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Kakteen - Cactaceae

0Antworten151Aufrufevon Redaktion · 28. November 2016letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge28. November 2016
    Herkunft


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Botanisch gesehen handelt es sich bei Kakteen um sukkulente, ausdauernde Sträucher, seltener um Bäume, die sich an besondere Klima- und Bodensituationen angepasst haben. Die Pflanzenfamilie umfasst etwa 100 bis 130 Gattungen mit 1500 bis 1800 Arten. Fast alle verfügen über einen Stamm mit stark angeschwollenen Sprossachsen, einige Arten sind auch mit Wurzelknollen ausgestattet. Sie alle vermögen darin Wasser zu speichern, viel mehr als es bei anderen Pflanzen üblich ist. So überdauern sie längere Trockenperioden problemlos. Einige sind winterhart, vertragen jedoch kaum Winternässe. Der grosse Teil verträgt jedoch kaum Minustemperaturen. Erkundigen Sie sich beim Kauf unbedingt danach. Ihre Heimat ist mit einer Ausnahme der amerikanische Kontinent, wo sie vom südlichen Kanada bis nach Patagonien verbreitet sind. Die grösste Kakteenvielfalt ist jedoch in Mexiko zu finden. Hier hatte bei den Azteken vor allem der als ‘Schwiegermuttersessel‘ bekannte Kaktus eine grosse rituelle Bedeutung, denn mit ihm wurden Menschen geopfert. Kakteen gedeihen in sehr unterschiedlichen Klimaverhältnissen. In Tiefebenen bis Hochgebirgen, von tropischen Regenwäldern über Steppen und Halbwüste bis hin zu Trockenwüsten. Wichtigste Voraussetzung dabei ist, dass ihnen das zum Überleben notwendige Wasser nicht andauernd zu Verfügung steht und daher die Pflanzen längere Trockenperioden überstehen müssen. Kakteen können unterschiedlich gross werden. Die grösste Art, Carnegiea gigantea, wird bis zu 15 Meter hoch, die kleinste, Blossfeldia liliputana, bildet hingegen maximal 1 cm dicke, flachkugelige Körper. Einige Arten wachsen äusserst langsam, andere bringen Zuwächse von mehr als 1 Meter pro Jahr. Was die Lebensdauer anbelangt, sind auch hier starke Unterschiede zu verzeichnen. Besonders langsam wachsende, gross werdende Arten können gut und gerne bis zu 200 Jahre alt werden. Sie sind vielfach auch erst im hohen Alter blühfähig. Arten, die relativ schnell wachsen, blühen hingegen oft früher, und ihre Lebensdauer ist zudem kürzer. In Kultur und bei guter Pflege ist es jedoch häufig die Regel, dass die Pflanzen älter als ihre Besitzer werden. Kommt es zur Blüte, zeigen sich diese meist einzeln, gelegentlich auch im kleinen Gruppen. Ihre Durchmesser variieren je nach Art von 2,5 mm bis 30 cm, und das Farbenspektrum reicht von Weiss über Gelb, Orange, Rot, Rosa bis hin zu Violett. Einige bringen essbare Früchte hervor, wie beispielsweise der Feigenkaktus oder Kaktusfeige (Opuntia ficus-india).[/COLOR]


    Pflanzen für ein ganzes Leben


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bei den Kakteen ist es fast wie bei den Rosen, entweder man mag sie, oder man mag sie nicht. Grund dafür sind die oft lästigen Dornen, nicht zu verwechseln mit den Stacheln der Rosen. Rosenstacheln lassen sich noch relativ gut entfernen, hingegen benötigt man oft Lupe und Pinzette, ist man mit einem Kaktus in Berührung gekommen. Betrachtet man diese Pflanzenfamilie jedoch etwas genauer, entdeckt man interessante Arten, die bei guter Pflege ebenso traumhaft schöne Blüten hervorbringen, wie dies bei den Rosen der Fall ist.[/COLOR]




    Standort


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Kakteen benötigen unbedingt einen sonnigen Standort. Im Sommer vorzugsweise draussen, im Winter vorzugsweise in einem Gewächshaus oder auf der Fensterbank.[/COLOR]


    Das Umtopfen


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Kakteen werden alle zwei bis drei Jahre umgetopft, dies am besten im Frühjahr nach der Blüte, jedoch bis spätestens Mitte September. Als Pflanzgefässe eignen sich besonders gut Plastiktöpfe, da in ihnen die Erde weniger schnell abtrocknet, als es bei Tontöpfen der Fall ist. Zudem verankern sich die Wurzeln nicht in den Topfwänden. Der neue Topf sollte einen bis maximal zwei Zentimeter grösser sein. Als erstes wird die Pflanze durch Klopfen vorsichtig aus dem Topf und die Erde mit Hilfe von Wasser aus den Wurzeln gelöst. Anschliessend geht es ans Eintopfen. Besonders wichtig ist die Verwendung einer Kakteenerde. [/COLOR]




    Das Giessen


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Gegossen werden Kakteen erst, wenn der Wurzelballen vollständig ausgetrocknet ist. Dies am besten mit temperiertem Regenwasser oder ebenfalls temperiertem, abgestandenem Boilerwasser. Vermeiden Sie es dabei, den Wurzelhals zu benetzen, denn dieser ist besonders anfällig auf Fäulnis.[/COLOR]


    Die Düngung


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wie jede andere Pflanze benötigen auch Kakteen Nahrung. Im Fachhandel sind spezielle Kakteendünger erhältlich, die auf die besonderen Bedürfnisse dieser Pflanzengattung angepasst sind. Gedüngt wird von Ende April bis Mitte August (unbedingt Dosierangaben auf der Packungsbeilage beachten). Bei neu getopften Pflanzen erübrigt sich im ersten Jahr die Düngung, da in der Erde genügend Nährstoffe vorhanden sind.[/COLOR]



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