Die Rosskastanie
Bei den Rosskastanien (Aesculus) handelt es sich um zwölf Arten der Pflanzengattung der Seifengewächse, die in Nordamerika, Europa und Asien beheimatet sind. Die teilweise Namensübereinstimmung mit der Edelkastanie ist nur auf die sehr ähnlichen Früchte zurückzuführen.
In Europa ist die Gewöhnliche oder Gemeine Rosskastanie (A. hippocastanum) vor allem als Allee- oder Parkbaum weit verbreitet. Dabei handelt es sich um einen mittelstark wachsenden Baum mit breiter, gewölbter Krone, grossem, dunkelgrünem Laub und goldgelber Herbstfärbung. Im Mai zeigen sich gelbrot gefleckte, weisse Blüten, welche je einer braunen Frucht in stacheliger Ummantelung weicht.
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Rosskastanien sind hart im Nehmen. Sie vertragen gut städtisches Klima und nehmen ausser mit sauren, mit jedem Boden vorlieb. Wegen der Grösse – der Baum kann mit einer Kronenbreite von bis zu 10 Meter, bis zu 15 Meter hoch werden - eignet er sich jedoch nicht für kleine Gärten. Hier bietet sich A. hippocastanum ‘Pyramidalis‘, mit seiner regelmässigen, kegelförmigen Krone und ebenfalls dunkelgrünem, im Herbst goldgelbem Laub an. Diese Sorte wartet im Mai mit weissen Blüten auf, bildet aber nur wenig Früchte. Sie benötigt ebenfalls keinen Schnitt. Mit einer Gesamthöhe von bis zu 8 Metern und einer Kronenbreite mit höchstens vier Meter eignet sie sich auch für beschränkte Platzverhältnisse.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ausserdem erwähnenswert ist A. carnea ‘Briotii‘, die rotblühende Rosskastanie, ein mittelstarker bis zu 8 Meter hoch werdender Baum mit breitrunder Krone von bis zu 6 Meter Durchmesser. Er hat grosse, dunkelgrüne, geteilte Blätter mit gelber Herbstfärbung. Ebenfalls im Mai zeigen sich auffallend dunkelrote, aufrechte Blütenrispen, wobei sich auch hier kaum Früchte bilden. Nicht desto Trotz ein wertvoller Alleebaum, der aber für extreme, innerstädtische Bereiche weniger geeignet ist.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Auch wenn die Früchte für uns Menschen ungeniessbar sind und höchstens als Tierfutter zu verwenden sind, ist der Baum dennoch sehr wertvoll, denn er enthält Aesculin, Aescin, Alantoin, Angelinsäure, Bitterstoff, Kampferöl, Cholin, Cyanidin, Farbstoff, Flavone, Flavonglykoside, Fraxin, Gerbstoff, Gerbsäure, Cumarine, Linolensäure und Saponine. In der Heilkunde haben diese Inhaltsstoffe vor allem eine herausragende Wirkung auf das Gefässsystem. So eignet sie sich zur innerlichen wie äusserlichen Anwendung bei Krampfadern, Hämorrhoiden, geschwollene Füssen und Beinen oder Arteriosklerose.[/COLOR]
Video - Blattbräune bei Rosskastanien
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Eine unter dem Namen Blattbräune bekannte Pilzkrankheit befällt weiss und rot blühende Rosskastanien in Jahren mit nasskalter Frühjahrswitterung immer häufiger. An den Blättern und Blattstielen der Rosskastanien entstehen dunkelbraune Flecken mit gelber Randzone. Bei starkem Infektionsdruck verschmelzen die Flecken und das ganze Blatt wird braun. Die Blätter rollen sich ein und fallen vorzeitig ab. Der Pilz überwintert in den abgefallenen Blättern auf dem Boden. Von dorther werden die jungen Blätter der Rosskastanien bei Regenwetter neu infiziert.[/COLOR]
https://player.vimeo.com/video/73420461
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