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Mammutblatt - Gunnera

0Antworten141Aufrufevon Redaktion · 23. November 2016letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge23. November 2016
    Allgemeines


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wer einmal vor solch einer Pflanze steht ist überwältigt! Die grössten Blätter die die Pflanzenwelt hervor gebracht hat. Vor allem in Südamerika, aber auch in Afrika, Madagaskar und Australien gibt es etwa 70 Arten, darunter auch echte Zwerge wie Gunnera albocarpa, eine neuseeländische Art mit nur 2 cm langen Blättern. Das Mammutblatt (Gunnera manicata) kann ohne weiteres 2 Meter hohe und ebenso viel durchmessende Blätter treiben. Dazu reicht ihm ein Sommer, denn die riesigen Blätter sterben im Herbst ab. Die dicken, Blütenstände bleiben in der Länge weit zurück, sind aber nicht weniger imponierend. Wegen seiner Grösse trägt das Mammutblatt in seiner Heimat den Namen «Sonnenschirm des armen Mannes» (Sombrilla de povre). Bei uns wird es auch wegen gewisser Ähnlichkeiten als «Riesen-Rhabarber» bezeichnet. Da es einen sehr grossen Platzbedarf hat, wird es vorwiegend in Parkanlagen und botanischen Gärten gezeigt.[/COLOR]



    Nicht nur für Kinder sind die Mammutblätter eine Ereignis. Wo kann man sich sonst schon bei Regen unter Rhabarberblätter stellen?


    Standort


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das Mammutblatt braucht einen feuchten Boden, aus dem es problemlos auch im Hochsommer die gewaltigen Mengen an Wasser aufnehmen kann, dass es zum Wachstum und zur Blüten benötigt. Der Boden muss tiefgründig, nährstoff- und humusreich sein. Es eignet sich sowohl ein sonniger, als auch ein halbschattiger Ort. Wichtig ist es, der Pflanze genügend Platz für ein ungestörtes Wachstum zu geben. Ideal ist also ein Platz in der Nähe eines Baches oder Teiches mit feuchter Uferregion. Auf Balkon und Terrasse kann es in einem Topf gezogen werden. Da wird es nun besser in einem kalten Raum überwintert. Dieser kann auch dunkel sein, da ja im Winter keine Blätter vorhanden sind.[/COLOR]



    Der aussergewöhnliche Blütenstand sieht einem riesigen Staubwedel ähnlich, wird bis zu 30 cm im Durchmesser und oft 80 cm lang.


    Pflege und Rückschnitt


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Weil das Mammutblatt bei uns nicht ganz winterhart ist, benötig es einen ausgezeichneten Frostschutz. Dieser ist aber recht einfach herzustellen, sofern Wind und Wetter nichts dagegen haben. Im Herbst vor den ersten Frösten werden die Blätter bis zum Boden weggeschnitten. Nun bringt man über den Wurzelbereich eine dicke Schicht Laub auf. Am besten eignet sich trockenes Buchenlaub. Dieses wird nun mit den grossen, abgeschnittenen Mammutblättern zugedeckt, sodass es darunter trocken bleibt. Auch Tannäste sind geeignet. Wichtig ist, dass das Laub nicht «vom Winde verweht» wird. Im Frühling darf wieder ausgepackt werden, aber nicht zu früh, denn die Jungblätter sind sehr spätfrostgefährdet. Die Eisheiligen Mitte Mai wären also der richtige Termin. Die Pflanze sollte bei Austrieb gut gedüngt werden.[/COLOR]



    Die riesigen Blätter des Mammutblatts stehen an langen, bestachelten Stielen. Sie bilden sicher ein gutes Regendach. In ihrer Heimat bezeichnet man sie darum auch als „Schirm des armen Mannes“.


    Sorten und Arten


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Neben dem erwähnten Mammutblatt (Gunnera manicata) ist im Handel auch noch Gunnera tinctoria erhältlich, welche unter guten Bedingungen ebenfalls bis 2 Meter hoch werden kann. Von speziellen Sorten ist uns in Europa nichts bekannt, dies könnte aber in den Heimatländern durchaus möglich sein. Die Blüten erscheinen, wenn überhaupt im September. In Chile werden die Stängel von G. manicata als «Nalcas» oder «Pangue» gegessen. In wärmeren Ländern Südeuropas kann die Pflanze invasiv auftreten und feuchte Gebiete überwuchern. Sogar an der Westküste Irlands ist sie als sehr aggressiv in Erscheinung getreten![/COLOR]



    Auffallend ist das pelzig aussehende Zentrum de Pflanzen. Diese fein gefiederten Nebenblätter dienen als Schutz für die regelmässig erscheinenden Jungblätter und als leichter Winterschutz.



    Ideal ist ein Platz in der Nähe eines Baches oder Teiches mit feuchter Uferregion.

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