Architektur Jud. Seine Referenzliste ist lang und die anrufe waren bisher alle positiv. Wir haben den GU-Vertrag bekommen und festgestellt dass die Sicherheit der Zahlungen an den U nicht gewährleistet ist. Wir haben darauf folgende Varianten vorgeschlagen: Fertigstellungsgarantie oder Zahlungskontrolle. Beide varianten lehnt er ab.
Seine Begründung:
Es wurde bisher in seiner Laufbahn nie eine Zahlungskontrolle verlangt. Es reiche ein sogenanntes GU-Konto wodurch die Bank die Zahlungen überwachen würde. Dazu komme die Tranchenzahlung in etwa 5 Teilen.
Die SGKB meint wir können beruhigt sein, da nur Generalunternehmer GU- Kontos eröffnen könnten die eingehend geprüft wurden und entsprechende Referenzen vorzeigen könnten. Dazu komme noch die Prüfung der Rechnungen vor der Zahlungsfreigabe.
Fragen:
Habt ihr Erfahrung mit GU-Kontos, bzw mit dieser Regelung?
Bei uns ist/war das auch so mit Tranchenzahlungen und Zahlungen auf das GU-Konto. Gemäss Bank kein problem.
Aber wenn Du gewisse Vorkomnisse gerade der letzten Monate liest kann allerhand passieren. Der GU kann unvorhersehbar in finanzielle Schwierigkeiten geraten und dann bist Du es der bluten wird. Eigentlich sollte es auch im Interesse der Bank sein wenn Ihr einen Bautreuhänder einschaltet.
Wir sind auch bei der KB, allerdings eines anderen Kantones. Ich schicke die Rechnungen des GU einfach an die Bank und diese überweist den Betrag aufs GU-Konto. Die Bank prüft da kaum und vor allem musste ich noch nie eine Freigabe unterzeichnen oder offiziellen Auftrag machen.
lange Referenzlisten sind schön, aber seien wir ehrlich er wird da eh nur "gute" Referenzen drauf haben. Versuche über das Grundbuch an die Adressen von Kunden ranzukommen die erst vor kurzem mit ihm gebaut haben und die er (noch) nicht als Referenzen angegeben hat. Einige Kantone haben die Grundbuch-Publikationen online im Internet und wenn Du die Adresse/Parzellennummer kennst kannst Du die Besitzer ausfindig machen. Dies habe ich bei uns auch so gemacht. Und Bauherren die aktuell mit ihm am bauen sind werden Dir wohl am ehesten ehrliche Auskunft geben, da Ihnen Probleme noch sehr geläufig sind.
Sicher ist nur der Tod und der kostet das Leben...
Was ich nicht verstehe, die Firma heisst Architektur xyz, warum können sie dann nicht wie bei einem Architektenbau die Rechnungen der Handwerker vorlegen?
Niemand will der Firma ihr Honorar streitig machen, schliesslich müssen Architektur- und Bauleitungs-Leistungen in jedem Fall bezahlt werden.
Ich verstehe auch nicht, warum diese Firma das GU-Risiko auf sich nimmt wenn man genauso mit Architektur-Vertrag bauen kann.
Ich wäre grundsätzlich gegenüber Architekturbüros, die auch als GU auftreten, skeptisch. Das ist in den letzten Jahren mit dem Bauboom sehr in Mode gekommen. Tatsache ist aber: ein GU braucht relativ grosse Liquiditätsreserven, da er meist gegenüber den Handwerkern in Vorleistung tritt und bspw. auch für die eigenen Mitarbeiter und sich selbst den Lohn für mehrere Monate vorschiesst. Die Bezahlung des Bauherren erfolgt erst nachträglich oder in Raten, d.h. mit relativ grosser zeitlicher Verzögerung. Das verlangt eine aufwendige und penibel geführte Liquiditätsplanung, da bspw. Pannen, Garantiefälle, verzögerte Zahlung durch Kunden, ein misslungenes Grossprojekt, etc. relativ schnell zu Liquiditätsproblemen und damit zum Konkurs führen können. Gerade kleineren "GU" fehlt es hier mit Sicherheit oft am notwendigen know-how und auch schlicht an der Zeit, dies zu tun, geschweige denn am Kapital um das Risiko wirklich tragen zu können. Solange alles rund läuft, kein Problem. Aber...
Nach den Geschichten, die man in letzter Zeit hier im Forum bspw. über die Wohler Generalbau gelesen hat, würde ich heute bei der Zusammenarbeit mit einer GU nur noch Zahlung via Treuhänder vereinbaren. Banken bieten diese Dienstleistung auch an. Hätte - wenn ich mich recht erinnere - bei uns etwa 3000.-- gekostet. Damit erfolgt keine Zahlung mehr direkt an den GU sondern dieser muss die Handwerker-Rechnungen dem Treuhänder einreichen, welcher die Bezahlung freigibt.
Lehnt ein Unternehmer diese Vorgehensweise kategorisch ab, obwohl ich als Bauherr die Kosten dafür trage, wäre er mir sowieso sofort suspekt und käme nicht mehr in Frage.
Die Verprechungen der Bank sind nichts Wert, solange diese nicht schriftlich bestätigt sind. Ich habe heute als erstes die Bank um eine schriftliche GU- Erklärung gebeten. Inhalt sinngemäss:
"Alle Einzahlungen auf das GU-Konto werden einzig für unser Bauvorhaben verwendet. Alle Zahlungsaufträge werden von GU und Bauherr gegengezeichnet und von der Bank überprüft."
Mal sehen wie weitergeht...../emoticons/default_additional/81.gif
Das allermindeste was ihr an Sicherheit verlangen müsst ist eine Bautreuhandvertrag, den die Bank ausstellt und der GU, der Bauherr und die Bank unterschreiben müssen.
Eine zahlung bei bauübergabe sollte bei einer GU Lösung eigentlich möglich sein. Der GU Preis wird sich um die Finanzierungskosten des GU's (in der Regel ein wenig höher als die eigene Baufinanzierung) erhöhen und Ihr habt dem GU ein unwiederrufliches Zahlungsversprechen per Übergabedatum abzugeben. So liegt das Geld sicher auf Eurer Bank und auch die GU hat Ihre notwendige Sicherheit.
Tatsache ist aber: ein GU braucht relativ grosse Liquiditätsreserven, da er meist gegenüber den Handwerkern in Vorleistung tritt und bspw. auch für die eigenen Mitarbeiter und sich selbst den Lohn für mehrere Monate vorschiesst. Die Bezahlung des Bauherren erfolgt erst nachträglich oder in Raten, d.h. mit relativ grosser zeitlicher Verzögerung. Das verlangt eine aufwendige und penibel geführte Liquiditätsplanung, da bspw. Pannen, Garantiefälle, verzögerte Zahlung durch Kunden, ein misslungenes Grossprojekt, etc. relativ schnell zu Liquiditätsproblemen und damit zum Konkurs führen können.
Meist ist die "Tatsache" aber etwas anders! So zahlt der Bauherr eine Tranche im Voraus auf das GU Konto, sodass die Handwerker und Lieferanten mit diesem Geld bezahlt werden. Natürlich krallt sich der GU davon auch was für seine Löhne, die er ja auch nicht im Voraus zu bezahlen hat. Dadurch braucht er keine grossen eigenen Mittel und die Planung richtet sich nach den Zahlungslisten und Materialbeschaffung.
Grüess von den Rennmäusen
PS : @hgp-mg - schmeiss den pentranten Link weg, sonst läufst Du Gefahr hier rauszufliegen /emoticons/default_rolleyes.gif
ich als Betroffene in so einem GU-Skandal würde wohl nie wieder mit einem bauen. Und schon gar nicht wenn er gewisse Massnahmen nicht akzeptiert.
Ich kann aus unserer Erfahrung (welche uns fast 300'000.- kostet) folgendes sagen:
Unser GU hatte einen tollen Ruf, lauter positive Referenzen und vorallem eine blütenreine Weste was heisst: keine Betreibungen, positive Bankauskunft, löbliche Auskunft bei der Gemeinde usw usw.
Er ist ohne eine einzige Betreibung mit mehreren Millionen Schulden in den Konkurs gegangen. All die netten Leute die uns schöne Zusicherungen gegeben haben, konnten wir leider für unseren Schaden nicht belangen....
Bei uns waren auch Tranchenzahlungen abgemacht. Was wir nicht bemerkt/gewusst haben, ist, dass das Haus sozusagen im Rohbau schon fast fertigbezahlt wird (bis auf läppische
20'000) und dass es möglich ist, dass der GU Rechungen nicht bezahlt und wir Monate lang nichts davon erfahren. Ein nächstes Mal würden wir auf jeden Fall detaillierte Abmachungen treffen was alles sonst noch fertig gestellt werden muss.
Bei uns war zB eine Rate nach "Einbau der Fenster" fällig und die nächste "nach Unterlagsböden". Zwischen den beiden "Ereignissen" wurde aber sonst nichts gemacht....
Wir waren viel zu Gutgläubig und nebst dem vielen Geld was und das kostet bezahlen wir auch mit unmengen an Tränen, den ständigen schlaflosen Nächte, den Zunkunftsängsten dafür.
Seit einfach vorsichtig und lasst Euch nicht abspeisen mit Sachen wie : "das ist so üblich" oder "hat noch nie jemand verlangt".