Wollte kurz nachfragen, ob es wirklich ein Problem ist (oder sein könnte), wenn man im Bad resp. in den Feinsteinzeug- und Wandplatten und Fugen selber Bohrungen durchführt, um kleinere Gegenstände etc. zu befestigen?!
Gewisse Artikel (Handtuchhalter, Seifenhalter, Spiegel, etc.) will ich aus der Geräteliste des Badlieferanten / Sanitärs entfernen und später selber kaufen und montieren. Handwerklich begabt bin ich (aus meiner Sicht gut /emoticons/default_rolleyes.gif) genug. Mein GU-Berater meinte aber, dass man das schon machen kann aber man je nach dem einen Diamantbohrer braucht, um die Keramikplatten nicht kaputt zu machen und "sauber" durchzubohren. Stimmt das? Gut, was stimmt ist, dass wenn ich was kaputt machen würde, mir niemand den Schaden ersetzt... Wenn es der Handwerker ist, muss er die kaputte Platten ersetzen und neu verfliesen...
Was meint ihr? Schlagbohrhammer habe ich... müsste also höchstens noch so einen Diamantbohrer kaufen (falls wirklich nötig) und Dübel und fertig... Oder?
Da steht aber nichts, ob das effektive "Durchführen" ein Problem ist oder nicht... Was heisst "fachgerechte" Ausführung schon? Die Sanitärinstallateure müssen ja auch Abmessen, Bohren und befestigen. Meine Waschmaschine habe ich auch selber installiert obwohl ich theoreitsch nur ein "Bürogummi" bin und am Anfang dacht, uhh, da muss ein "Spezialist" ran... Plattenverlegen würde ich mir jetzt weniger zutrauen, Klick-Parkett eher...
Aber eben, reicht so ein Diamantbohrer aus, um das selber zu machen und wie machen es die Sanitärinstallateure?
Grundsätzlich ist es keine grössere Sache, Löcher in Feinsteinzeugplatten zu bohren.
1. Vor dem Bohren leicht ankörnern (damit der Bohrer ein Zentrum hat)
2. Mit einem guten Diamantbohrer und viel Geduld ohne Schlag bohren.
3. Je nach Platten von Zeit zu Zeit den Bohrer wechseln.
Ich habe die Duschrennwand und die Rainshower Brause bei uns selbst montiert und keine Platte zerbrochen, aber das Bohren in Feinsteinzeugplatten ist zeitaufwendig und mühsam.
Vielen Dank an Euch... Beruhigt mich... Ich glaube, dass das Rezept vorallem Punkt 2. ist "Mit Geduld und langsam bohren" (wichtiger Hinweis, danke)...
Lass Dir doch vom Plattenleger genau erklären ,Was das für Platten sind die Du durchbohren möchtest. Wie hier schon geschrieben sind ja nicht alle Platten gleich.
Dazu kommt, das so ein Diamantbohrer auch seinen Preis hat.Wenn die Platten nicht sauber im Mörtelbett geklebt sind , besteht leider auch wieder Bruchgefahr.
Je nach Platten, muss ich als geübter Plattenbohrer (Sanitär), auch mal zum wassergekühltem Diamantbohrer(Man sollte auch geübt sein) greifen. Ist sehr Zeitaufwändig und natürlich mit Kosten verbunden. Wenn der Sanitär sowieso im Haus ist und bohren muss (Spiegelschrank + WT + Badmöbel), zeichne Ihm die Bohrlöcher an und lass Ihn bohren. Klär mit Ihm vorgängig die Kosten ab, ev. reicht auch schon ein gutes Znüni oder Trinkgeld.
ein einfacher betonbohrer reicht, aber nicht mit schlag bohren, sonst geht die fliese kaput
edit: ups, da war afm schneller
Feinsteinzeug ist nach Diamant das härteste Material. Ein einfacher Betonbohrer reicht für Feinsteinzeugfliessen auf keinen Fall!
Unbedingt einen wassergekühlten diamantbeschichteten Kernbohrer verwenden (kostet ca. CHF 35.- im Werkzeugfachhandel und reicht für ca. 20 bis 25 Löcher).
Ich wäre, wenn ich diesen Eintrag nicht gelesen hätte schon gar nie auf die Idee gekommen, dass es ein Problem sein kann Löcher in Platten zu bohren. Habe bestimmt schon zwanzig Löcher in diverse Badezimmern bei Kollegen gebohrt. Hmmm entweder habe ich beziehungsweise meine Kollegen bis dato einfach nur Glück gehabt dass ich keine Platte ruiniert habe oder Eggen hat Recht!
Ich habe auch schon mehrere Löcher in Keramikfliesen gebohrt, hatte bisher auch keine Probleme.
Das kommt glaube ich darauf an, welche Art Platten es sind. Bei herkömmlichen Platten reicht ein Betonbohrer mit Hartmetallspitze. Bei Feinsteinzeugplatten kenne ich mich leider nicht aus, aber die hat man ja meistens sowieso am Boden, oder irre ich mich da? Die sind glaube ich auch wesentlich dicker, oder?
Auf jeden Fall kann ich folgenden Tipp geben: Anstelle von Ankörnern nehme ich jeweils ein Klebeband, auf dem ich das Loch anzeichne. Somit verläuft der Bohrer auch nicht. Funktioniert auf allen harten Oberflächen. Und dann ohne Schlag ganz vorsichtig bohren, ohne viel Druck...
Auch ich wollte bzw. will diverses Zubehör in den Bädern selber montieren. In diesem Tread steht, dass es viel Geduld braucht. Nun meine Frage: Was bedeutet "viel Geduld"? Unsere Bodenplatten sind 10mm dick und sind zum Teil auch an den Wänden vorhanden. Ich bohre nun schon seit über einer Stunde und bin ca. erst 1-2mm weit. Ich verwende einen 6mm-Bohrer aus dem Bauhaus, welcher speziell für Keramik geeignet sein sollte (So stehts jedenfalls auf der Verpackung...). Mir graut, wenn ich jetzt hochrechne, dass ich in einer Stunde 1mm weit gekommen bin und noch 200mm vor mir sind..... Sollte ich mich schleunigst auf den Weg zum Fachmarkt machen, um einen richtigen Diamantbohrer zu erwerben?
Vielen Dank für die (hoffentlich) ermunternden Tipps.....
schau mal ob die Hartmetallplatte noch drinn ist vorne an der Bohrerspitze, denn wenn der Bohrer zu heiss hatte könnte diese rausgefallen sein. Bohrst du mit Schlag oder ohne? Ohne Schlag geht mit diesen nicht angeschliffenen Hartmetallbohrer nicht sehr viel, etwa so wenig wie du beschreibst. Mit Schlag hat den Nachteil, dass dir eine Platte spalten könnte, aber vorsichtig gebohrt haben es meine Feinsteinzeugplatten alle heil überstanden. Also so in 2-3 min solltest du durch sein, sonst stimmt etwas nicht.
Vielen Dank für Deine rasche Antwort. Wie Du richtigerweise vermutest, habe ich bislang ohne Schlag gebohrt. Ich hatte den "Mut" dazu nicht. Auf unserer Mulde habe ich noch ein Bruchstück der Platten gefunden. Ich werde dort mal etwas üben. Das Hartmetallstück ist übrigens noch drinn'.