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Inselhaube und Abluftkanal, Material, Form ?

7Antworten7’846Aufrufevon rennmäuse · 22. Oktober 2007letzter Beitrag vor 19 Jahren
  1. rennmäuse465 Beiträge22. Oktober 2007
    Hallo Zusammen,

    Wir sind etwas konfus, was in Bezug auf den Abluftkanal Sache ist. Fakt ist, dass wir eine Inselhaube haben und der Kanal in der Decke zur Ausenwand etwa 3m lang sein wird. Der Durchmesser des Abluftrohrs in der Haube beträgt die für die Grösse üblichen 150mm. Da nun der Bau beginnt muss der Küchebauer den Kanal asap dem Bauleiter liefern, da dieser in die Decke einbetoniert wird.

    Nun will unser Küchenbauer lediglich ein 90° Winkel und 150mm Rohre mit Abluftgitter aus Kusstoff liefern. Das Reiche völlig und sei besser als ein Rechteckkanal. Von der Flusseigenschaft mag er ja Recht haben, aber unser Bauleiter meint, dass bei der Bauweise des Hauses diese günstigen Plastik-Rohre der Einbetonierung nicht Stand halten. Er empfiehlt die rechteckigen, verzinkten Stahlblechkanäle, mit welchem er noch nie Probleme hatte. Er weiss aber von Fällen, bei denen runde Plastikrohre die Einbetonierung nicht überstanden hätten.

    Was meint Ihr dazu? Plastik-Rohre für die Abluft in der Decke ein grosses Risiko ? Ein solcher Kanal kommt von WESCO auf 650.- oder von V-ZUG auf etwa 520.- gegenüber den um die 70 Euro Plastikrohren.

    Viele Grüsse

    Die Rennmäuse

  2. Arcuos2’160 Beiträge22. Oktober 2007
    Hallo,

    wir haben ganz viele grosse Kaiser-Downlight-Dosen (aus Kunststoff) in der Decke eingelassen (45 Stk.). Diese wurden direkt auf die Schalungsbretter 'runtergenagelt... mit denen gab es keine Probleme.

    Bei einem Rohr, welches rundum einbetoniert wird, wäre ich jedoch auch sehr skeptisch, da der Beton drumrum verdichtet werden muss und dies zu einer grösseren Belasung kommt...

    Unsere hausseitigen, eingelegten Abzugsrohre sind alle aus Metall. Von daher würde ich Metall vorziehen - ich weiss aber nicht wie so ein Kunststoffrohr ausgelegt ist... wenn dies dafür vorgesehen ist.../emoticons/default_confused.png

    Am besten Du lässt es Dir schriftlich garantieren. Nur wird es wenig nützen, da Du die Betondecke im worst case wohl kaum wieder aufreissen willst.../emoticons/default_wink.png

    Von daher würde ich auf ein rundes Metallrohr bestehen - sicher ist sicher (ein rechteckiger Metallkanal dürfte hingegen weniger stabil sein als ein rundes aus Plastik...)

    Grüssle

    PS. Wir werden einen Wesco-Aufputzkanal für den Abzug haben - damit hat sich für uns diese Problematik nicht gestellt.../emoticons/default_biggrin.png

  3. AxDobi79 Beiträge24. Oktober 2007 · bearbeitet
    Hallo rennmäuse

    Bei einem Rohr, welches rundum einbetoniert wird, wäre ich jedoch auch sehr skeptisch, da der Beton drumrum verdichtet werden muss und dies zu einer grösseren Belasung kommt...
    ...sehe ich auch so. Das Problem besteht vorallem darin, dass während dem verdichten die 'Betonierer' auf den Kanälen herumtreten. Ist der Kanal aus hartem Kunststoff kann er bei dieser rohen Behandlung leicht kaputt gehen...
    Unser Kanal ist aus Metall, siehe Bild Abluftrohr, bei dem auch die sorgfältige 'Behandlung' der Elektrorohre zu sehen ist (Beachte den Balken).

    Bei uns hatte damals die Bauführung den Kanal fast vergessen, konnte aber noch kurz vor dem Betonieren ein Rohr auftreiben (zum Glück). Das

  4. Mirella1’252 Beiträge24. Oktober 2007
    ...sehe ich auch so. Das Problem besteht vorallem darin, dass während dem verdichten die 'Betonierer' auf den Kanälen herumtreten. Ist der Kanal aus hartem Kunststoff kann er bei dieser rohen Behandlung leicht kaputt gehen...
    Warum eigentlich? Soviel ich weiss, werden doch auch für Abwasserleitungen Kunstoffrohre verwendet, oder? Und die sind doch auch im Boden einbetoniert. /emoticons/default_confused.png

    Mirella /emoticons/default_smile.png

  5. Arcuos2’160 Beiträge24. Oktober 2007
    Warum eigentlich? Soviel ich weiss, werden doch auch für Abwasserleitungen Kunstoffrohre verwendet, oder? Und die sind doch auch im Boden einbetoniert. /emoticons/default_confused.png

    Mirella /emoticons/default_smile.png
    Hallo Mirella,
    die Sanitärrohre werden aber in der Regel in sog. Steigzonen zusammengefasst und nicht (oder nur vertikal) einbetoniert. Die wagrechten Sanitärinstallationen werden dann nach dem Betonieren angeflanscht (z.B. in den Vormauerungen). Somit hast Du nie grossen Druck beim Betonverdichten.../emoticons/default_wink.png

    Grüssle

  6. Mirella1’252 Beiträge24. Oktober 2007
    Aha. Danke schön, wieder etwas gelernt /emoticons/default_wink.png

    Mirella /emoticons/default_smile.png

  7. rennmäuse465 Beiträge24. Oktober 2007
    Danke für all die Infos. Am besten wären natürlich runde verzinkte Stahlrohre mit 15cm Durchmesser. Nur ist dies für die Decke doch etwas viel, da ja noch Armierungen rein kommen müssen, weshalb wir nun den Küchenbauer überzeugen konnten, uns einen entsprechenden Rechteck-Kanal mit Verstärkungen (speziell gekennzeichnet mit "zum Einbetonieren") zu liefern. Das Bild ist super und zeigt wie's aussieht, vielen Dank AxDobi /emoticons/default_smile.png Ich hab irgendwo auf einer Deutschen Seite gesehen, dass oftmals runde Kuststoffrohre in einen quadratischen Holzkanal gelegt werden. Dadurch ist der Durchfluss im Rohr sehr gut und kann dann gefahrlos einbetoniert werden.

  8. Pfälzer9’908 Beiträge24. Oktober 2007
    Hallo rennmäuse,

    grundlegend kann man sagen, dass ein rundes, starkwandiges Rohr höher belastbarer ist als ein Rechteckkanal. Auf seiner "Breitseite" entsehen erheblich mehr Lasten als auf der minimalen Rundung eines Rohres.

    Test? Stell Dich mal auf ein Abwasserrohr und dann auf einen Wickelfalz-Blechkanal. Was meinst Du, was sich mehr verformt?

    Wenn ich die Bilder vieler Bautagebücher sehe, dann liegen hier noch erheblich mehr, leichte Rohre (Lüftung, Staubsauger,...) oder auch die Abwasserrohre in der Decke. Für diese gilt dann eigentlich das gleiche. Gleich wie lang sie sind, sie liegen ebenso waagrecht im Beton und bekommen so die gleichen Lasten ab.

    Bei der Verdichtung ist es wohl eher das Problem, die Rohre unten zu halten.

    Eine andere Frage stellt sich in Bezug auf die Beschichtung des Metallkanals. Wie verträgt er auf Dauer die Fettansammlungen bzw. Anhaftungen, die sich ja automatisch ergeben, wenn gekocht wird? Hier ist der Kunststoff evtl. resitenter als Metall. Auch wenn dies normalerweise durch den Filter verhindert wird, wenn er immer sauber und lückenlos ist.

    Beim Weg nach Draußen kühlt sich die Luft (mit allem was drin ist) natürlich ab und schlägt sich an den Wandungen nieder.

    Zurückgebliebene feuchte Abluft, auf dem letzten Meter vor dem Austritt (nach dem Ausschalten), wird sich an einem kalten Bauteil als Kondensat niederschlagen.

    Du hast zwar schon "bestellt", aber es ist vielleicht einer Nachfrage würdig.

    Gruß vom Pfälzer