Dass die Immobilienpreise 20 bis 30% höher waren als jetzt, glaub ich nicht, jedenfalls nicht im Kanton Zürich und auch nicht in den letzten 15 Jahren. Die Preise schwanken natürlich immer mal wieder, aber seit ich mich mit Wohneigentum beschäftige, waren sie noch nie so hoch wie zum heutigen Zeitpunkt.
Wäre ja erstaunlich wenn wir hier in Zürich da Preise hätten die höher sind als in den wunderbaren Zeiten der .Com Blase, oder?
Wir haben genau in dieser Zeit unser Haus gekauft und es hat heute doch einiges mehr wert als wir bezahlt haben... Dannzumal hat man für 1,3 Mio. noch eine Villa gekriegt - heute ein ordentliches aber mittelmässiges EFH... wenn man allerdings die Teuerung und die "entgangenen Kapitalgewinne (oder für die meisten waren das wohl eher Verluste ;-) berücksichtigt sieht es möglicherweise wieder anders aus... Und die Kapitalkosten waren dannzumal auch einiges höher als heute. etc.... Dafür ist die Bauqualität heute auch höher (Minergie war vor 10 Jahren noch "exotisch")
Es gibt sicher Objekte für die heute vielleicht nicht mehr so risikofreudige, kapitalkräftige Käufer zu finden sind wie z.Bsp. in den "guten dotcomBlase" und deshalb zu "Schnäppchenpreisen" zu haben sind.
Deshalb finde ich dass ein solcher Vergleich extrem schwierig ist.
Die Preise sind sicher massiv höher als vor 10Jahren im Kanton Zürich. Aber ein Blick auf die Karte erklärt auch wieso, Zürich, Genf und Waadt sind Paradiese für die Pauschalbesteuerung und dort hat sich die Banken und Versicherungsindustrie niedergelassen. Die Folge sind hohe Gehälter und vor allem viel Geld das investiert werden muss, das kurbelt natürlich alles an. So kaufen die unternehmen in Zürich alte Häuser und reissen die ab, danach wird massiv abgesahnt in Form von überrissen Mieten und Wohnungspreisen, dadurch kann sich Otto-Normalbürger immer weniger leisten. In anderen Regionen oder Kantonen fand diese massive Preissteigerung nicht statt oder nur bedingt aufgrund der tiefen Zinsen. Der Bau eines Hauses kostet in allen Kantonen gleichviel, die grosse Differenz entsteht erst durch die Bodenpreise und im Kanton Zürich ist es Mode geworden überteuerte Objekte zukaufen, Beispiel 31/2 Zimmer Wohnung Attika 635?000Fr., für denselben Preis kriege ich hier ein EFH mit guten 1000m2 Land. Naja über den Ausbaustandart kann man natürlich diskutieren, aber das erspare ich mir.
...... Beispiel 31/2 Zimmer Wohnung Attika 635’000Fr., für denselben Preis kriege ich hier ein EFH mit guten 1000m2 Land......
Na ja, für 635'000 CHF bekommt man in Freiburg selber ganz sicher kein (vernünftiges, neues) Haus mit 1000 m2 Land.....
Gerade die Attika-Wohnungen sind gefragt und gehen teuer weg. Nur so als Beispiel: in Murten wurde kürzlich auch eine (neue) Attika-Wohnung (mit 2 EHP), 150 m2 Wohnfläche für > 1 Mio. CHF verkauft (sicherlich guter, aber nicht luxeriöser Ausbau).
In der französischsprachigen Schweiz kann man zugegebenermassen an vielen Orten für diesen Betrag ein Haus kaufen - aber dann ist das verkehrstechnisch in der Pampa und der Arbeitsweg lang. Die Preisdifferenz ist einfach die LAGE! Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Gerade die verkehrstechnische Erschliessung und die Reisezeiten in die Arbeitszentren (in unserer Region Bern, Neuenburg, Freiburg) sind preisrelevante Elemente. Nur so kann man auch die durchaus massiven Preisdifferenzen in Sachen Land innerhalb von 10 - 15 Autokilometer erklären.
Da kann ich Winner60 nur zustimmen! Für den Preis bekommt man ein vernünftiges Haus mit akzeptabler ÖV-Anbindung.... aber nur einem Drittel der Landfläche von Bauprofi... Ansonsten lässt man sich an Orten nieder wo man 2 Autos braucht weil man - wenn's denn hoch geht - 1 Zug oder 1 Bus pro Stunde hat... während der Woche! (von SA/SO ganz zu schweigen).... Wie haben bei unserer Suche nach einem Häuschen mehr als einmal die Erfahrung gemacht, dass sich eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr halt auch in Franken und Rappen berechnet.../emoticons/default_smile.png
Äs schöns Tägli und Grüsse aus dem schönen (noch bezahlbaren) Freiburgerland!
Meine Info habe ich von jemandem der sein Haus 1968 gekauft hat, der hier sein ganzes Leben gelebt hat und nicht grade auf den Kopf gefallen ist.
Werde der Sache nochmals genauer nachgehen da ihr euch ja scheinbar alle einig seit das die Immo Preise nie so hoch waren wie heute (wenn ich das richtig verstehe).
In den frühen Neunzigerjahren stiegen die Bodenpreise in Zürich und der Agglomeration auf ein Niveau, das in etwa der heutigen Situation entspricht.
In unserem derzeitigen Wohnort Wil ZH habe ich mit EFH-Eigentümern gesprochen, die genau um diese Zeit (1991) ihre Häuser für Quadratmeterpreise bauen mussten, die für vergleichbare Lagen 200.-- bis 250.-- mehr bezahlen mussten (also um die 750.--/m2). Heute liegen diese auf ca. 530.--/m2.
So generell kann man die Preise nicht vergleichen, dies sollte man schon inflationsbereinigt anschauen ... dann sind die Immobilienpreise nicht soo sehr gestiegen. Damals waren alle Güter massiv biliger ....