Sehr geehrte Damen und Herren von gartenfreunde.ch,
Unser Apfelbaum der Sorte Resi macht mir Sorgen. Er wurde in September 2013 in unseren Garten von einer Gärtnerei eingepflanzt (Loch kreisförmig und etwa 1,5 M in Diameter gegraben, Gartenerde reingetan). Letztes Jahr hat er 33 Äpfel produziert (viel mehr kleine Äpfel hat er im Frühsommer abgestossen). Das Jahr hat er nur etwa 6 Blüten gehabt, davon hat sich einen einzigen Apfel entwickelt. Wir haben kein Düngung und keinen Schnitt vorgenommen. Der Baum sieht gesund aus, er hat keine Parasiten. Aber auch keine "Kollegen," er ist der einzige Obstbaum in unserem Garten.
Vielleicht ist es noch wichtig zu sagen, unser Nachbar hat auch einen Apfelbaum, der fast nichts produziert, obwohl dar baum 3-4 Jahre alt ist. In 100 Meter Fluglinie befinder sich einen Obstgarten mit alten, ertragreichen Äpfelbäumen. Alles in Züri Oberland.
Ich würde mich freuen, von Ihnen einen Tipp zu erhalten.
Mit besten Grüssen,
Nicoleta
ich habe einen cox orange, wie oben geschrieben 17 Jahre alt, nee der steht nun 17 Jahre bei mir, war bei der Ankunft ca. 90 cm gross.
Armin, du schreibst von Nieder, Halb, oder Hochstamm Baum, meiner ist nun ca. 7 Meter hoch hat aber verzwiegungen relativ tief (ca.120 cm) unter was geht der ?
Ich bedanke mich für Ihre Antworten und Anregungen.
Als Antwort dazu: der Baum ist Halbstamm, wurde 2013 als 1-2jährig gepflanzt, der Gärtner damals war sehr gut informiert, dass der Baum keine Kollegen vorgesehen hat. Der Garten ist nicht riesig, der Baum hat eine Insel in der Wiese. Meine Frage nach Düngen und Zurückschneiden hat er auch für die ersten Jahre entschieden verneint.
Vielleicht hat der Baum das Jahr in Wachstum und nicht in Früchte investiert, er ist etwa 30 cm in die Höhe geschossen und hat meist schräge und nicht waagerechte Äste (habe mal gelesen, das spiele auch eine Rolle) neu entwickelt.
Ich habe auch nur einen Apfelbaum im Garten, auch 'Resi' Er steht nun 9 Jahre und wächst und wächst und wächst mir schon lange über den Kopf. Es ist ein Halbstamm und trägt jedes Jahr viele Früchte. Momentan hat er Probleme mit etwas Mehltau-Befall an den Spitzen der jungen Zweige - die Äpfel betrifft es nicht.
Ich schaue jeweils, dass die Baumscheibe (etwa so gross wie die Baumkrone) frei ist von tief wurzelnden Pflanzen und jäte mindestens jeden Frühling. Dann gibts einige Hand voll Hornspäne druntergehäckelt (nicht tief hacken), einige Liter Kompost und darüber Holzschnitzel zum Abdecken der Erde.
Ich weiss nicht, woran es liegt, dass deine 'Resi' nur so wenige Blüten hat - vielleicht lag's am Wetter? Aber versuch's einfach weiter und lass dem Baum Zeit, Wurzeln zu fassen.
Vielleicht hat der Baum das Jahr in Wachstum und nicht in Früchte investiert, er ist etwa 30 cm in die Höhe geschossen und hat meist schräge und nicht waagerechte Äste (habe mal gelesen, das spiele auch eine Rolle) neu entwickelt.
Ist zwar schon ein paar Tage her, da selbst leidgeprüfter Besitzer von 24 Apfelbäumen, noch ein paar Hinweise von mir.
Das im Zitat erwähnte trifft weitestgehend zu, Fruchtansätze bilden sich insbesondere an nahezu waagerechten Ästen.
Wenn der Baum zu schnell die Äste schiebt und dies eventuell auch noch "Wasserschosser" sind,
sollte ein Baumschnitt in Erwägung gezogen werden.
Dies regt den Baum auch zur weiteren Wurzelbildung an denn es ist wichtig, dass Wurzel und Krone im "Gleichgewicht" sind.
Ansonsten kann man auch die zu steilen Äste herunter binden oder Gewichte dranhängen, damit diese mehr in die Waagerechte kommen.
Bezüglich der Bestäubung spielt der Baum-Standort eigentlich keine große Rolle, da diese entweder durch Wind oder Insekten erfolgt.
Wenn der Baum wenig Blüten (Fruchtansätze) gebildet hat, gibt es auch wenig Äpfel.
Obwohl bei mir die Bäume relativ dicht beieinander stehen, tragen diese auch nicht alle Jahre gleich viel Äpfel.
Die von Melissa erwähnte Baumscheibe ist in den ersten Jahren hilfreich, da hierdurch Feuchtigkeit besser an die Wurzeln kommt.
Wenn der Baum mal älter ist, kann so wie auf den Streuobstwiesen üblich, auf die Baumscheibe verzichtet werden,
wenn man keine Lust mehr hat diese ständig von Graswuchs freizuhalten.
Im www und guten Büchern findet man Anleitungen, wie man einen Apfelbaum pflegt und auch selbst richtig schneidet.
Ich habe nicht so viel Erfahrung für Foren, aber "in desperate times, desperate measures..." Also, unser Resi sieht so aus: jung, gesund, aufkommend. Etwa 175 cm hoch.
Wir erbten drei alte Apfelbäume vom Vorbesitzer des Hauses. Sie wurden lange nicht geschnitten, eine hohe Hecke nahm ihnen die Luft zum Atmen und verursachte alle möglichen Pilze - kurz, sie waren in einem üblen Zustand.
Wir liessen sie schneiden, sie erhielten regelmässig eine Wurzeldüngung und die Hecke kam weg. Zwei erholten sich prächtig, sie trieben wieder gut aus, den dritten mussten wir nach drei Jahren Pflege dann doch fällen - was gut war, denn sie standen zu eng.
Seither lassen wir die Obstbäume jedes Jahr schneiden, insbesondere die Wasserschosse entfernen, sie erhalten vor der Blüte einmalig eine Winterspritzung und alle zwei, drei Jahre erneut eine Wurzeldüngung.
Das Ernteergebnis: Es gibt Superjahre und welche mit 30 Äpfeln an drei Bäumen /emoticons/default_icon_mrgreen.gif
Deshalb würde ich wie Andreas meinen, dass man dem Bäumchen ein paar Jahre Zeit geben muss und ausserdem, dass man als Hobby-Obstbauer die Natur walten lassen soll, mal gibt's viel Ertrag, mal wenig.
Mein Gärtner sagt wie dein Gärtner: Jungbäume sollte man nicht mit Düngegaben antreiben, sie investieren dann in Triebe und der Ertrag geht zurück. (Das gilt ja eigentlich für alle Jungpflanzen: Zu viel Dünger schwächt die Pflanze eher, als dass es sie stärkt.)