Wir Architekten sind sicher zu einem rechten Teil auch gute Psychologen und vermögen die Bedürfnisse unserer Bauherren recht schnell zu erfassen.
Aber Ihre Anfrage ist doch eher mehr an Mike Shiva zu richten, denn Hellseher kenne ich nun trotz gutem beruflichen Netzwerk keinen in meiner Gilde.
Also etwas mehr Angaben wären dann schon vonnöten.... Und, wenn schon Berechnungen durchgespielt worden sind, könnte man ja diese hier hochladen.......
nur noch zur anmerkung... mit 650/m3 liegt parkett und keramikplatten dann eher nicht drin.. vorallem wenn man 3 stockwerke beheizt hat und komplett ca. 4 badezimmer benoetigt und 3 kuechen.. oder wie sehen das andere?
noch zur info: komplett erschlossen heisst, dass die leitungen irgendwo in der strasse sind. das oeffnen der strasse und der graben inkl. allen leitungen zum haus muss bezahlt werden und dies ist ein grosser teil der arbeitsgattung erschliessung.
Falls jemand ein ähnliches Projekt realisieren konnte wäre ich froh um ein paar Eckdaten
Lieber Flühmast
Was Du brauchst ist einen Architekturkollegen, der Dir seine PDF-Sammlung mit eBKP-H Daten zugänglich macht.
Da hast Du für die wichtigsten Bauelemente (Makroelemente) eine Kostenschätzung, wobei die eher für eine MFH als für ein EFH gilt.
Die gehen von C1: Arbeitsgerüste über D0 : Baugrubenaushub oder E5.1 Holzfenster bis hin zu M3.3 Klebeparkett, M7: Haushaltküche oder M6.1 Tablarschränke. Die wichtigsten Dinge hast Du drin. Und zwar eben _nicht_ als Leistungsverzeichnis mit supervielen Unterpunkten, sondern als Elemente.
Und wie das Büsi richtigerweise schreibt. An alle Gebühren, Anschlüsse, usw auch noch denken. Das dürfte das schwierigste sein: Wie stellst Du sicher, dass Du wirklich an alles gedacht hast? Ich meine, Dinge, an die Du nicht denkst, kannst Du weder schätzen noch hier im Forum fragen.
Darum als Ergänzung. Lass Dir von einem Architekturkollegen (oder einem Kollegen, der gebaut hat) das XLS-Sheet geben mit den (möglichst vollständigen) BKP-Nummern und KV. Dann hast Du immerhin einen Ansatz, welcher Anteil an Dingen, mit denen Du Dich nicht auskennst wieveil kosten könnte (Ich würde dann Prozent der Bausumme nehmen und proportional zur Kubatur des Baus rechnen.)
Soviel als Hinweis.
a) Falls Du irgendwelche Sammlung eBKP-H, die alte EKG, oder sonst Daten für eine Makroelementkostenshcätzung organisieren kannst: Bittebitte hier einstellen. Ich wäre dankbarer abnehmer, notfalls auch als PM.
Ich möchte Dir ja nicht zu Nahe treten. Aber, wieso hast Du das Gefühl, dass Du den ersten Wurf selber besser hinkriegst als ein Fachmann (oder eine Fachfrau)?
Ich staune immer wieder! Wie im Beruf als Fussballtrainer haben alle Laien das Gefühl, dass sie besser Bescheid wissen. Gut, wenn man so schaut, was in der Gegend herumsteht......
Aber, ich würde es mir nie anmassen eine Elektroinstallation selber zu machen, dafür gibt es ja Fachleute!
Einzelne Kosten aus einer XLS-Tabelle, welche ich irgednwo - Internet sei gelobt - gefunden habe. Man frage mich nicht nach dem Link, den habe ich (leider!) nicht mehr. (Anmerkung. Das Forum weigert sich von mir XLS anzunehmen. Sorry. Kann es nicht hochladen «Fehler Du hast keine Berechtigung, diese Art von Dateien hochzuladen» Aber sonst google mal nach cc-d-05.05.02-2.xls)
WARNUNG.
Die Preise sind schon okay, aber... alles was Du vergisst, kostet dann trotzdem.
Die Preise sind für professionelle MFH Bauer. EFH Preise sind etwas anders. Vgl. z.B. Küchenpreise.
Die eigen Entwürfe mögen ja nett sein - Urs T schreibt es schon richtig - professionelle Ideen haben aber dann schon ihren Wert. Und darum auch ihren Preis.
Um es ganz deutlich zu sagen:
Eigene Entwürfe sind super, damit Du Dir überlegen kannst, was Du eigentlich gerne hättest. Zum "Schwanger werden" mit dem Projekt: Vorfreude, Ideen, gedankliche Beschäftigung.
Aber. je mehr Du da hineinlegst, desto grösser das Enttäuschungspotenzial, wenn Dir der Profi dann erzählen muss, dass z.B. 8 Zimmer schon super sind, aber... mit der Grösse halt vielleicht nicht zu gebrauchen... und darum 3 Zimmer angemessener wären.
Noch übler wirds mit der Kostenschätzung. Du darfst gerne das Forum durchsuchen, wie weit Profis danebenliegen können. (dass wohl hier und da Absicht dahinter stecken könnte, ist natürlich reine Vermutung, aber item.) Wenn Du den Aushub vergisst, liegst Du schnell 50'000 daneben. Es gibt genügend zum nicht dran denken.
Und da ist das Forum dann wieder super. wenn Du gelesen hast, wo bei allen anderen Mehrpreise entstanden sind, kannst Du Deinen Profi kritisch hinterfragen. Was durchaus angebracht ist: Der Profi verdient auch mehr, wenn Du mehr ausgibst, d.h. wenn es mehr kostet.
Ein «Profi» heisst so, weil es seine Profession ist. Das heisst, weil er seinen Unterhalt damit verdient. Das heisst zwar, dass er genügend gut drin ist, damit es reicht um etwas zu beissen zu haben, meist heisst es auch, dass er eine entsprechende Ausbildung gemacht hat. Es heisst aber nicht, dass er Superman ist. Einen richtigen guten Profi finden ist schwierig. Nur weil einer Profi ist, heisst es ja noch nicht, dass er alles richtig verstanden hat. (... z.B. auch wenn die Profis im Liebe-machen ihr Handwerk sicher gut verstehen, zweifle ich trotzdem, dass sie die Liebe richtig verstanden haben...)
Wie viel Wohnfläche kann auf dem Grundstück überhaupt realisiert werden?
Soll heissen, ob die geplanten 360m2 machbar sind?
Weiter stellt sich die Frage, ob im UG 2 Wohnungen realisierbar sind, inkl. Technik, Keller, Waschen, Trocknen, usw.
Ich würde vorschlagen, du machst dir zuerst diese grundlegenden Gedanken und erstellst daraus erste Grundrissüberlegungen. Sobald diese vorliegen können anhand der Grundrisse auch die Kosten abgeschätzt werden.
Weiter ist auch die Gegenfrage zu stellen, wie deine finanzielle Situation ausschaut? Wie viel kannst du für den Neubau ausgeben? Wo ist dein Limit?