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Schnee und Kälte

7Antworten5’204Aufrufevon projekt2008 · 15. November 2007letzter Beitrag vor 19 Jahren
  1. projekt200845 Beiträge15. November 2007
    Aus aktuellem Anlass wollte ich mal wissen, wie sich Kälte und Schnee während des Rohbaus (ohne Dach) auf bspw. Beton, Mauern, Mörtel etc. auswirken. Kennt sich da jemand aus? Auf was muss man achten?

  2. Pfälzer9’908 Beiträge15. November 2007
    Hallo projekt2008

    wenn sich im Rohbau Schnee und Frost (Eisbildung) breit machen, kann es sein, dass bei Unebenheiten der Betondecke kleine oder größere Pfützen entstehen.

    Bildet sich dort eine Eisschicht, wird diese natürlich die obere Schicht angreifen. Ist der Beton schon älter, ausgehärtet, macht dies aber nichts. Es gefriert lediglich die obere Betonschlämme etwas ab. Dies hat aber statische keine große Auswirkungen. Bei noch frischem Beton sähe das dann anders aus.

    Beim Mauerwerk (nehme mal an Backsteine) sollte, wenn dieses Wetter länger anhält, eine Abdeckung (Folie o.ä.) auf die letzte Schicht gelegt werden. Diese verhindert, dass übermäßig viel Feuchtigkeit ins Mauwerk gelangt. Denn durch die oben offenen Hohlkammern kommt natürlich mehr Wasser hinein, als seitlich durch die volle Fläche. Zudem mögen Tonsteine keine Feuchte die noch zu Eis gefriert. Das kann dann auch zu Frostschäden am Material führen. Dauert aber schon eine Zeit. Wenn vor Winter kein Dach mehr drauf käme, dann auf jeden Fall die Wände abdecken.

    Gruß vom Pfälzer

  3. Hüsli143 Beiträge15. November 2007
    Hallo Pfälzer

    Danke für deine Antwort, wir stecken nämlich in der genau gleichen Situation. Unser Dach sollte spätestens am 3. Dezember aufs Haus kommen. Es bleibt in der Zwischenzeit nur für gutes Wetter zu beten /emoticons/default_sad.png.

  4. projekt200845 Beiträge15. November 2007
    Hallo Pfälzer

    Auch von meiner Seite ein Danke für deine Infos.

    Stimmt es, dass wenn Schnee oder Wasser an den Armierungseisen gefriert, nicht betoniert wird?

  5. raycecile2’603 Beiträge16. November 2007
    Hallo Pfälzer

    Auch von meiner Seite ein Danke für deine Infos.

    Stimmt es, dass wenn Schnee oder Wasser an den Armierungseisen gefriert, nicht betoniert wird?
    Nein, der Beton hat dadurch dass es eine chemische Reaktion ist den Vorteil dass man auch bei einstelligen Minusgraden problemlos weitermachen kann. Der Beton dampft im Winter bisweilen wegen der chemischen Reaktion.

    Ab einer gewissen Temperatur muss ein Mittel beigemischt werden, der Polier weiss dies und bestellt den Beton entsprechend.

    Heikler als Beton sind die Maurer-Arbeiten, der Mörtel darf nicht gefrieren sonst bindet er nicht ab sondern zerfällt zu Staub.

    Es muss darum Wert darauf gelegt werden dass sie als Frosttagen nicht mauern.

    Das Abdecken der offenen Mauern sollte bei einem guten Baumeister als Standard gemacht werden! (ist leider nicht immer so).

  6. projekt200845 Beiträge16. November 2007
    ok, alles klar. Danke für die Antworten.

  7. Pfälzer9’908 Beiträge16. November 2007
    Hallo projekt2008,

    das Problem beim betonieren an Frosttagen sind nicht anhaftende Eispartikel am Eisen. Es gibt natürlich auch entspr. Mittel, die dem Frischbeton bereits bei Herstellung zugesetzt werden, aber das Hauptproblem ist der Kies. Wenn dieser in den Wintermonaten auf dem "Haufen" gefroren ist, bilden sich "Klumpen" die sich dann später wieder bei Aushärtung/Abbindeprozess (erwärmung) auflösen! Diese Mengen habe dann keine Verbindung zum Beton, da sie nicht von der Zementschlämme umschlossen sind. Diese Klumpen sind dann innerhalb des Betons nur lose Kies und Sandkörner.

    Bei uns gibt es daher in der Winterzeit auch nur wenige Betonwerke, die Beton liefern können. Die haben die Kies nähmlich in Frostfreien Hallen und heizen das "Anmachwasser" bereits vor!

    Zudem ist Frischbeton, bei unter -5° zusätzlich durch eine geeignete Abdeckung zu schützen! Die von raycecile angesprochen "Eigenwärme" reicht dann nähmlich nicht aus, um die oberen/äußeren Sichten vor Frost zu schützen.

    Das kann dann durchaus zur Zerstörung des Betons führen.

    Bei dicken Flächen/Volumen wie Fundamenten, starken Bodenplatten, kann es evtl. noch gehen, aber bei kleinen Stürzen, Stützen oder Decken, ist dies schon zu beachten.

    Wobei ich denke, dass bei solch einem Wetter, oder entsprechender Vorhersage, kein guter Polier betonieren würde!

    Gruß vom Pfälzer

  8. rennmäuse465 Beiträge16. November 2007
    Bibber ... wir gehen Morgen mal vorbei und sehen, was bei da alles schon gemacht wurde. Ev. ist die Kellerdecke schon drauf und es wird mit den Backsteinen begonnen. Mal sehen, wie kalt es dann bei der EG Decke wird. Sonst geh'n wir mit nem Fön vorbei ... LOL