SucheFür Unternehmer
ThemaStart · Forum

Innovationen im Natursteinbereich

4Antworten1’516Aufrufevon master1 · 18. Juli 2009letzter Beitrag vor 17 Jahren
  1. master13 Beiträge18. Juli 2009
    Liebe Forumsbesucher,

    Ich bin Student und schreibe an einer Arbeit zum Thema "der lead user approach als Methode zur Schaffung innovativer Produkte und Dienstleistungen im Natursteinbereich".

    Es geht bei diesem Projekt darum, fortschrittliche Anwender zu finden, die bereits heute den Bedarf von morgen haben.

    Eine Befragung im Sanitärbereich hat ergeben, dass der potentielle Badinteressent meist zu wenig Information über die Verwendungsmöglichkeiten von Naturstein hat. Granit eignet sich z.B. hervorragend für eine Waschtischplatte oder eine Wandverkleidung in der Dusche.

    Nach welchen Kriterien entscheidet Ihr über den Einsatz und Verwendung eines Materials im Bad?

    Wie, wo und in welcher Form sollten Eigenschaften und Informationen über die Vorzüge von Naturstein präsentiert werden?

    Wo sollte sich ein Interessent darüber informieren können?

    Habt Ihr da Ideen?

    Ich bedanke mich für eure Antwort.

  2. maxi1’161 Beiträge19. Juli 2009
    Hoi,

    die Kriterien eines Einsatzes sind wohl: Optik, Pflege, Preis (die Reihenfolge ist dabei individuell verschieden). Die Informationen dazu werden in der Regel bei demjenigen geholt, der das Material liefert und/oder montiert/einbaut/verlegt. Da es in der Schweiz ja nach wie vor -nennen wir es "geleitete Absatzkanäle"- gibt, müsste der Vermarktungsansatz dort integriert werden - und das ist manchmal nicht ganz einfach, wenn man als Externer "eindringen" möchte. Die wenigen kleinen innovativen Unternehmen haben in der Regel nicht das Kundenpotenzial, um den Markt abzudecken.

    Liebe Grüsse,

    maxi

  3. master13 Beiträge19. Juli 2009
    Hoi,

    die Kriterien eines Einsatzes sind wohl: Optik, Pflege, Preis (die Reihenfolge ist dabei individuell verschieden). Die Informationen dazu werden in der Regel bei demjenigen geholt, der das Material liefert und/oder montiert/einbaut/verlegt. Da es in der Schweiz ja nach wie vor -nennen wir es "geleitete Absatzkanäle"- gibt, müsste der Vermarktungsansatz dort integriert werden - und das ist manchmal nicht ganz einfach, wenn man als Externer "eindringen" möchte. Die wenigen kleinen innovativen Unternehmen haben in der Regel nicht das Kundenpotenzial, um den Markt abzudecken.

    Liebe Grüsse,

    maxi
    Hallo,

    Wie funktionieren in der Schweiz diese Absatzkanäle ?

    Denke, das wird nicht anders sein, als in Österreich?

    LG Rainer

  4. maxi1’161 Beiträge19. Juli 2009
    Hoi, in der Schweiz laufen viele Geschäfte auf Empfehlung. Diese Empfehlung ist im Küchen- und Badbereich eher zwingend, d. h. der Kunde im Neubaubereich bekommt vom Generalunternehmer oder Architekten bestimmte Firmen vorgegeben, bei denen er sich die Bauteile aussuchen kann. Will er es von dort nicht haben, so wird meist ein Teil des vereinbarten Budgets einbehalten (meist 15-20%) und der Kunde kann sich so "freikaufen". Auf der ganzen Welt ist dieses ungerechtfertigte Bereicherung, Marktverzerrung, Wettbewerbsverzerrung usw. In der Schweiz scheinbar aber nicht, da es seit Jahrzehnten so funktioniert.

    Im Renovationsbereich, also nicht Neubauten, laufen die Absatzkanäle als "Vetternwirtschaft". Man muss einfach daran denken, dass die Schweizer keine Do-it-yourself-Handwerker sind. Hier wird fast nichts selbst gemacht, alles an Handwerker abgegeben. So findet man selten Leute, die wie z. B. in Deutschland in den Baumarkt fahren und Farben, Tapeten, Laminat usw. kaufen, um dann am Wochenende selber loszulegen.

    Der klassische Absatzmarkt ist hier der Fachhändler/Handwerker, der Teil dieser Vetternwirtschaft ist. Oder auf der Empfehlungsliste steht.

    Du siehst, die Schweiz ist etwas speziell, da die Kunden geleitet werden und selten selbstbestimmt agieren. Wie lange dieses System noch eine Daseinsberechtigung hat, bleibt abzuwarten.

    Liebe Grüsse,

    maxi

  5. master13 Beiträge19. Juli 2009
    Hallo,

    das läuft ja dann in Österreeich wirklich anders.

    Da gibts im Neubaubereich einerseits den do it yourself Heimwerker, der in den Baumarkt läuft und sich sehr viel selbst macht. So nimmt sich der private Hausbauer nur selten einen Generalunternehmer oder Architekten.

    Dann gibts eine wachsende Zahl an Fertighauskäufern, hier wird oft nur quasi der "Rohbau" aufgestellt, der Ausbau wird dann in Eigenleistung gemacht.

    Dann gibts das Klientel, das sich von Beginn an eines Architekten oder Generalunternehmers bedient, aber mit freier Wahl der Professionisten.

    Die Kundengruppe der "Renovierer", die nun das Bad oder die Küche neu macht, die gehen dann entweder in ein Möbelhaus, das alle Leistungen rund um Bad oder Küche anbietet.

    Der andere Teil der "Renovierer" geht dann entweder zu einem Architekten, oder einem Küchen- oder Badstudio, das vermehrt sämtliche Professionistenleistungen anbietet ( alles aus einer Hand)

    Architekten kommen für Innovationen natürlich in Frage. ich denke aber, das da generell auch andere Geschäftsmodelle in Zukunft anzudenken sind.

    Wenn man in Österreich in eine gutes Badstudio geht - ich kenn da keines, wo ich sag, die bieten da auch so richtig Naturstein an.

    Der Installateur kauft in erster Linie über den Großhandel, und bietet das Produkt Stein aus nachstehenden Gründen wahrscheinlich nicht an: Wer das misst das aus, wer soll es dann verlegen. Stein müsste der Installateur im Schauraum dann auch zeigen, damit Stimmung für das Produkt gemacht wird.

    Stein ist ein komplexes Produkt. Ich denke, dass da im Bereich Dienstleistung, bzw. Prozesse anzusetzen ist.

    Liebe Grüße

    Rainer