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Pflanzenfossilien

0Antworten145Aufrufevon Redaktion · 17. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge17. Januar 2017


    Fruchtstand der Magnolie, der an Zapfen erinnert.

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]«Entenfussbaum» - handelt es sich dabei tatsächlich um ein Fossil? Ja, und zwar um ein noch heute lebendes! Den Ginkgo, wie wir ihn heute kennen, gibt es schon seit der Permzeit. Warum wissen wir das?[/COLOR]

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Warum haben die Ginkgo so lange überlebt? Andere Pflanzen sind ausgestorben oder haben sich stark verändert. Auch heute wird die robuste Natur dieses Baumes geschätzt. Ausser dem Ginkgo gibt es weitere bekannte lebende Fossile, so die Araukarie (Araucaria araucana), auch Chiletanne oder in England wegen des Rindenmusters «Monkey-Puzzle-Tree» genannt. Als Fossil ist die Chiletanne schon aus über 200 Millionen alten Gesteinsformationen bekannt. Und wussten Sie, dass es Magnoliengewächse bereits im Jura gab? Als sehr alte Pflanze trägt die Magnolie einen Fruchtstand, der an Zapfen erinnert. Als wichtiger Kohlebildner fungierte in der Tertiärzeit der für unsere Zeit imposante und mächtige Mammutbaum (Sequoia sempervirens), welcher heute nur noch in Kalifornien heimisch ist. Weitere Urweltpflanzen sind Schachtelhalme, Bärlapp (Lycopodium) und Farne, die im Karbon zu den riesigen Kohleflözen wurden, welche wir heute als fossile Brennstoffe nutzen.[/COLOR]



    Immens alt ist die Familie der Araucarien, die wir hier mit einer Vertreterin für die Wohnung (Araucaria excelsa) vorstellen.



    Der gigantische Riesen-Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) wird bis zu 100 m hoch. Er war vor den Eiszeiten auch in Europa heimisch!



    Bärlapp (Lycopodium) ist ein lebendes Fossil und findet man noch in unseren Wäldern wie hier im Glarnerland.


    Fossilien in der Kohle


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Kohle, selbst ein Fossil, enthält immer wieder schöne Pflanzenfossilien. Abdrücke von Farnen und komplette Baumstämme vom „Siegelbaum“, einem Bärlappgewächs, sind zu finden. Bärlapp gibt es heute noch in unseren Wäldern, deshalb gehört auch er zu den lebenden Fossilien. Eine weitere seit Millionen Jahren fast unverändert bestehende Pflanze ist der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides), der erst 1941 in China wiederentdeckt wurde. Die Cycas-Palme (Cycas revoluta) ist ein weiteres Relikt aus der Dinosaurierzeit. Sie bildet ein Bindeglied in der Pflanzenwelt vom Farn zur Palme. Mächtige Baumfarne besiedelten damals alle tropischen Kontinente, ihre heutigen Vertreter (z. B. Dicksonia antarctica) leben nur noch in Südostasien.[/COLOR]



    Versteinertes Blatt eines Palmfarns (140 Mio. alt), genau so sind heute noch die Blätter der Cycaspalme aufgebaut!



    Versteinertes Blatt einer Zimtbaumart, Miozän (15 Mio. Jahre alt), Fundort: Zeihen AG, Bözberg (CH). Hier schon als Laubblatt, wie wir es heute kennen, und als fossiler Vertreter einer modernen, beliebten Gewürzpflanze.



    Versteinertes Blatt von Ginkgo houttoni aus der Lias (Unterjura, 180 Mio.Jahre alt). Das Blatt stammt von einer „gefiedert“-blättrigen Ur-Form der Ginkgo, wie es sie heute so nicht mehr gibt.


    Erst kürzlich entdeckt


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Vor wenigen Jahren, nämlich im September 1994, entdeckte der Nationalpark-Ranger David Nobel in einem unzugänglichen Tal des Wollemi-National-Parks in Australien (aber nur 250 km entfernt von Sydney) eine ganz neue, oder eben eigentlich uralte Pflanze, die Wollemia (Wollemia nobilis). Diese Verwandte der Araukarie hielt man seit 60 Mio. Jahren für ausgestorben. Im Oktober 2005 wurden 292 Ableger versteigert, die einen Erlös von 1,5 Mio. US-Dollar erbrachten. Seit Mai 2006 findet man sie, viel günstiger natürlich, auch im Fachhandel. Noch neueren Datums ist die Entdeckung der Vietnamesischen Goldzypresse (Xanthocyparis vietnamensis), die 1999 gefunden und sogar erst 2001 als neue Art erkannt wurde.[/COLOR]



    Die erst 1999 entdeckte Wollemie (Wollemia nobilis) wächst auch in der Jugend schon als sehr dekorative Konifere.



    Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides, erst 1941 wieder entdeckt, hier die Sorte 'Gold Rush') wirft seine „blätterartigen“ Nadeln im Herbst ab.



    Die Schachtelhalme bildeten einst riesige hohe Wälder, heute sind sie bescheiden, wie dieser 1 m hohe Sumpfschachtelhalm.

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