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Igel

0Antworten170Aufrufevon Redaktion · 19. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge19. Januar 2017
    Igel im Winter






    Nachts sind die Igel unterwegs, bei Störungen rollen sie sich einfach zusammen.


    Winter? Da igelt man sich ein!


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Denkt sich jedenfalls der stachlige Geselle, der bis spät in den Herbst hinein schnüffelnd, grunzend und raschelnd durch unseren Garten streift. Immer auf der Suche nach etwas fressbarem durchsucht er Laubhügel, Kompoststellen und Asthaufen. Seine Hauptnahrung Schnecken, Würmer und Insekten findet er überall in genügender Menge, wenn wir uns mit chemischen Vernichtungswaffen zurück gehalten haben![/COLOR]



    Der Igel schläft tagsüber in seinem Nest.


    Ist Ihr Garten «igelfit»?


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Igel mögen keine sauber aufgeräumten, geputzten Gärten. Da sie heute oft in unserem zivilisierten Siedlungsraum leben, brauchen sie natürlich belassenen Areale: Parks, Friedhöfe, Grünanlagen und Naturgärten. Wildhecken und krautige Staudenstreifen sind für sie lebenswichtige Rückzugs-, Futter- und Aufzuchtsräume. Kahle Überbauungen und landwirtschaftliche Kultursteppen sind ihnen ein Graus, denn hier sind sie ihren Feinden wie Hunden, Füchsen und Greifvögeln schutzlos ausgeliefert. Apropos Feinde: Ihr grösster Feind ist der Mensch, der mit Giften und Autos ihren Lebensraum gefährdet und ihn mit fast unüberwindlichen Strassen und Abwasserkanälen zerschneidet. Gegen den Herbst zu suchen sich die Igel langsam ihr Winterquartier. Dafür benötigen sie grössere Laubhaufen oder locker aufgeschichtete Astbeigen. Dorthin bringend sie Gras, Halme und Blätter und bauen sich ein kuscheliges Nest für die kalte Jahrezeit. Ihre Energiereserven aus Fett reichen bei gutem Ernährungszustand einen ganzen Winter lang. Wo keine natürlichen Unterschlüpfe vorhanden sind auch die im Handel erhältlichen Igelhäuschen verwendbar.[/COLOR]



    Das fast unsichtbare Nest wird aus Gras und Laub gebaut.


    Gewogen und zu leicht befunden


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Werden spät im Herbst noch aktive Igel gefunden, sind es meist Weibchen die noch lange mit der Jungenaufzucht beschäftigt waren und sich nun noch schnell Fett anfuttern müssen. Da nun nachweislich wenig Futter vorhanden ist, kann man an milden Tagen mit etwas Katzenfutter, vermischt mit je einem Esslöffel Weizenkleie und Haferflocken, nachhelfen. Milch ist aber in jedem Fall zu meiden, da die Tiere diese wohl gerne trinken, es aber gar nicht vertragen und an Verdauungsstörungen eingehen könnten. Handelt es sich aber um kleine, sichtlich unterernährte Jungtiere, so sollten diese in der nächsten Igelstation abgegeben werden. Ein Igel sollte mindestens 400 Gramm auf die Waage bringen, um den Winter gesund zu überstehen.[/COLOR]

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Infos erhält man sicher unter Verein Pro Igel, 8332 Russikon, Tel. 044 767 07 90 oder [/COLOR]www.pro-igel.ch



    Auf der nächtlichen Futtersuche wird auch gerne mal der Kompostkübel geplündert.


    Igel auf der Strasse


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Fahren Sie nachts im Siedlungsraum und bei Waldrändern besonders vorsichtig Auto, denn Igel überqueren oft unvermittelt die Strasse. Ihre Schutzstrategie gegen ihre natürlichen Feinde, das Zusammenrollen und Einigeln, hilft ihnen gegen Autos nämlich gar nichts.[/COLOR]



    Laubhaufen bilden im Winter gut temperierte Unterschlüpfe.



    Im dichten Unterholz dieser stachligen Brombeerhecke fühlt sich nicht nur der Igel wohl.



    In Quartieren und an Hauptstrassen wird auf die Igel aufmerksam gemacht!

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