleistungsbedarf ist der Wärmeverbrauch des Gebäudes. Das ist aber nicht die Energie, die du in die Wärmepumpe reinsteckst, da kommt dann das nächste Zauberwort: COP
Bei einem COP von 3 erzeugt die Wärmepumpe zum Beispiel bei 1 kWh Stromverbrauch eine Heizleistung von 3kWh. Der COP wird je schlechter je tiefer die Aussentemperatur und je höher die Vorlauftemperatur.
Eine WP funktioniert besser (höherer Wirkungsgrad)
- je tiefer die Vorlauftemperatur
- ja wärmer das Ansaugmedium
Zu jeder WP gibt es Datenblätter in dem Kurven mit dem COP (einfach ausgedrückt der Wirkungsgrad) oder der Heizleistung in Abhängigkeit der Temperatur des Ansaugmediums und der Vorlauftemperaur.
Damit dies in einem 2 dimensionalen Diagramm dargestellt werden kann (3 Parameter) gibt es mehrere Kurven, bei welchen jede für eine Vorlauftemperatur steht.
Ich habe ein Datenblatt einer Wärmepumpe angehängt. Auf der 2. Seite siehst Du ein Diagramm mit der Heizleistung in Abhängigkeit der Temperatur des Ansaugmediums (hier Luft) und der Vorlauftemperaur.
Aus diesem Diagrammm kannst Du den Punkt A2W35 aber auch A2W55 herauslesen. Beim Vergleichen von WP dürfen nur immer die Werte bei demnm gleichen Punkten verglichen werden.
Hochtemperatur-Wärmepumpen erreichen höhere Vorlauftemperaturen als die normalen und werden vorwiegen für Altbausanierungen eingesetzt, da sie eben auch mit Heizkörpern und nicht nur mit Fussbodenheizungen eingesetzt werden können.
Also keine Angst, für dich im Neubau ist eine "Niedrigtemperatur-Wärmepumpe" genau das richtige.