12 Monate über einen Zeitraum, der den Winter 2010/11 umfasst, d.h. frühestens ca. Anfang April 2010 bis ca. Ende März 2011 oder spätestens ca. Ende September 2010 bis Anfang Oktober 2011
Stromverbrauch für Heizung, Warmwasser und Kühlung (Erdsonde-WP inkl. Umwälzpumpen und Steuerung) 31.3.2010 - 31.3.2011: 2780 kWh
Minergie-Haus, 4 Personen, EBF 264 m2, Raumtemperaturen > 21 Grad C, passive Sonnennutzung über grosse Fensterflächen (3-fach Glas Ug = 0.5 W/m2K), im Sommer Kühlung der Zuluift und des Bodens über die Erdsonde, Vorlauftemperatur < 30 Grad C, hydraulisch abgeglichene Bodenheizung ohne Einzelraumregelung, kein Pufferspeicher, Sole-Vorlauftemperatur zwischen 8-15 Grad => hoher Wirkungsgrad der WP, keine thermische Solaranlage
Ein Energieverbrauch auf Passivhaus-Niveau kann nicht nur ausschliesslich über die Minimierung der Energieverluste (Dämmung) erreicht werden, sondern auch über die optimale Nutzung der in der Umwelt reichlich vorhanden Energie (Boden, solare Einstrahlung). Ökologisch und wirtschaftlich optimal dürfte ein Mix der beiden Strategien sein.
Die Werte zeigen auch, wie schwierig es ist, den neuen Minergie-A-Standard (0 KWh/m2a inkl. Haushaltstrom und grauer Energie!) zu erreichen. Selbst bei einem hochoptimierten Haus wie bei jenem von Hausi fehlen dafür noch mindestens 6'000 KWh/Jahr.
Folgend noch meine Jahreskurve der Bezüge und Produktion, ist vielleicht auch interessant:
Ich bin mir aber nicht so sicher, ob du damit wirklich das aussagst, was du aussagen möchtest. Erstens besteht ein signifikanter Unterschied zwischen Wohnfläche, beheizter Wohnfläche und EBF und eine Minergie-Kennzahl ohne korrekte EBF zu berechnen ist nur bedingt sinnvoll. Zweitens muss der Stromverbrauch einer KWL auch Teil der Berechnung der Minergie-Kennzahl sein, und dies erhöht die kWh/m2a durchaus um die eine oder andere Einheit.
Der Strom für die KWL ist bereits in der Rechnung drin, da er ja nicht zum Haushaltstrom gehört. Sobald ich meine Zahlen habe für die letzte Heizsaison werde ich sie posten.
@Mycroft
Wie kommst Du bei Hausi, denn auf einen Minergiekennwert von 21kWh/m2a. Der müsste doch viel tiefer sein. Irgendwo im Bereich von 10kWh/m2a.
Pippen, wer einen getrennten Stromzähler für Haushaltsstrom und Wärmepumpe hat, für den wird bei Mycrofts Berechnung die KWL nicht mitberücksichtigt. Die KWL darf meines Wissens nicht am WP-Zähler angeschlossen werden. Das sind üblicherweise 3-5kWh/m2a (gewichtete Minergiekennzahl), die da fehlen.
Wer nur einen Stromzähler hat und einfach den HH-Strom Durchschnittswert abzieht, für den wird die KWL mitberücksichtigt. Allerdings kann natürlich der Durchschnittswert um +/- 1000kWh vom tatsächlichen Verbrauch abweichen, was wiederum eine Ungenauigkeit von +/- 8-10kWh/m2a für die Minergiekennzahl bedeutet.
Dazu kommt die Ungenauigkeit wegen Wohnfläche <-> EBF, was wiederum ca. +/- 10kWh/m2a ausmacht, sofern nicht jeder wirklich die EBF angegeben hat (was ich nicht überprüft habe).
Das kann im Extremfall dazu führen, dass jemand mit hier gelisteten 60kWh/m2a eigentlich wirklich nur eine Kennzahl von 40kWh/m2a hat oder evtl. auch eine Kennzahl von 80kWh/m2a.
Damit will ich kein schlechtes Licht auf Mycrofts interessante Tabelle werfen, ich möchte lediglich den richtigen Kontext herstellen, denn die Varianz ist wahrscheinlich doch relativ gross.
Dank der hohen Soletemperatur und der tiefen Vorlauftemperatur erreicht unsere WP eine hohe Jahresarbeitszahl von 4.2 (Heizung inkl. Warmwasser). Insgesamt liefert die WP eine Wärmemenge von 11660 kWh/Jahr bei einem gemessenen Stromverbrauch von 2780 kWh. Für das Warmwasser benötigen wir davon geschätzt ca. 4000 kWh; für die Heizung ca. 7660 kWh bzw. ca. 29 kWh/m2.
Der Stromverbrauch für die Lüftung ist in der oben erwähnten Zahl nicht eingeschlossen und dürfte ca. 600 kWh pro Jahr betragen.
Die gewichtete Energiekennzahl beträgt somit ca. 2 x (2780 + 600) kWh / 264 m2 = 25.6 kWh/m2.
Fazit:
Unser Heizbedarf (ohne WW) von 29 kWh/m2 ist etwa doppelt so hoch wie bei einem Passivhaus gemäss Minergie-P.
Dank der hohen Effizienz der WP unterschreiten wir aber den Minergie-P Grenzwert der gewichteten Energiekennzahl von 30 kWh/m2 mit 25.6 kWh/m2 deutlich.
Ein tiefer Energieverbrauch auf Passivhaus-Niveau kann auch ohne Superdämmung und Solaranlage aber mit effizienter Nutzung der Umweltwärme erreicht werden.
Der Stromverbrauch für die Lüftung ist in der oben erwähnten Zahl nicht eingeschlossen und dürfte ca. 600 kWh pro Jahr betragen.
Ich habe das mal bei meiner Lüftung gemessen. Bei der Stufe 3 (von 8) benötigt die KWL 50 Watt. Im Jahr wären das dann 438 kWh. Im Sommer stellen viele die KWL ab, somit noch weniger.
2780 kWh finde ich auch extrem wenig. Trotz Minergie-Haus. Wir benötigten knapp 4000 kWh für die letzten 12 Monate inkl. WW, excl. KWL. Auch Minergie-Haus. 2 Personen.
Also gestern haben wir die erste Stromrechnung erhalten, dabei hat mich fast der Schlag getroffen:
Datum: 22.2.11 - 15.12.11
HT: 2145 kwh
NT: 16230 kwh
Macht total 2865 Franken.
-Wir wohnen zu zweit (seit ein paar Tagen zu dritt) in neuem neuen EFH
-Geheizt wird über eine Sixmadun LW Wärmepumpe. Auch das Warmwasser läuft darüber.
Was mich erstaunt, sind die 16'230 kwh Niedertarif Strom? Woher kann das kommen? D.h. "irgendetwas" verbraucht am Abend, bzw. in der Nacht extrem viel Strom?
Das kann eigentlich nur die Wärmepumpe sein, oder?
Hallo Saggi. Das hätte mich auch umgehauen. Unser Luft-Wärmepumpe heizt unser Haus (1984) ohne besonderes Wärmedämmung für 1200 Franken im Jahr.
Wie ich schon erwähnt habe in einem Artikel.. wir haben Fernüberwachung bei Vaillant. Wenn das Sixmadun auch anbietet.. würde ich dir das empfehlen. Man fühlt sich sicher und sobald die Wp nicht effizient arbeitet wird korrigiert. Wir stellen die WP im Frühling ab und der Boiler läuft dann über den Haushaltstrom. Was ich dir auch empfehlen könnte. lass für ca. 300 bis 400 Franken einen eigenen Zähler für die WP moniteren. So kannst du imme ablesen und es können keine bösen Ueberraschungen passieren. Heute morgen die Zahlen von gestern.. 30 Niedertarif und 27 Hochtarif. Also ganz normal. Lieber Gruss von Pirili. Ps. das mit dem Minizähler an der WP kann ich jedem wirklich nur empfehlen. Ich mag auch keine solchen Hammerrechnung. Bei uns wäre das nicht passiert, weil ich eben jede Woche ablese.
Hallo und guten Morgen. Eure Zahlen stimmen mit unseren fast überein.
Wir hatten insgesamt 8400 KW gebraucht in 1 Jahr. Aber eben wir stellen die WP im Frühling ab und lassen den Boiler über den Haushaltstrom laufen. Das ist wohl die genu die Differenz. darf ich noch was fragen.. Wie empfindet ihr den Lärm resp. das Luften der Ausseneinheit ???