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Leben mit nassen Füssen

0Antworten242Aufrufevon Redaktion · 22. Februar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge22. Februar 2017


    Die Sibirische Iris gehört zu den Schönsten alle Sumpfpflanzen.

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Zu den wichtigsten und vielfältigsten Lebensräumen unserer Natur zählen Randbezirke von Gewässern wie Seen, Teiche und Bäche. Viele dieser Zonen haben mit stark wechselndem Wasserstand zu kämpfen. Nicht jeder Pflanzen ist es gegeben, im Frühling bei Hochwasser wochenlang mit den Füssen im Wasser zu stehen, dafür aber im Hochsommer nur dank langer Wurzeln ins Grundwasser, die Trockenperiode zu überdauern.[/COLOR]



    Mit Kanonenputzern muss man vorsichtig sein.


    Bepflanzung planen


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Und trotzdem haben viele interessante Pflanzen Anpassungen entwickelt, diese Lebensräume zu besiedeln. Da der Konkurrenzdruck in Feuchtgebieten nicht so gross ist, wie auf normalem Humusland, hat sich dies für die Pflanzen aber gelohnt. Oft können einige Arten grössere Bestände bilden, als ihnen das anderenorts möglich wäre. Allen voran wäre hier das einheimische Schilf (Phragmites communis) zu nennen, welches überall entlang grosser Seen, naturbelassener Fliessgewässer und feuchter Wiesen in dichten Flächen wächst. Seine Wuchskraft ist im Hausgarten aber meistens nicht willkommen: Seine spitzen Ausläufer sind sogar fähig Teichfolien zu durchdringen und ins umgebende Erdreich zu wuchern. Schilf sollte also, vielleicht mit Ausnahme seiner buntblättrigen Form die weniger wuchert, am [/COLOR]Gartenteich[COLOR= rgb(0, 0, 0)] nicht gesetzt werden. Aber wir haben ja glücklicherweise genügend anderes zur Auswahl. Die Bepflanzung rund um den Teich will also geplant sein.[/COLOR]



    Das Freiwasser ist den Seerosen vorbehalten.


    Wasserstände beachten


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Es gibt Pflanzen die mit den wechselnden Wasserständen problemlos zurecht kommen. Mit Bereichen von über 50 cm Tiefe kommen aber eher wenige zurecht. Dazu gehören die Kanonenputzer (Typha) deren Ausläufer auch tiefere Regionen erobern. Die Teichsimsen (Scirpus) und der Tannwedel (Hippuris) sind ebenfalls Eroberer, die eher in Grenzen gehalten werden müssen. [/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ansonsten bleibt die Wassertiefe den [/COLOR]Seerosen[COLOR= rgb(0, 0, 0)] und anderen Schwimmblattpflanzen vorbehalten. Auch einige „Freelancer“ wie die Krebsschere, Wasserlinse oder der “fleischfressende“ Wasserschlauch haben das Tiefwasser erobert und leben dort als Unterwasser- oder Schwimmpflanzen.[/COLOR]
     



    Die Dotterblume ist die erste Blüherin am Teich. Sie darf sich überall ein Plätzchen erobern.


    Was blüht den da?


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Der Bereich, welcher im Frühling oft 10-20 cm überflutet ist, dafür im Sommer gut feucht bleibt ist den Blühenden vorbehalten. Hier öffnen die Dotterblumen (Caltha) früh ihre goldigen Butterblumen. Unterstützt werden sie von blauem Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis), roten Etagenprimeln (Primula japonica) und den schneeweissen Blütenständen des Fieberklees (Menyanthes). Im Frühsommer werden diese abgelöst von mystisch blauen [/COLOR]Sumpfiris[COLOR= rgb(0, 0, 0)] (Iris sibrica), leuchtend gelben Schwertlilien (Iris pseudacorus) und den wie Hyazinthen gestalteten Blüten des Hechtkrautes (Pontederia). Grosszügig schiebt das Pfeilkraut (Sagittaria) seine markanten Blätter ans Sonnenlicht und lässt auch noch genügend Platz für den Froschlöffel (Alisma) mit seinen weissen Blütenschleiern, den hübschen gelben Pomponblütchen des Goldweiderichs (Lysimachia) und den prächtigen rosa Blütendolden der Schwanenblume (Butomus).[/COLOR]



    Ist der Wassergarten im Einklang, so sind Algen kein grosses Problem.


    Sonne über alles


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Für eine reiche Blüte brauchen alles Sumpf- und Wasserpflanzen viel Licht und Sonne. Platzieren Sie darum Ihren Teich an einem Sonnenplatz in Ihrem Garten. Der reichere Blütenflor wird es Ihnen danken. Sonnenlicht und warmes Wasser führt zu vermehrtem Algenwuchs. Achten Sie darum darauf, dass aus umliegendem Gelände kein Dünger eingeschwemmt werden kann. Auch ist es wichtig, absterbende Pflanzenteile vor allem im Herbst (Blätter, Äste, Laub) nicht im Wasser verrotten zu lassen. Auch en hoher Bestand an Fischen führt zu Algenblüte. Vergessen Sie aber nicht, dass [/COLOR]Algen[COLOR= rgb(0, 0, 0)] en wichtiger Bestandteil des natürlichen Kreislaufes sind. Ein Herausfischen oder Abschöpfen reicht meistens vollkommen aus um sie in Zaum zu halten. Vermeiden Sie chemische Mittel, die oft auch andere Pflanzen und Tiere schädigen.[/COLOR]



    Attraktive Blätter des Froschlöffels.



    Frösche nutzen Schwimmblätter als Sonnenplatz.



    Solcher Algenwuchs muss entfernt werden, bevor er die anderen Pflanzen schädigt.

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