Stangenbohnen, Krankheit oder Schädlinge?
- butterfly647 Beiträge8. September 2017Unsere Stangenbohnen haben dieses Jahr zum ersten Mal irgendwelche "Schäden" (und wir haben seit Jahren Stangenbohnen im Garten, das gab es noch nie). Die meisten Bohnen wachsen schon "verkrüpelt", haben zum Teil äusserlich helle "Dellen" und im Inneren hat es dann die auf den Bildern zu sehenden weissen (um die Bohnensamen herum) bis zum Teil braunen (innerhalb der Bohnensamen) Stellen . Wir wissen nicht, ob das eher ein Pilz oder doch irgend ein "Käfer" ist (einzig Wanzen haben wir an den Bohnen gesehen). Kann mir jemand sagen, was das genau ist? Und was könnte man dagegen unternehmen bzw. kann man die Bohnen (nach Wegschneiden der "kranken" Stellen) trotzdem geniessen? Vielen Dank im Voraus für jede Hilfe.
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- Susann6’311 Beiträge8. September 2017Spontan hätte ich auf Hagelschaden getippt... Gab's den bei euch?
- butterfly647 Beiträge8. September 2017Nein, Hagel gab es nicht zum Zeitpunkt, als schon Bohnen dran hingen. Nur einmal, als die Pflanzen noch ganz klein waren. Aber es sieht wirklich so aus, habe ich auch gedacht....
- Susann6’311 Beiträge8. September 2017Hm, ich dachte daran, weil Hagelschäden ja immer die "Eintrittspforten" zu Pilzkrankheiten schaffen können... Was da so filzig weiss erscheint auf den Bildern, sieht wirklich ein wenig nach Pilz aus. Eine typische Bohnenkrankheit ist es aber eher nicht.
Wie sieht denn die ganze Pflanze aus, insbesondere die Blätter? Hagelschaden? Mehltau?
- butterfly647 Beiträge8. September 2017
Hm, ich dachte daran, weil Hagelschäden ja immer die "Eintrittspforten" zu Pilzkrankheiten schaffen können... Was da so filzig weiss erscheint auf den Bildern, sieht wirklich ein wenig nach Pilz aus. Eine typische Bohnenkrankheit ist es aber eher nicht.
Eigentlich sehen die Pflanzen gut aus - extrem hoch sind sie geworden und auch viel dichter, als andere Jahre (was vielleicht das Problem sein könnte?). Einzelne Blätter sind etwas komisch "gewellt", leicht gelblich oder haben kleine braune Flecken. Aber wirklich nur ganz wenige... und die Bohnen sind fast durchs Band weg "geschädigt" - gestern 2,5 kg gepflückt und fast alle sind so...
Wie sieht denn die ganze Pflanze aus, insbesondere die Blätter? Hagelschaden? Mehltau?
- butterfly647 Beiträge8. September 2017 · bearbeitet
Diese Flecken könnten vielleicht schon vom Hagel anfangs Juli her sein, da alle in Bodennähe..
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- Andreas7’092 Beiträge8. September 2017ich tippe auf Trockenheit....
essen kannst du die problemlos
- Susann6’311 Beiträge8. September 2017Wow 😱 Ja, die sind riesig und sehen eigentlich sehr gesund aus.
Die Bohnen sieht man aber nicht, sind die so gut versteckt? Dann ist es vielleicht ein wenig feucht da drunter...? Das mögen Pilzkrankheiten besonders gern :mrgreen:
Da Andreas so optimistisch ist, übernehme ich das Schwarzmalen:
Die Blattflecken erinnern an Rostbefall, den ich von anderen Pflanzen kenne. Stangenbohnen hatte ich noch nie, nur Buschbohnen. Wenn es denn doch ein für Bohnen typischer Pilz sein sollte: Bekannt ist der Bohnenrost, der im Sommer an den Blättern beginnt und dann auf die Schoten übergeht.
Wie sieht die Blattunterseite aus? Kannst du Sporenähnliches oder Weisslich-filziges ausmachen?
Möglicherweise wären dann die Bohnen selber deshalb stärker betroffen, weil es unter den Blättern feuchter ist; die Blätter können abtrocknen... Dass nur wenige Blätter befallen sind, will ebenfalls noch nicht viel heissen: Jeder Pilz beginnt irgendwann irgendwo und breitet sich dann aus; die Pflanze wird nicht über Nacht vollständig befallen 🙂
Hier mal zwei Bilder zum Bohnenrost, das erste die Bohne in Vergrösserung und das zweite die Blattunterseite, ebenfalls vergrössert.
(Auf der Blattoberseite sind nur braune Flecken erkennbar, manchmal auch noch schwarze Punkte.)
Wenn es ein Pilz sein sollte, dann würde ich die befallenen Blätter entfernen, die Entwicklung beobachten und so viel Gesundes wie möglich ernten.
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- butterfly647 Beiträge9. September 2017 · bearbeitet
Wow 😱 Ja, die sind riesig und sehen eigentlich sehr gesund aus.
Vielen Dank für deine Ausführungen. Die Bohnen sind tatsächlich zum Teil sehr gut "versteckt" im Blätterwald - so gesehen könnte das mit der Feuchtigkeit ev. schon stimmen. Ausserdem wurden sie vor 2 Tagen gründlich gepflückt. Aber nein, Sporen an den Blättern sind absolut keine ersichtlich. Die braunen Flecken sind "durchgehend" - also auch auf der Unterseite braun, bzw. fast durchsichtig. Von da her vermute ich stark, dass diese braunen Flecken wirklich noch vom Hagel her stammen. Damals waren die Bohnen noch niedrig und das könnte passen, da alle betroffenen Blätter im unteren Bereich zu finden sind. Die "gewellten" Blätter dagegen sind dann mehr im oberen Bereich zu finden. Aber dort haben die Blätter keine Flecken. Auch die Bohnen selber sind mehrheitlich von aussen gesehen nicht gefleckt, sondern nur "verkrüppelt" gewachsen mit "Dellen" (meist normal grün, vereinzelt etwas hellere Flecken/Vertiefungen). Aber es sind auch an den Bohnen keinerlei Sporen zu sehen. Der weissliche, filzige Belag ist ausschliesslich im Bohneninneren zu finden. Ich vermute, bei Pilzbefall müssten die Bohnen eigentlich auch aussen befallen sein, oder nicht?
Die Bohnen sieht man aber nicht, sind die so gut versteckt? Dann ist es vielleicht ein wenig feucht da drunter...? Das mögen Pilzkrankheiten besonders gern :mrgreen:
Da Andreas so optimistisch ist, übernehme ich das Schwarzmalen:
Die Blattflecken erinnern an Rostbefall, den ich von anderen Pflanzen kenne. Stangenbohnen hatte ich noch nie, nur Buschbohnen. Wenn es denn doch ein für Bohnen typischer Pilz sein sollte: Bekannt ist der Bohnenrost, der im Sommer an den Blättern beginnt und dann auf die Schoten übergeht.
Wie sieht die Blattunterseite aus? Kannst du Sporenähnliches oder Weisslich-filziges ausmachen?
Möglicherweise wären dann die Bohnen selber deshalb stärker betroffen, weil es unter den Blättern feuchter ist; die Blätter können abtrocknen... Dass nur wenige Blätter befallen sind, will ebenfalls noch nicht viel heissen: Jeder Pilz beginnt irgendwann irgendwo und breitet sich dann aus; die Pflanze wird nicht über Nacht vollständig befallen 🙂
Hier mal zwei Bilder zum Bohnenrost, das erste die Bohne in Vergrösserung und das zweite die Blattunterseite, ebenfalls vergrössert.
(Auf der Blattoberseite sind nur braune Flecken erkennbar, manchmal auch noch schwarze Punkte.)
Wenn es ein Pilz sein sollte, dann würde ich die befallenen Blätter entfernen, die Entwicklung beobachten und so viel Gesundes wie möglich ernten.
- butterfly647 Beiträge9. September 2017
ich tippe auf Trockenheit....
Vielen Dank für den Hinweis. Beziehst du das auf die "gewellten" Blätter? Das könnte ich mir noch vorstellen, da es zu jener Zeit recht heiss war. Aber ob der weisse Belag im inneren der Bohnen auch damit zu tun hat? In letzter Zeit war es ja nicht sehr trocken. Und die Bohnen sind allesamt erst in den letzten paar Wochen gewachsen. Das war dieses Jahr auch recht seltsam. Die Bohnen sind gewachsen wie "gestört", jedoch gab es lange kein Blust und somit auch keine Bohnen bis vor Kurzem.
essen kannst du die problemlos
- Andreas7’092 Beiträge9. September 2017Es ist vieles spannend in der Natur in diesem Jahr...
immer wieder blühende Hostas, etappenweise blühende Iris und noch so einiges...
ich verspreche mir davon eine stetig wachsende Bundheit der Natur... :wub: :wub: :wub:
- Susann6’311 Beiträge9. September 2017Ich hab mir erlaubt, ein paar Bilder aus den Zitaten zu entfernen - die Posts werden sonst ellenlang 🙂
Wie Andreas schon sagt, die Natur ist spannend - und besonders dieses Jahr immer wieder für ein paar Überraschungen gut: Mit den späten Frösten und dem Schnee wurden viele Pflanzen schon zu Anfang zu "Sonderaktionen" gezwungen, danach war es lange Zeit so trocken wie selten im Frühjahr, dann kamen die grossen Gewitter- und Hagelstürme - es war echt alles dabei in diesem Jahr...
Wie gesagt, ich würde die Entwicklung beobachten; bleibt es gleich, dann war's wohl doch der Hagel. Wird es schlimmer, sieht's eher nach eine Krankheit aus.
Ob du die Bohnen essen willst, bleibt eh dir überlassen. Es wird ja inzwischen vor so vielem gewarnt, dass wir uns fragen müssen, wie unsere Vorfahren überleben konnten 😀
Ich gehöre eher zu denen, die wegschneiden, als alles gleich zu entsorgen, so zum Beispiel bei den grünen Stellen an den Kartoffeln oder bei grünen Tomaten. Was nicht in rauen Mengen verzehrt wird, schadet einem gesunden Menschen noch nicht wirklich. Grundsätzlich gehe ich aber einfach vom "Ekelfaktor" aus.. 😉
- butterfly647 Beiträge9. September 2017Genau: habe vor allem nicht unbedingt Lust, irgendwelche "Würmer" oder deren Hinterlassenschaft zu essen (aber da hätte ich - bis jetzt zumindest - nichts Eindeutiges in der Art gesehen).... 😛 oder irgend einen Pilz, der nicht bekömmlich wäre... also tendiere ich auch zur (vorsichtigen) Verwertung... vor allem hat mich halt einfach interessiert, was es sein könnte, da mir das noch nie begegnet ist. Und ob das nun nach Buchsbaumzünsler, Kirschessigfliege schon das Nächste ist, das uns Gärtnern die Freude verderben will... :-( auf jeden Fall scheint es im Moment nicht allzu "dramatisch" und eine "übliche" Bohnenkrankheit ist es vermutlich auch nicht. So werde ich also einfach weiter beobachten. Auf jeden Fall vielen Dank für die Ratschläge und lieber Gruss
- Andreas7’092 Beiträge9. September 2017 · bearbeitetBohnen werden normalerweise gekocht, unschöne stellen schneide ich auch weg....
was unsere Vorfahren alles vertilgt haben, da müssten heute die meisten Weichmenschen direkt in der Notfallklinik speisen... :huh:
Ob unsere heutige Industrienahrung gesünder ist wage ich massiv zu bezweifeln.... :evil: :twisted: :evil:






