Mit dem Ausbau des Dachgeschosses verlierst Du den "Estrich" und damit "Archivraumraum" (Fasnachtskleider, Militärgerümpel, altes Zeug was man noch nicht weggeben will)
Ich bin in meiner Rechnung von einem vollwertigem Dachgeschoss ausgegangen, also normale Raumhöhe plus Dach. Sonst könnte man beim vierstöckigen Gebäude noch einen Meter abziehen fürs Dach. In der Praxis ist das in kaum einer Gemeinde so möglich, ausser in der MFH-Zone. Meist gibt es ja eine Begrenzung der Wohnfläche im obersten Geschoss. In unserer Gemeinde darf das Dachgeschoss maximal 80% der BGF des darunterliegenden Geschosses haben. Darf aber ein Pultdach mit bis zu 4m Geschosshöhe haben. Es lohnt sich aber trotzdem. Und die automatisch daraus resultierende Dachterrasse auf den verbleibenden 20% BGF gibt's fast gratis dazu /emoticons/default_smile.png.
4-Geschossig (nach Deiner Rechnung) bedeutet kleiner Keller. Reicht das noch für Garage, Technikraum, Waschküche, evtl Bastelraum?
Ja, klar. Neben der geringeren Dachfläche ist vor allem der kleinere Keller der Grund wieso man beim viergeschossigen bauen mehr Wohnfläche gewinnt. Da muss jeder selber wissen ob ihm das reicht oder nicht. Ich persönliche finde, die Keller in der Schweiz sind allesamt viel zu gross. Wer braucht schon 100m² Keller? In unserer jetzigen Wohnung haben wir 12m² und selbst das ist für einen Zwei-Personenhaushalt viel zu viel. Klar ist es nett, wenn man im Keller einen Bastelraum oder ein Partykeller hat. Aber mal ehrlich: Wie oft braucht man den wirklich? Die meiste Zeit vom Jahr ist es im Keller sowieso viel zu kalt. Und im Sommer ist man dann lieber im Garten als im düsteren Keller. Wirklich sinnvoll genutzt werden kann der Keller doch erst, wenn er ausgebaut wird. Aber schlussendlich hat man im Keller nie die Lebensqualität wie in den oberen Geschossen. Kein Kind möchte als einziges im Keller wohnen. Und das Büro im düsteren Keller ist auch alles andere als toll. Ist doch besser, wenn man fürs gleiche Geld ein zusätzliches ausgebautes Zimmer in den Wohngeschossen bekommt.
Bei uns hat in der 80m² Grundfläche eine Doppelgarage, ein Entrée, ein Veloabstellplatz, ein Technik- und ein Lagerraum platz. Mehr nicht. Dafür haben wir in den drei Wohngeschossen insgesamt 7 Zimmer und 3 Nasszellen.
Für unsere Familie ist ein grosser Wohn-Essraum der "Lebensmittelpunkt". Hier findet das "Zusammensein" statt. Persönlich schätze ich einen grösseren Wohnraum - und schränke mich dafür in der Zimmergrösse etwas ein.
Da bin ich auch voll und ganz deiner Meinung. Auf 80m² Geschossfläche kann man aber ziemlich grosszügige Wohnräume realisieren. Bei grösseren Geschossen ist ja häufig einfach noch ein Büro- oder Gästezimmer neben dem Wohnzimmer. Das geht dann halt nicht mehr. Das muss dann in eines der anderen beiden Geschosse verlagert werden - was aber nicht wirklich ein Nachteil ist. Oder hast du bei dir tatsächlich 100m² nur Wohn-/Esszimmer und Küche?
Hoch bedeutet "stabiler" bauen (Statik) - tendenziell daher teurer - dafür weniger "Grundflächenbedarf" (Parzellengrösse)
Ich habe mich bei meinen Ausführungen mal rein auf die Berechnung der SIA-116-Norm gestützt. Im Endeffekt spielen sicher noch weitere Faktoren eine Rolle. Aber kleinere Geschosse bedeuten auch, dass z.B. die Decken geringere Aussenwand-zu-Aussenwand-Distanzen überbrücken müssen. Das heisst, sie können etwas dünner ausfallen und Aushub braucht man auch weniger. Im Endeffekt macht es vermutlich kostenmässig nicht wirklich einen Unterschied, weshalb die SIA-Norm die Anzahl Geschosse ja auch nicht berücksichtigt.
Aber über die zusätzliche Gartenfläche freut sich bestimmt jeder /emoticons/default_smile.png.