Von Nüsslisalat hab ich keine Ahnung, dies gleich vorweg.
Aber Mehltau ist eher das Ergebnis von Trockenheit, also Sonnenhitze und gerne auch Wind - die Bise hat wohl gut geholfen...
Aber jetzt ist sowieso Mehltausaison: Trockenes Wetter begünstigt die Verbreitung (Schönwetterpilz), ebenso schwül-warme Witterung und der starke Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht im Herbst.
Für Zierpflanzen wie Stauden und Rosen ist das nicht mehr schlimm, die erholen sich über Winter. Beim Nüsslisalat ist es natürlich blöd.
Definition
Gründüngung ist eine natürliche Methode im Acker- und Gartenbau zur Bodenbedeckung und -verbesserung. Man bezeichnet damit das Einarbeiten von grünen Pflanzen oder angewelktem Pflanzenmaterial (Ernterückstände, Stroh etc.) in den Boden. Meist werden die Pflanzen sogar extra für diesen Zweck ausgesät, beispielsweise im Zwischenfruchtbau. Als Zwischenfruchtbau bezeichnet man in der Landwirtschaft eine Ansaat, die nicht zu Nahrungszwecken, sondern zur Regeneration des Bodens ausgebracht wird. Der Ertrag wird nicht geerntet, sondern wieder in den Acker eingearbeitet. Heute werden Zwischenfrüchte aber oft so gewählt, dass sich doch eine gewisse Nutzernte damit verbinden lässt.
Den grössten Nutzen bringt die Gründüngung, wenn sie kurz vor oder während der Blüte geschnitten, respektive eingearbeitet wird. Die Wurzeln bleiben im Boden, wo sie von den Bodenlebewesen zersetzt werden und wertvolle Luft- und Wasserkanäle hinterlassen. Das Schnittgut wird bis zur Neubepflanzung liegengelassen. Danach dient es als Mulchmaterial oder wird kompostiert.
Auch im hauseigenen Garten kann die Gründüngung als natürliche Methode zur Bodenbedeckung und -verbesserung eingesetzt werden. Gleichzeitig kann sich der Hobbygärtner je nach Wahl der Gründüngungsart über einen attraktiv und bunt blühenden Teppich oder sogar an einer reichhaltigen Ernte der Gründüngung freuen.
Vorteile der Gründüngung
Schutz des Bodens vor ungünstigen Witterungseinflüssen
schnelle Begrünung von kahlen Flächen
Aktivierung und Ernährung der Bodenlebewesen
Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen
Tiefe Bodenlockerung und -belüftung
Verbesserung der Krümelstruktur
Aufnahme von freien Nährstoffen, welche in der Pflanzenmasse gespeichert und damit vor der Auswaschung zurückgehalten werden
Nährstoffe werden aus tieferen Bodenschichten an die Oberfläche geholt
Schnittgut der Gründüngung bildet wertvolles Mulchmaterial
Wachstum von Wildkräutern ("Unkraut") wird unterdrückt
Bekämpfung von bodenbürtigen Pilzkrankheiten und Nemathoden (Fadenwürmer) mit gewissen Arten der Gründüngung
Ernte für die Küche, zum Beispiel Spinat oder Nüsslisalat
Bedeckung des brachliegenden Gartenbodens mit schön blühenden und zugleich bodenverbessernden Gründüngungspflanzen