SucheFür Unternehmer
ThemaStart · Forum

Hornisse

0Antworten193Aufrufevon Redaktion · 19. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge19. Januar 2017
    Hornisse: Wenig Toleranz für fleissige Jägerin


    Hornissen jagen rund um die Uhr, um den grossen Nahrungsbedarf ihres Volkes zu decken. Sie sind daher nicht nur vom Menschen, sondern auch im Insektenreich gefürchtet. Bei rücksichtsvollem Verhalten stechen Hornissen allerdings keine Menschen. Leider werden trotzdem viele Hornissennester zerstört; besonders im Spätsommer, wenn die Nester auf Grund ihrer Grösse besonders auffallen. Insekten haben keine Überlebenschance, wenn sie in die Klauen einer Hornisse geraten. Blitzschnell werden ihnen jegliche Körperteile abgetrennt. Übrig bleibt nur der Brustkorb mit der proteinhaltigen Flugmuskulatur. Diese zerkaut die Hornisse zu einem Futterpäckchen und verfüttert sie an die hungrigen Larven im Hornissennest. An einem schönen Tag tragen die fleissigen Arbeiterinnen mehr als 500 Gramm erbeutete Insekten in den Hornissenstaat - darunter auch viele Schädlinge in der Land- und Forstwirtschaft.
     


    Die Königin muss leben


    Das Angebot an Naturhöhlen ist in Schweizer Wäldern sehr beschränkt. Oft suchen Hornissen deshalb in ihrem eigentlichen Lebensraum erfolglos nach einem Nistplatz. In der Not bauen sie ihre Nester vermehrt in Hohlräumen im Wohnbereich - in Gartenhäuschen, Rollladenkästen oder unter dem Dach. "Oft fallen die Nester erst im Spätsommer auf, wenn sie ihre maximale Ausdehnung erreicht haben und im Nest die Geburt der neuen Königinnen stattfindet", sagt Sabine Mari, Projektleiterin Ratgeber bei Pro Natura. "Dann herrscht reges Treiben im Hornissennest". Es ist der Sturm vor der Winterruhe: Denn nur die frisch geschlüpften Königinnen überleben den Winter, das "einfache Volk" geht zu Grunde. Das Überleben der Königin ist entscheidend, damit im Frühjahr ein neues Hornissenvolk entstehen kann. Nicht selten wird das Nest aber zerstört, bevor die neuen Königinnen ausgeflogen sind - das Ende des Hornissenvolkes.
     


    Keine Attacken zu befürchten


    Zugegeben: Ein von grossen, brummenden Hornissen bevölkertes Nest im Garten verursacht ein mulmiges Gefühl. Hornissen sind jedoch nicht angriffslustig. Nur im nächsten Umkreis um das Nest muss man sich einschränken, um nicht gestochen zu werden. Es gilt, heftige Körperbewegungen zu vermeiden und sich nicht für längere Zeit in die Flugbahn zu stellen. Wird man dennoch gestochen, ist gut zu wissen, dass Hornissenstiche nicht giftiger sind als die von Bienen oder Wespen. Allergikerinnen und Allergiker ausgenommen sind also Hornissenstiche für den Menschen ungefährlich. Erfunden ist das Schauermärchen, nachdem sieben Stiche ein Pferd töteten. 

    Über den richtigen Umgang mit Hornissen und Wespen informiert das Pro Natura Faltblatt "Wespen und Hornissen als Untermieter". Es kann gratis bezogen werden bei Pro Natura, Ratgeber, Postfach, 4018 Basel. Bitte ein voradressiertes und frankiertes C5-Kuvert beilegen.
     

    Quelle: © Pro Natura, K. Weber

    artikel vollständig sehen