Wir haben ein absolut offenes Treppenhaus. Von OG bis UG alles offen. Wäre auch bei Minergie so gewesen. Unser Haus war ja zuerst nur Minergie. Und nur mit einem teilisolierten Keller. Die Zertifizierung war kein Problem. Erst nachher schwenkten wir nochmals um auf Minergie-P.
Sind denn GU's die Planer für unsere energetische Zukunft.
Ein GU-Planer der aus dem Holzbau kommt, da wäre ich zuversichtlich.
Ein GU-Planer der immer noch Massivbauweise mit 12 cm EPS-Isolation propagiert würde ich kritisch beurteilen. Das Minimum reicht für die Zukunft nicht.
Es gibt in Deutschland das CEPHEUS. Die haben zum Ziel kostengünstige Passivhäuser zu fördern, resp. Wege aufzuzeigen wie es machbar ist. CEPHEUS - Passivhuser in Europa
Habe das Prüfprotokoll der damaligen Zertifizierung gefunden. Ich habe ein wenig geschummelt (nicht bewusst, es war im 2004). Wir hatten (nachträglich) das ganze UG in den Dämmperimeter einbezogen. Aber nur ein Teil des Kellers wäre beheizt gewesen. Das wurde von Minergie aber geschluckt. Der Grenzwert Minergie war: 42 kWh/m2a, der berechnete Wert für unser Haus 34.6 Kwh/m2a.
Das Haus hat trotzdem noch eine rechte Wärmebrücke. Die war bei Minergie noch grösser. Der Sockel bildete eine lineare WB von 48 Metern!!! Das ist happig.
Die Fenster waren damals noch 2-fach mit U-Wert gesamt von 1.3.
Dachte ich's mir doch: Der Keller liegt im Dämmperimeter.
Trotzdem ein sehr guter Wert.
Wir hatten am Anfang auch noch eine lineare WB beim Sockel. Auf Deinen Rat hin, habe ich die dann, mit relativ kleinen zus. finanz. Mitteln entschärft.
Das mit dem Dämmperimeter habe ich schon in einem vorherigen Post beschrieben. Zuerst ca 2/3. Dann haben wir gewechselt auf 100%-Dämmung des Kellers. Das Problem war, dass wir unbeheizte Kellerräume hatten und unter der Bodenplatte nicht viel Dämmung war. Das gab bei Minergie Anlass zu Kritik. Zudem kamen nochmals 15 MJ/m2 zu unseren Lasten, wegen 2 nicht angegebenen Wärmebrücken. Der Wert wäre nochmals besser geworden, ca 30.4 kWh/m2a
Der Sockel ist bei den meisten ein Problem und wird unterschätzt. Viele Planer finden es schöner, wenn das Haus vom Keller durch einen Rücksprung "getrennt" wird. Mich hat dieser Sch....sockel nahezu 5000 Franken (Gipser Bastelstunden ? gogo) und obendrein fast das Zertifikat.
Ich bin euch allen sehr dankbar für die hilfreichen Hinweise betreffend "Mehrkosten Minergie", beim nächsten Gespräch werde ich meinen GU mit stichhaltigen Argumenten bombardieren können.
@ Pippen, verygood, wellingtonia
Ihr scheint mir allesamt sehr versierte Bauherren zu sein, wäre es möglich, dass ihr mir die Namen (Adressen) von euren Minergie-Planern bekannt geben könnt? Eine PN von euch würde mich freuen...
Der Sockel ist bei den meisten ein Problem und wird unterschätzt. Viele Planer finden es schöner, wenn das Haus vom Keller durch einen Rücksprung "getrennt" wird. Mich hat dieser Sch....sockel nahezu 5000 Franken (Gipser Bastelstunden ? gogo) und obendrein fast das Zertifikat.
Könntest Du einem Laien dazu noch einige konkretere Ausführungen machen? Was ist die energietechnische Besonderheit beim Sockel?
vielfach wird der Sockel beim Bau nicht genügend gut ausgeführt. Ich lege ein ganz rudimentäres PDF bei. Das rötliche ist die Dämmung des Kellers bei unserem Haus. Wir haben den gesamten Keller im Dämmperimeter. Beim Übergang zum EG siehst du einen "Rücksprung". Der U-Wert der Kellerwand gegen Erdreich beträgt ca. 0.09. Im Bereich des Sockels - gegen Aussenluft - beträgt der U-Wert dann nur noch 0.22. Somit hast du eine Wärmebrücke (linear). Zudem kommt, dass dieser Sockel aufwändig geschnitten und verputzt wurde.
..dies erfolgt meist aus optischen Gründen, als Trennung zwischen Erd- und Untergeschoss und ist zudem eine Zwangstropfkante für Regenwasser.
Bei hochgedämmten Häusern allerdings völlig daneben. Zumindst dann, wenn es so wie in Rolfs Skizze, sich noch um eine halbierung der Dämmstoffdicke handelt.