Ich hoffe jemand kann mir hier helfen, derzeit hab ich folgendes Problem
Wir leben seit einem monat in einer renovierten doppelhaushälfte. letzte woche haben wir das erste mal den heizöllieferanten bestellt um heizöl in den leeren tank zu füllen. der ist dann gekommen und hat dann den schlauch fälschlicherweise nicht an unseren anschluss, sondern an denjenigen unseres nachbarn angeschlossen. dann hat er heizöl nachgefüllt. als nach 200 litern aufgrund des überlaufventils unseren nachbarn das befüllen gestoppt wurde (dann war nämlich ihr Tank voll), meinte der heizöllieferant, dass wohl das ventil kaputt sein müsste (da der vermeintliche zu befüllende tank ja leer war) und hat weiter öl fliessen lassen. der tank unserer nachbarn ist dann überlaufen und es hat an der anschlussstelle öl rausgespritzt. nicht nur ist jetzt der tankraum mit öl verschmutzt, sondern auch das erdreich und die fassade unserer nachbarn ist verseucht.
Der lieferant hat dann am gleichen Tag überall irgendsowas wie katzenstreu (wars natürlich nicht, sah aber so aus) verstreut und hat am darauffolgenden morgen das verseuchte erdreich von einer gartenbaufirma abtragen lassen.
So sieht es heute, vier Tage später so aus, dass die Nachbarn einen neuen Garten haben, die Fassade gereinigt und ihrem Tankkeller mit diesem Katzenstreu gereinigt bekommen haben. Die Nachbarn sind nun ständig am lüften. Auch nach vier Tagen stinkt es ziemlich extrem aus ihrem Haus.
Meine Frage ist nun, ob der Heizöllieferant richtig gehandelt hat oder ob er eventuell nicht einen Reinigungsprofi hätte kommen lassen müssen. Ausserdem frage ich mich, ob nicht etwas gegen diesen Heizölgeruch gemacht werden kann.
Die Nachbarn sind hat schon ziemlich sauer, erst mal auf den Lieferanten, aber halt auch auf uns, weil wir den nicht richtig kontrolliert hätten bei seiner Arbeit. Ich befürchte ein bischen, dass sie uns verklagen (oder was auch immer) und ich will mir eigentlich nicht vorwerfen lassen, wir hätten nach dem unglück falsch gehandelt oder wir hätten dies oder jenes noch machen müssen.
hat jemand eine ahnung, vielen dank schon mal für die antworten
ich bin zwar kein Anwalt, aber für mich wäre dies eine grobfahrlässige Handlung (ggf. gegen Schluss auch noch mit leichtem Vorsatz...?) des Tankwagenfahrers. Damit liegt die Veranwortung auch bei diesem bzw. der Firma. Dafür hat sie dann auch ihre Haftpflichtversicherung.
Ob und wie der "Fachmann" die Betankung ausführt, diese wegen Unklarheiten unterbricht oder eigentlich besser hätte abbrechen müssen, liegt nicht in Deiner fachlichen Entscheidungsgewalt. Ginge mir persönlich auch so... das ist sein Job gewesen und wenn er nur vermutet, dass es was defekt ist, anschl. ohne dies tatsächlich zu kontrollieren, einfach weiter Öl einpumpt, dann ist dies eben
grobfahrlässiges Handeln.
Hier sollte sich Dein Nachbar, als Geschädigter, nochmals an das Unternehmen wenden und für eine umfängliche Reinigung des Kellers ein passendes Unternehmen fordern. Das Öl wird vermtulich auch unter die Tanks gelaufen sein, was eine Aufnahme per Bindemittel nicht ermögicht. Damit wird es noch sehr lange nach Öl riechen.... was durchaus nicht zumutbar ist.
Zudem ist auch fraglich, warum er überhaupt den falschen Einfüllstutzen genommen hat. Wenn er nicht weiß welcher es ist, dann schaut man nach und überprüft ggf. die Leitungsführung. Es hätte gegebenenfalls ja auch eine Leitung sein können, die noch offen im Keller endet, da der Eigentümer vielleicht längst auf WP umgestellt hat! Und was dann? Dann pumpt er das Öl einfach in den Kellerraum? Kann ja wohl nicht sein!