Rindenmulch ?
10Antworten14’409Aufrufevon Gast · 11. März 2006letzter Beitrag vor 18 Jahren
- Frangipani150958492911. März 2006Guten Tag Ihr Spezialisten, vor 5 Jahren haben wir ein 10 auf 3m. grosses Rosenbeet angelegt, mit englischen Rosen bepflanzt und mit Ziest eingefasst. Das Ganze sieht jedes Jahr schön aus. Was uns aber stört ist die immer wiederkehrende Verdichtung des Bodens zwischen den Rosen und die immer wieder auftretenden Unkräuter, die inzwischen wegen der grossen unkooperativen Rosenbüsche für uns ziemlich mühsam zu entfernen sind. Dass man gleich nach der Pflanzung keinen Rindenmulch ausbringen sollte, wussten wir und verzichteten darauf. Nun fragen wir uns aber, ob eine gute Schicht Rinde uns nicht dadurch helfen könnte, dass sie die Unkräuter unterdrückt und den Boden offen hält. Den inzwissen grossen Rosen sollte sie auch nicht mehr schaden, oder liegen wir da falsch ? Und würde dadurch das Düngen schwieriger ? Wie können wir das am besten machen ? Vielen herzlichen Dank - und bestellt doch bitte dem Frühling, er solle sich endlich zeigen ! Gruss Frangipani
- Brigitte Buser947 Beiträge12. März 2006Hallo Frangipani
Von einer guten Abdeckung der Erde mit Rindenhumus bei Rosenanlagen rate ich Dir ab.
Erstens entzieht die Umsetzunng des Rindenmulchs in Rindenhumus dem Boden Stickstoff wobei eine ausgewogene Düngung der Rosen nicht mehr gewährleistet ist. Zweitens ist die Luftzufuhr zu den Wurzeln, die gerade Rosen dringend benötigen, eingeschränkt.
Durch das regelmässige lockern der Erde mit der Grabgabel oder der Rosengabel ist diese Luftzufuhr gewährleistet. Bodenlockerung kann aber auch die Kapilarität und somit das Aufsteigen des Wassers brechen. Dies bedeutet weniger Wasserverluste in trockenen Perioden. Eine ausreichend dichte Bepflanzung hilft den Boden auf natürliche weise zu schattieren und unterdrückt zusätzlich einen Teil der aufkommenden Unkräuter. Hierfür eignen sich besonders gut niedrige Storchschnabelarten, Katzenminze oder Frauenmantel.
Den Frühling habe ich übrigens auf Ende nächste Woche bestellt. Früher ging es leider nicht.
Es Grüessli
Brigitte
- Frangipani150958492914. März 2006Herzlichen Dank für Deine guten Ratschläge in Sachen Rindenmulch für Rosen. Wir werden uns natürlich genau danach richten und eine Menge schöner Storchschnäbel pflanzen.
Danke auch für die Bestellung des Frühlings, auf den auch wir dringend warten. Mal sehen am nächsten Wochenende, wie heiss Dein Draht zu Petrus wirklich ist ! Mit den besten Grüssen Frangipani
- Brigitte Buser947 Beiträge14. März 2006Hallo Frangipani
Gern geschehen.
Apropos heisser Draht zu Petrus. Ich bin mir sicher, aufs Wochenende kommt der Frühling.
Es Grüessli
Brigitte
- philosta208 Beiträge14. März 2006Ich tue recht viel Rindenmulch verwenden, vor allem bei Neupflanzungen, tue aber zuerst eine Schicht Hornspähne darunter als Stickstoffspender /emoticons/default_icon_wink.gif/emoticons/default_icon_wink.gif
So ist der Boden geschützt und es bildet sich Humus, ich muss nicht jäten /emoticons/default_laugh.png später decken die Pflanzen die Erde zu. /emoticons/default_biggrin.png
Mirka
- Brigitte Buser947 Beiträge14. März 2006Hallo miteinander
Das eigentlich Problem beim Abdecken des Bodens mit Rindenmulch bei Rosenpflanzungen ist nicht nur der Stickstoffmangel, der durch die Verrottung des Rindenmulchs entsteht und den wir auch mit einer Gabe von Hornspänen ausgleichen könnten. Rosen benötigen Sauerstoff um gesund zu bleiben, auch im Wurzelbereich. Die Verrottung von Rindenmulch in Rindenhumus benötigt Sauerstoff. dass heisst die Sauerstoffversorgung der Wurzeln wird dadurch eingeschränkt. Die Folge, die Rosen reagieren mit erhöhter Anfälligkeit auf Krankheiten.
Auch kann Rindenmulch in grossen Mengen den Boden übersäuern, was Rosen überhaupt nicht lieben. Der PH-Wert des Bodens für Rosen liegt zwischen 6.-7.5. Weiterhin können Pilzkrankheiten im Rindenmulch wunderbar überwintern. Im Sommer erhitzt sich der feuchte Rindenmulch und es entsteht ein optimales Klima für das Pilzwachstum.
Wenn wir Rosen also gesund erhalten wollen, ist es sinvoll den Boden im Frühjahr und durch den Sommer hindurch nach Bedarf, rosengabeltief zu lockern und das Unkraut dabei zuentfernen. Eine lockere Unterpflanzung mit Bodendeckern wie Storchschnabel u.s.w (nicht zu nah unter die Stöcke pflanzen), unterdrückt einen guten Teil an aufkommendem Unkraut und fördert ein optimales Kleinklima.
Es Grüessli
Brigitte
- Munggi150958494621 Beiträge27. April 2008Hallo zusammen
Da ich neu bin bei diesem Forum lese ich einige Beiträge durch, auch alte wie diesen. Nun habe ich eine Frage dazu.
Was ist mit Rasenschnitt? Kann statt Rindenmulch Rasenschnitt verwendet werden?
Gruss Munggi
- René Merkt27. April 2008Hallo Mungi,
Rasenschnitt sollte nicht dicker als 1-2 cm auf dem Boden aufgetragen werden, weil er sonst während der Verrottung eine dichte, feste Schicht bildet. So wäre der wichtige Luft-Gas-Austausch des Bodens beeinträchtigt.
Das habe ich aus diesem Artikel:
http://www.gartenfreunde.ch/pages/pflege/mulchen.html
Grüsse René
- Munggi150958494621 Beiträge27. April 2008Danke für die Antwort. Habe den Artikel gelesen. Werde meine Rasenmulchschicht in den nächsten Tagen kontrollieren, wie hoch sie ist und allenfalls verkleinern.
- René Merkt28. April 2008Und hier noch ein Video zum Thema:
http://www.gartenfreunde.ch/pages/videos/Das_Mulchen.php /emoticons/default_laugh.png
Grüsse René
- Munggi150958494621 Beiträge8. September 2008Guten Tag
Ich greiffe dieses Thema noch einmal auf.
Als ich im Frühjahr meine Beete anlegte, verteilte ich Rindenmulch. Nun hat es bereits einige Lücke durch verrotten, jäten und Neupflanzungen. Soll ich die Lücken jetzt im Herbst noch füllen oder erst im nächsten Frühjahr?
Danke schon im Vorraus für die Antwort(en).
Einen goldigen Herbst wünscht
Munggi