Opulente Schönheiten
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Einen grünen Daumen benötigte es nicht, um die im Handel als Zwiebeln erhältlichen Amaryllisgewächse zur Blüte bringen Etwas mehr Erfahrung jedoch schon, um es wieder so weit kommen zu lassen.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die ursprünglichen Arten gedeihen übrigens in Gebieten Südamerikas mit ausgeprägter Trockenzeit. Jetzt werden Zuchtformen des Rittersterns (Hippeastrum), landauf landab Amaryllis genannt, in Garten- und Einkaufscentern in noch unscheinbaren Töpfen und Kartons angeboten. Sollen sie zur Weihnachtszeit blühen, ist es nun Zeit für die Treiberei. Erhältlich sind Sorten in den Blütenfarben Weiss, Rosa, Orangerot und Rot bis Dunkelrot. Teilweise finden sich auch solche mit zweifarbig gestreiften oder andersfarbig geränderten Blütenblättern und gefüllten Blüten. Alle haben aber eines gemeinsam, sie sind sehr attraktiv und eignen sich daher auch für den Schnitt. Dabei handelt es sich durch Brutzwiebeln vermehrte Pflanzen, die bis zu zwei, bis 80 cm hohe Stängel aus der Zwiebel schieben, welche enorm grosse trichterförmige Blüten mit weit herausragenden Staubgefässen tragen können. Bei uns öffnen sich die Blüten meistens im Winter oder im zeitigen Frühjahr. Oft drohen die hohlen Stiele unter der Last zu knicken. Daher empfiehlt es sich, diese durch einen Stab zu stützen. Die riemenförmigen Blätter bilden sich im Gegensatz zum Blütenstängel zwar gleichzeitig, jedoch noch zaghaft, um dann aber nach der Blüte kräftig durchzutreiben.[/COLOR]
Grosse Zwiebeln, Grosse Blüten
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Zwiebelgrösse fällt nach Art und Sorte sehr unterschiedlich aus. Es ist jedoch immer so, dass Zwiebeln mit einem Umfang von etwa 25 cm kleinblumig sind, hingegen Sorten mit einem Umfang von bis zu 40 cm auch entsprechend grössere Blüten hervorbringen. Ob eine Zwiebel einen oder zwei Blütenschäfte ausbildet, ist auf eine optimale Vorkultur und nicht auf die Zwiebelgrösse zurück zu führen. Im Gegensatz zu grossblumigen Sorten schieben kleinblumige ihre Blütenstängel oft erst nacheinander aus der Zwiebel, wodurch eine Blütezeit von bis zu 8 Wochen erzielt werden kann. Im Normalfall tragen die Schäfte Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern. Diese halten sich etwa zwei Wochen.[/COLOR]
Die richtige Erde und Standort
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Zur Kultivierung von Rittersternen verwendet man am besten nährstoffreiche Erde auf Kompostbasis. Legen Sie auf das Abzugsloch des Topfbodens eine Tonscherbe und anschliessend eine etwa 3 Zentimeter dicke Drainage aus Blähton, die mit einem Vlies abgedeckt wird. Platzieren Sie die Zwiebeln so in die Pflanzgefässe, das das obere Drittel aus der Erde schaut. Während der Treiberei und der Blühphase benötigen Rittersterne einen sehr hellen Standort mit Zimmertemperaturen. Direktes Sonnenlicht während der Blühphase unbedingt vermeiden, weil sonst die Blühdauer deutlich verkürzt würde. Ebenfalls sollte die Pflanze leicht kühler gehalten werden. Ideal sind Temperaturen um 18°C. Doch Vorsicht: Bei zu schwachen Lichtverhältnissen färben sich die Blüte nur ungenügend aus, die grünen Riemenblätter werden übermässig lang und im darauffolgenden Jahr bilden sich keine Blüten mehr. Ferner sollte man Abgeblühtes sofort entfernen. Aber auch ein heller und sonniger Standort nach der Blüte bis Mitte Herbst hat einen äusserst günstigen Einfluss auf die nächste Blüte, hingegen sind während der Ruhezeit von September bis Dezember die Lichtverhältnisse nicht von Bedeutung.[/COLOR]
Das richtige Giessen und Düngen der Amaryllis
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Frisch getopfte Zwiebeln werden bis zur Wurzelbildung nur mässig feucht gehalten. Ab Austrieb benötigt der Ritterstern mehr Wasser, jedoch erst, wenn zwischen den Giessinterwallen das Erdreich leicht abgetrocknet ist. Zeigen sich die ersten Blüten, so darf das Erde feuchter sein, Staunässe ist dennoch unbedingt zu vermeiden. Nach der Blüte bis Mitte des Sommers wird alle 14 Tage eine Düngergabe mit normalem Flüssigdünger verabreicht. Anschliessend wird auf einen kalireichen Dünger umgestellt, der für die Reife der Zwiebel und Ausbildung des Blütenschafts im nächsten Jahr sorgt[/COLOR]
Der Ruheort
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ab September werden die Wassergaben und das Düngen langsam eingestellt, worauf das Laub langsam verdorrt. Dieses entfernt, tritt der Ritterstern im Topf an einem trockenen Ort mit Temperaturen von etwa 10°C seine Ruhephase an, um dann im Dezember wieder angetrieben zu werden.[/COLOR]
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