Die Zinssenkung kommt ja nicht wirklich überraschend. Tendenziell werden die Zinsen in nächster Zeit nicht steigen. Ich persönlich sehe zu einer Eile keinen Anlass, wenn nicht gerade etwas abläuft. Am meisten profitiert natürlich jemand mit einer LIBOR-Hypothek. Die Frage ist da aber immer, unter welchen Bedingungen man auf ein anderes Modell wechseln kann (ist von Bank zu Bank ziemlich unterschiedlich).
Die Frage nach den Einflüssen ist durchaus berechtigt. Ich muss mich hierzu auch erst schlau machen. Etwas verwirrt bin ich über aussagen wie
Es wird jetzt allmählich eng in der Schweizer Zinslandschaft, d.h. wer noch dieses Jahr finanzieren oder Hypotheken anbinden will, soll ab nächster Woche Bankengespräche führen
. Dies habe ich in einem Newsletter gelesen. Aber die selbe Quelle schreibt auch
ist das eine Bestätigung dafür, dass die internationale Krise allmählich oder definitiv vorbei ist.
Und das halte ich wohl für etwas arg aus der Hüfte geschossen /emoticons/default_additional/49.gif
Hat sich zum Thema Hypothekarzins-Ausblick noch keine Bank geäussert?
Na ja eine Leitzinssenkung von 1/2 auf 1/4 Prozent ist ja nicht wirklich riesig. Und viel Spielraum nach unten bleibt nun auch nicht mehr. Eventuell von 1/4 auf 1/8..../emoticons/default_smile.png
natürlich hat das einen Einfluss, die Libor-Hypotheken (zu denen ich nur raten kann wer nur ein wenig Reserven und Nerven hat) werden sofort sinken. Die anderen irgendwann wohl auch.
Und natürlich hats auch noch Spielraum nach unten, oder sind wir schon bei 0 % angelangt?
Eben, es hat noch einigen Spielraum. Gestern und heute gingen die Festhypotheken nochmal markant nach unten, vielleicht erleben wir ja die 2-jährige bald für 1% /emoticons/default_smile.png
Die SNB wird den 3Mte-Libor gemäss Ihrem Ziel auf 0.25 % drücken. Die Liborhypotheksätze werden also sinken. Jedoch wird die Zinskurve steiler, was bedeutet, dass die langen Hypothekarsätze weniger profitieren werden. Die Geldpolitk der SNB wird in 2-3 Jahren Inflation generieren, da sie die Zinssätze zu lange zu tief halten wird. Das ist gewollt, da der heutigen Krise nur so beizukommen ist. Inflation ist immer das kleiner Übel als Deflation. Das Beste und Günstigste ist zur Zeit eine 3Mte-Liborhypothek zu haben und in 1 1/2 - 2 Jahren in eine fixe Hypo (ca. 7 Jahre) zu wechseln, so dass man die kommende Hochzinsphase übersteht. Jeder Franken den man jetzt weniger Hypozins also 3 % bezahlt, sollte man in die Amortisation stecken, so dass die zukünftige Zinsbelastung sinkt. Ich werde es so halten....
Gewisse Kantone haben schon entschieden für Investitionen dieses Jahre gilt es z.B. in BE nicht mehr? Eben nur über den Leitzins Ankurbeln ist nicht alles. Im AG ist Dumont noch nicht mal traktandiert im Grossen Rat. Somit offen ob dieses oder nächstes Jahr.
im kanton bern wird die dumontpraxis ab 2009 nicht mehr angewandt:
"Für Unterhaltskosten, die vor dem 1. Januar 2009 angefallen sind (Rechnungsdatum), gilt zusätzlich die Dumontpraxis, d.h. die Unterhaltskosten gemäss Art. 1 Abs. 1 Bst. a-f VUBV sind in den ersten fünf Jahren nach dem Erwerb einer im Unterhalt vernachlässigten Liegenschaft nur zur Hälfte abziehbar ( Stichwort Dumontpraxis)."
grob gesagt ist dumont (nebst einem guten reiseführer) eine praxis gemäss irgendeinem gerichtsurteil. wenn du ein heruntergekommenes gebäude günstig kaufst, kannst du nicht die vollen renovierungskosten von den steuern abziehen. das heisst ab diesem jahr kannst du diese kosten nun abziehen.
der fall ist aber sehr speziell. wenn du betroffen wärst, müsstest du dich genau informieren.
kehren wir doch wieder zum ursprünglichen thema zurück: snb-erneute-leitzinssenkung-auswirkungen-auf-hypotheken