Na das sind ja mal tolle Neuigkeiten. Ein Meter - das ist schon ein heftiger Verrechner. Das kannst du dir selber mal ausrechnen. Wenn man 3 Geschosse hat und sagen wir mal eine Fläche von 1x10m vergessen wurde, dann kommen wir auf 1x10x10m = 100m³. Bei einem Kubikmeterpreis von 700Fr. sind das schon 70'000Fr. Das wirst du mit dem Verzicht auf Minergie-P mit Sicherheit nicht einsparen können. Wahrscheinlich nicht mal, wenn du ganz ohne Minergie baust. Aber du kannst auch ein quasi-Minergie ohne Zertifizierung bauen. Das spart immerhin etwa 33% von den Minergie-Zusatzkösten - so machen wir es.
Bei uns hat sich der Architekt auch ziemlich verrechnet. Aber zum Glück in die andere Richtung. Und vor allem habe ich es gleich gemerkt, da ich bei der Grundrissplanung immmer auch parallel die kubische Berechnung gemacht habe. Eine kubische Berechnung zu machen ist nun wirklich keine Hexerei und sollte meiner Meinung nach gemacht werden bevor man überhaupt mit der Planung des Grundrisses anfängt. Nur dann weiss man genau, wie viel BGF und wie viele Geschosse man sich leisten kann.
Kannst du mal den aktuellen Grundriss hier zeigen - oder PM?
Soblad wir den aktuellen Grundriss haben stelle ich ihn Online.
Das Missgeschick ist wohl entstanden weil wir zuerst nicht Minergie P Wände hatten durch die Anforderung MinergieP mussten 50cm Wände hin. Ich gehe davon aus, dass alles nach innen gerückt ist.
Mal sehen was wir vom Architekten erhalten. Aber ist schon ärgerlich, da wir dachten zu so einem Preis sollte alles drin sein.
Was mich stört, ist das Platzverhältniss im Ess- und Wohnbereich.
Ja, da stimme ich Dir gerne zu. Das geht, im wahren Leben, so nicht. Zudem musst Du mal den Tisch mit normal stehenden Stühlen einzeichnen... da gibt es kein Platz mehr...der Kamin/Ofen ist viel zu nahe an dem Esstisch...wenn der in Betrieb ist, sitzt da keiner mehr davor...Hitzeflucht...
Zudem ist die nutzbare Treppenbreite im gedämmten Teil (nehme an die geht in den Keller) viel zu gering.
Danke Pfälzer, wir haben heute Abend alles abgemessen und so angeordnet. Geht nie und nimmer. Wir haben so noch weniger Platzt als jetzt.
Wir tendieren im Moment auf Minergie P zu verzichten. Da wäre wohl die Dämmung in den Keller auch weniger. Oder?
Wir haben uns noch überlegt im untern Bereich (Küche/Essen/Wohnen) einen halben Meter nach Unten und einen nach Rechts zu erweitern.
Bringt das noch was oder müssen wir noch mal von vorne beginne?! Weiss zwar nicht wie wir das noch anders anordnen können, aber irgendwo muss doch eine Lösung sein.... unser Wunsch war eben Küche, Essen und Wohnen auf einer Ebene zu haben. Da wir hier gegen Westen eine super Aussicht haben.
Danke Pfälzer, wir haben heute Abend alles abgemessen und so angeordnet. Geht nie und nimmer. Wir haben so noch weniger Platzt als jetzt.
Ja, das ist, wenn 3-D (hier kann man sehr leicht die tatsächlich vorhandenen Möbel auch mit exakten Massen einzeichnen) fehlt, meist die einfachste und effektivste Möglichkeit selbst die Machbarkeit zu überprüfen.
Die angedachten Änderungen sind sicher möglich... das hätte aber Deinem Architekten schon selbst auffallen müssen.. wobei dies dann andere statsiche Punkte schafft, welche zu lösen sind. Machbar ist natürlich alles... ob es dann besser in Euer Budget passt, ist dann eine andere Frage. Der Unterschied zu "nur" MINERGIE ist sicher nicht schlimm, dass man diesen Weg, dem Budget wegen, nicht gehen sollte. Letztlich muss es passen und realisierbar sein. Ansonsten hättest Du nur einen Traum..aber kein Haus um darin leben zu können.
Ihr solltet Euch intensiv mit dem Architekten zusammenfinden.... klare Angaben... ggf. neue Ideen, andere Wege um die Kosten in den Griff zu bekommen wären sicher hilfreich.
Nein, das würde nicht merklich besser, wenn es "nur" MINERGIE würde... das ist, meines Erachtens so eh nicht wirklich sauber ausführbar, eher so dahin gezeichnet.... ohne über die Situation wirklich nachzudenken.
Wegen der Kellertreppe, 90cm ist echt sehr eng. Wir haben jetzt bei unserer Wohnung 1.10!
Was ist da normal?
..normal? Für mich persönlich nicht, da in der Praxis untauglich.. als Kellertreppenbreite erlaubt..ja...
Aber eben, da scheint doch das Problem zu liegen... man denkt nicht wirklich im Sinne des Kunden..also Euch. Irgendwie hinzaubern damit die Kubikmeter zum Preis passen... das sollte nicht die Lösung für Euch sein.
Zudem... bedenke, dass ihr zurzeit erst bei der Planungsphase seid... wenn hier schon die Kosten aus dem Ruder...sprich über die Budgetgrenze laufen, dann wird es am Ende, zu 99% nochmals mehr als man zu Beginn dachte...oder hoffte.
Meines Erachtens ist dies eben keine gute und gesunde Grundlage für einen Baustart, aber das entscheidet ja jeder für sich.
Hallo, finde die Pläne unbrauchbar. Hier ein paar Anregungen: Gästezimmer nach oben oder daruf verzichten, bei 110 m2 Grundfläche sind 2 zusätzliche Räume im unteren Geschoss nicht realistisch. Versuche Treppe und Eingangsberich klein zu halten, vermeide lange Räume mit weniger als 4.5m Breite, es gibt unzählige gute Raumaufteilungen! Ein Cheminee hat in einem Passivhaus nichts verloren. Als Heizung ist ein Schwedenofen viel effizienter und günstiger. Ein Passivhaus muss überings nicht viel teurer als ein konventionelles Haus sein. Wenn der Schwedenofen als Heizung und die Lüftung zur Verteilung der Wärme genutzt wird kann man die Bodenheizung einsparen. Ausserdem würde ich auf eine Solaranlage für Warmwasser verzichten und dafür in eine Photovoltaikanlage investieren. Eine Miniwärmepumpe fürs Warmwasser und zum aufwärmen der Luft genügt. Grüsse aus unserem Energie+ Haus (nicht zertifiziertes Passivhaus mit nachträglich installierter Photovoltaikanlage)
Ich hoffe für euch, dass ihr beim Baulandkauf keine Architekturverpflichtung eingegangen seit... Was mit so viel Murks beginnt wird kaum zu eurer Zufriedenheit ausgehen! Schliesslich geht es bei diesem Projekt um ein Hausbau und nicht um ein Märchen.../emoticons/default_ohmy.png
Also würde ich die Notbremse ziehen und den Dirigent, der ja kaum noch euer volles Vertrauen geniesst, auswechseln...
Habe ich mir halber gedacht... Dieses Verhalten, nach dem der Architekt euch im Sack hat ist für einen grossen Teil dieser Gattung leider irgendwie passend... Aber auch ich kenne da ganz grosse Ausnahmen! "duckundweg"
Wie du selber schon festgestellt hast, hat bei der aktuellen Grundfläche einfach nicht alles platz. Nachfolgend ein paar Tipps wie ihr Raum gewinnen oder Kosten einsparen könnt:
- Kücheninsel weg. Dadurch könnt ihr den Esstisch weiter in die Küche reinschieben und gewinnt somit mehr Platz fürs Wohnen.
- Halbgewendelte Treppe verwenden. Das reduziert die momentan viel zu grossen Verkehrsflächen. Alternativ die Treppe direkt an die Wand vom Büro und auf der anderen Seite offen lassen. Dadurch wird das WoZi schon mal viel grösser.
- Den Vorraum (Warteraum?) zum Studio weglassen
- Keine Dusche im EG
- Gästezimmer und/oder Studio ins UG verlegen und dies sowie die Kellertreppe mit in den Dämmperimeter nehmen. Das vereinfacht auch die ganze Kellerdämmung.
- Gar kein Kellergeschoss machen und dafür eine höhere Grundfläche im EG
- Gar kein Kellergeschoss machen und dafür eine höhere Grundfläche im EG
- Wohnbereich im OG statt EG.
Dass nenn ich einen guten Vorschlag, bei dem richtig viel Geld gespart werden kann! Dem Inserat auf Homegate entnehme ich auch, dass dies bei deiner Parzellengrösse durchaus möglich wäre.
Kellergeschosse, die auf allen Seiten im Erdreich sind, kosten viel und bringen nur etwas, wenn wegen einer kleinen Parzelle eben nicht in die Breite, sondern in die Tiefe gebaut werden muss.
Natürlich muss die Fläche des potentiellen Kellers auch oberirdich kompensiert werden können