Wir drehen uns im Kreis. Es wurde mehrfach belegt dass eine Kollektoranlage für Warmwasser im Vergleich zum Elektroboiler ein Verlustgeschäft ist. Anders sieht es aus, wenn man statt einem Elektroboiler einen WP-Boiler einsetzt. Dort ist die Investition deutlich geringer (ca. +2000 CHF gegenüber Elektroboiler) und die Stromersparnis die gleiche wie mit einem Solarboiler.
D.h. wenn du was fürs Gewissen tun willst, und auch noch Geld sparen willst, dann hänge den Boiler an die Wärmepumpe. Damit kann man sich bei den Nachbarn halt nicht so gut wegen seinem Ökobewusstsein brüsten wie mit einem Kollektor auf dem Dach.
Fakt ist, Solarboiler rentiert auch mit Subventionierung mit Steuergeldern nicht, wie du ja selbst sehr schön dargelegt hast. Jetzt bei der Argumentation auf höhere Strompreise hoffen halte ich verfehlt. Wenn man verfolgt, wieviele Megawatt Wind- und Solarstrom in (Nord)Europa pro Jahr ans Netz gehen, sieht es nicht danach aus, als ob wir nächstens eine Knappheit haben. Zudem kannst du ja jederzeit selber Strom produzieren, wenn dir die EWs zu teuer werden. Dagegen kannst du schlecht deine eigene Klink eröffnen. Insofern hinkt dein Vergleich gewaltig.
Hallo Leute
Das Problem ist doch, dass eine Solaranlage zum Nachrüsten immer teurer ist als bei einem Neubau. Bei den Investitionskosten müsst Ihr, um zu den solaren Mehrkosten zu gelangen, den Abzug für einen "normalen" Boiler machen. Das schwinden die Kosten um ca. 3000 bis 5000 Franken. Bei einer Investition der Anlage (komplett montiert) ist der Mehrpreis für Solar dann noch rund 7'000 Franken. (Soltop 5,6 m2).
Bitte nicht aus ideologischen Gründen Fakten verzerren. Ein Elektroboiler kostet keine 5000 Franken, sondern weniger als 2000 Franken Listenpreis:
Genausowenig wie dein (teurerer) Solarboiler mit Elektroeinsatz. Es geht um die Zusatzinvestition, die sich nicht amortisiert.
Wir sind uns einig dass wir beide warmes Wsser wollen. Das ist die Baseline. Die muss auch nicht "rentieren".
Deine Argumentation war ja, dass sich der Mehrpreis für die Kollektoranlage auszahlt. Das ist nicht so. Am Schluss hast du auch nicht mehr als warmes Wasser. Du gibts Geld aus dafür, dass du weniger Strom verbrauchst, weil du ein schlechtes Gewissen hast, schweizerischen Wasserstrom und Atomstrom zu verbrauchen.
Dann argumentiere bitte auch so, nämlich ideologisch, und nicht ökonomisch. Ich habe kein Problem mit deiner Ideologie.
Ich finde die Art wie hier diskutiert wird ein wenig "strange". Bitte beim Verzerren nicht nur meine Höchstpreise "angreifen". Bei meinen Zahlen (Solaranlage) war alles drin auch die Montage.
Es ist ja schön, wenn der Elektroboiler sich selbst installiert und der 400 Volt Anschluss gleich auch noch im Preis drin ist. Vielleicht ist er ja vorhanden. Wenn nicht, dann kriegst du mindestens einen Tausender auf die Kappe plus Installation etc. etc. Dann sind wir schon bei meinen verzerrten 3000.- Franken. - Anyway
Fakt ist das reine Elektroboiler schon bald passé sind, weil nicht mehr zugelassen. (Neubau MuKen 2008).
Mein Ansatz war und ist immer derselbe: Solaranlage immer mit Heizungsunterstützung! Also nicht nur zur Brauchwassererwärmung.
Es ist schon klar, dass sich der Elektroboiler nicht selber installiert. Aber im Moment geht es ja nur um die Mehrkosten zwischen Elektroboiler und Kollektoranlage. Beide Boiler müssen angeschlossen werden, deshalb entfällt dieser Teil. Entscheidend ist schlussendlich nur der eff. Preis des Elektroboilers. Und dieser hat bei uns CHF 1500.- gekostet (500l).
Falls man die Kollektoranlage auch noch für die Heizungsunterstützung braucht, müsste man da alles rechnen. Aber auch dies lohnt sich rein ökonomisch gesehen leider nicht.
Zur Soltop Anlage: Dies kriegst Du aber total auch nicht unter 12'000.-, oder?
Ich weis nicht ob du von solchen Kompakt Anlagen profitieren kannst? Am besten die Preis- und Technischenfragen stellst du AMK oder andere Anbieter selber. AMK hat wirklich ein sehr nettes Team. Allerdings die Ware muss über einen Händler bezogen werden.
Wenn man die Preise nach Einzelnen Komponenten anschaut dan ergibt sich viel zu höhere Preise (das ist ja üblich). Das zeigt auch, dass man mit Kompaktanlagen am besten fährt. Die Kollektorhersteller wollen mit WP-Kompaktanlagen mithalten und die Röhren- und Flachkollektor Hersteller tun das gleiche.
Praktisch überall liest man, dass man doch Warmwasser mit Sonnenkollektoren erwärmen soll und dass sich dies schnell wieder amortisiere.
Ich habe das nun selber versucht auszurechnen und komme dabei auf haarsträubende Resultate, die eigentlich darauf hinweisen, dass sich Sonnenkollektoren nie und nimmer lohnen.
Ich frage mich, ob ich hier etwas wesentliches vergessen habe:
Variante "normal":
Stromverbrauch Elektroboiler/Jahr: ca. 3000 KWh
Stromkosten EW, Niedertarif: 0.10 CHF/KWh
Stromkosten/Jahr: 330 CHF
Mehrkosten Solarerwärmung: CHF 10000
Kapitalkosten (3.5% Zins): CHF 325/Jahr
Stromkosten/Jahr mit Solarerwärmung: CHF 110 (2/3 Reduktion)
Mehrkosten pro Jahr mit Solarerwärmung: CHF 105
Amoritisation: Nie!
Variante optimistisch:
Stromverbrauch Elektroboiler/Jahr: ca. 4000 KWh
Stromkosten EW, Niedertarif: 0.13 CHF/KWh
Stromkosten/Jahr: 520 CHF
Mehrkosten Solarerwärmung: CHF 8000
Kapitalkosten (3.5% Zins): CHF 260/Jahr
Stromkosten/Jahr mit Solarerwärmung: CHF 65 (7/8 Reduktion)
Mehrkosten pro Jahr mit Solarerwärmung: -CHF 195
Amortisationsdauer in Jahren: 41
Mit teurem Strom, hohem Wasserbedarf, tiefem Einkaufspreis für die Solaranlage und sehr guter Wetterlage rechnet sich so eine Anlage erst in 41 Jahren, wobei die Chance hoch ist, dass während einem so langen Zeitraum auch eine der zusätzlichen Komponenten kaputt geht.
Entgeht mir hier etwas wesentliches bei der ökonomischen Betrachtung?
Hallo
Ich habe genau die gleiche Rechnung gemacht.. mit einem etwas höheren Strompreis.. und es lohnt sich sicher nicht. Auch nicht in 20 Jahren.. Die Technologien der normalen Wärmepumpen werden sicher besser.
Für die zusätzlichen Kosten der Anlage und den Auflagen für die Solaranlage und deren Einbau der Baukomission, die auch noch ins Geld gehen, kann man eine grosse Menge Strom verbrauchen, selbst wenn der Tarif sich verdreifacht.
Das höchste der Gefühle ist dann noch der Energiebeitrag des Kantons, ein Trinkgeld wenn man die recht happigen Mehrkosten anschaut und der in verschiedenen Kantonen noch versteuert werden muss.
Stromkosten/Jahr mit Solarerwärmung: CHF 110 (2/3 Reduktion) (!)
Mehrkosten pro Jahr mit Solarerwärmung: CHF 105
Amoritisation: Nie!
Du Fragst ja nicht wie man was rechnet sondern als überzeugte hast du diesen tread selber als contra lanciert. Du siehst ja oben was fehlt. Das ist genau die Anregung und einige haben es versucht nur zu Korrigieren damit der Laie nicht die Halbewahrheit aufnimmt.
Jeder soll sauber rechnen können (Konkurrenz, Gegner, pro contra usw.....), was man aber nach dem Gleichstrich macht ist jedem selber überlassen.
Invesitionskosten Wärmetauschboiler & Installationsarbeit: CHF 5000
Kapitalkosten WP-Boiler: CHF 175 / Jahr
Stromkosten: CHF 110 / Jahr
Amortisation (Ersatz nach 30 Jahren): CHF 167 / Jahr
Vollkosten pro Jahr: 452.--
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Vorteil Elektroboiler: CHF 122 pro Jahr
Vorteil Wärmepumpe/Wärmetauscher-Boiler: CHF 205 pro Jahr
Man kann an diesen Werten natürlich noch schrauben, Stromverbrauch heruntersetzen, dann ist der Elektroboiler noch besser und umgekehrt. etc. Auch mit niedrigeren Investitionskosten für die Sonnenkollektoranlage fährt man mit dem Elektroboiler und dem WP-Boiler billiger und hat das kleinere Risiko, dass etwas in den 30 Jahren kaputt geht.
Bitte mach uns doch deine Rechnung mit deinen effektiven Zahlen, d.h. deinem Steuerabzug und deiner Investitionssumme. Würde mich wirklich interessieren, ob du hier ins Plus gegenüber den anderen Warmwasser-Lösungen kommst.
Die Buchhalter unter unseren Lesern stehen immer wieder vor der selben Frage - bei wem oder was erhalte ich mehr für's Geld !!
In der Annahme dass deine Kostenaufstellungen nicht auf die eine oder andere Seite beschönigt sind, liegt das Hauptproblem in den Kapitalkosten.
Ohne diesen Betrag (ein sog. Investitionsbetrag) sieht der Vergleich schnell anders aus.
Deine Kleider und dein Haus werden mit den gleichen Kapitalkostenbewertungen betrachtet ?
Die Amortisationskosten können noch halbwegs stehen bleiben - obwohl aufgrund von technischem Fortschritt und geänderten Rahmenbedingungen sollten auch diese relativiert werden !!
Was dann noch bleibt sind:
Variante "Ibo"
Fr. 377.-
Variante "Elektroboiler" (wird zukünftig nicht mehr bewilligt - Stichwort geänderte Rahmenbedingungen)
Fr. 430.-
Variante "WP"
Fr. 277.-
Die Betriebskosten Solarboiler/WP-Boiler werde ich gelegentlich im Detail aufgrund meiner eigenen Anlage noch auflisten !!
Zum Schluss möchte ich noch anmerken - es soll Leute geben die investieren tatsächlich in teurere Technologien, von denen sie die Erfahrungen in Zukunft noch nicht kennen.
Beim Theme Spekulationen in die Zukunft, sind wir in einem anderen Beitrag auch schon angelangt - gell.
Die Kapitalkosten sind absolut wesentlich und dürfen keinesfalls wegfallen. Du kannst doch nicht beliebit investieren und meinen, das sei "gratis". Ich und wohl die meisten anderen Häuslebauer sind nicht in der Lage, ein Haus cash zu bezahlen. Kleider kaufe ich Cash und nicht auf Kredit, daher finde ich hinkt der Vergleich gewaltig. Und selbst wenn man den Spass Cash bezahlt, fallen hier Kosten an, nämlich die entgangenen Zinsen für das Kapital.
Ich glaube ich habe bei Hollinger Solar auch schon eine Kostenschätzung verlangt. Ich meinte, die konnten mir ein Komplettsystem inkl. Arbeit und Drop Down Gefäss auch nicht unter 12'000.- anbieten. Ich will nämlich keine Anlage ohne Drop Down Gefäss.
Sei 'mal ehrlich. Was machst du mit dem Geld, wenn du dir die Solaranlage nicht kaufst? Lässt du es wirklich auf der Bank oder nimmst weniger Geld auf für dein Haus? Oder gibst du es anderweitig aus? Vielleicht motzt du das Bad oder die Küche noch ein bisschen auf? Es gibt viele reizvolle Möglichkeiten das Geld auszugeben!
Man muss einfach überlegen, wie wichtig es für einem ist diese Investition zu tätigen. Und zwar nicht unbedingt nur aus finanziellen Gründen. Kaum einer der Häuslebauer mit einer Solaranlage hat diese gekauft, weil er denkt, dass es rentieren wird. Da wird es viele andere Gründe geben. Ich habe keine Kristallkugel um in die Zukunft zu schauen, darum finde ich diese ganze Rechnerei ziemlich sinnlos. Wir haben uns eine Solaranlage geleistet und dafür auf anderes verzichtet. Und wir haben Freunde dran. So einfach ist es.
Das ist der Betrag, wo wir nach 30 Jahren auf der Konto haben wollen oder? Wenn man die Amortisationszeit mit Rp. 0.xx rechnet dann geht's klar xxxx Jahre.
Wenn man nach 30 Jahren den für Liegenschaft ausgegebenen Betrag nachschaut, dann reden wir z.B. zwischen 800'000.00 oder 803'600.00. Aber inzwischen die Mehrinvestition bleibt immer als Mehrwert erhalten!
Was ich mir noch so frage ist, was hat mir die diskutieren bis her gekostet - was spare ich mit anderthalb Glaswein weniger pro Woche innert 30 Jahren.
Noch etwas, nach 20 Jahren mit ca. Rp. 14 kWh wird die Kontostand NULL. Entweder gebe ich das Geld an Strom oder an Solarnützung aus. Ein Solaranlage jetzt (Neubau) oder Später Kostet auch so zwischen 1'500.00 - 2'500.00
so zu sagen
- zuerst ich
- dann die Anderen
- dann zweimal ich
- dann halb soviel die Anderen
- .........usw.
- dann Arzt, wenn ich nicht mehr atmen kann
- dann die Umwelt, wenn mir die Zeit noch reicht (bitte keine Rechnerei)
Da hast Du völlig Recht. Mir geht es aber vor allem darum, dass sich jeder bewusst ist, dass es sich nicht rentiert. Denn wenn ich an Baumessen mit Leuten dieser Branche spreche, sagen alle, dass es sich rentiert. Sobald man ins Detail geht müssen sie gestehen, dass es doch so ist, wie ich sage. Auch hier im Forum wird dies so gesagt.
Schlussendlich muss dann jeder für sich selber entscheiden, was er machen will. Auch ich werde mir irgendwann eine Kollektor-Anlage kaufen. Ich muss nur noch erruieren, wo.
Schade an der ganzen Sache finde ich, dass der Bund und die Kantone in dieser Sache wenig unterstützen. Meiner Meinung nach müsste es für eine reine WW Erzeugung min. CHF 4000.- geben. Bei uns in SG gibt es magere 1500.-/emoticons/default_mad.png
Sei 'mal ehrlich. Was machst du mit dem Geld, wenn du dir die Solaranlage nicht kaufst? Lässt du es wirklich auf der Bank oder nimmst weniger Geld auf für dein Haus? Oder gibst du es anderweitig aus? Vielleicht motzt du das Bad oder die Küche noch ein bisschen auf? Es gibt viele reizvolle Möglichkeiten das Geld auszugeben!
Man muss einfach überlegen, wie wichtig es für einem ist diese Investition zu tätigen. Und zwar nicht unbedingt nur aus finanziellen Gründen. Kaum einer der Häuslebauer mit einer Solaranlage hat diese gekauft, weil er denkt, dass es rentieren wird. Da wird es viele andere Gründe geben. Ich habe keine Kristallkugel um in die Zukunft zu schauen, darum finde ich diese ganze Rechnerei ziemlich sinnlos. Wir haben uns eine Solaranlage geleistet und dafür auf anderes verzichtet. Und wir haben Freunde dran. So einfach ist es.
So, jetzt könnt ihr weiterrechnen, viel Spass😉!
Gruss Schmidi
Hallo Schmidi
Ganz einfach - ohne viel Rechnerei - auf den Punkt gebracht !!
Natürlich hätten wir uns auch über ein paar Franken mehr vom Kanton gefreut. Bei uns gibts immerhin 2500.-. Vielleicht würde der eine oder andere eine Solaranlage kaufen, wenn er mehr Geld dafür bekommen würde. Aber das ist wohl nicht das grösste Problem. Jemand, der den Klimawandel für erfunden hält und die Umwelt nicht schützen möchte, wir das nicht umstimmen.
Schau dich 'mal um im Forum. Was hier teilweise an Luxus verbaut wird und wie gross die Häuser sind! Dann noch sagen, "für Minergie oder eine Solaranlage hat das Geld leider nicht mehr gereicht"! Ich will hier niemanden angreifen, und ich weiss, dass es Leute gibt, die es sich nicht leisten können. Aber wie gesagt, jeder setzt seine Prioritäten selbst.
Dies wird wohl nicht dazu führen, dass wir mehr Geld vom Staat bekommen, sondern es wird neue Vorschriften geben. Wir müssen wohl gezwungen werden, Energie zu sparen /emoticons/default_ohmy.png!