[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Vielzahl seiner, über die Jahrhunderte entstandenen Namen gibt preis, wie dieser uralte bis zu 30 Meter hoch wachsende Baumriese die Fantasie der Betrachter beflügelt. Elefantenohrbaum, Silber-Aprikose, Mädchenhaarbaum chinesischer Tempelbaum oder Goethebaum sind nur wenige Namen, die diesem außergewöhnlichen Baum gegeben wurden. In vielen Kulturen wird der Ginkgo als Symbol für Fruchtbarkeit, Unbesiegbarkeit oder für ein langes Leben verehrt. In China und Japan gibt es Tempelanlagen und heilige Pilgerorte wo 40m hohe und mehr als tausendjährige Exemplare keine Seltenheit sein sollen. Zu der neuzeitlichen Mythenbildung trug die Geschichte des Tempelbaumes in Hiroshima bei, der bei der Atombombenexplosion von 1945 in Flammen aufging und im nächsten Frühjahr wieder ausgetrieben und weitergelebt haben soll.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die langstieligen, fächerförmigen Blätter sind charakteristisch für diesen besonderen Baum. Beim Austrieb im Frühjahr sind die Blätter zartgrün, später wandeln sie sich in ein sattes dunkelgrün. Ein Ginkgo biloba kann in fünf bis sechs Jahren eine stattliche Höhe von ca. zwei bis drei Metern erreichen, ältere Bäume wachsen dann etwas langsamer. Der Ginkgobaum stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, er bevorzugt jedoch einen sonnigen Standort.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Durch die Krankheitsresistenz des Ginkgo biloba und seiner außergewöhnlichen, natürlichen Immunität gegenüber Schädlingen und der Umweltverschmutzung, hält er auch in unseren Gärten und Parks immer häufiger Einzug. Der Ginkgo blüht von März bis April, die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Gepflanzt werden meistens vegetativ vermehrte männliche Bäume, da die weiblichen wegen des strengen Geruchs der faulenden Samenhüllen nicht sehr beliebt sind. Bei den weiblichen Bäumen löst sich im Oktober/November das fetthaltige Samenfleisch um den Kern freizusetzen. Dabei entsteht ein beissender, übelriechender Geruch, der leicht an Buttersäure erinnert. Der geröstete Kern oder auch Nuss genannt ist essbar und galt schon seit jeher als Delikatesse, die geschmacklich mit gerösteten Pistazien verglichen werden kann. In der chinesischen Medizin hat der Ginkgo seit Jahrhunderten seinen festen Platz. Auch bei uns finden wir Ginkgoextrakte in verschiedenen Medikamenten und in kosmetischen Produkten.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Der sommergrüne Ginkgo begeistert im Herbst bei günstigen Wetterbedingungen drei Wochen lang mit leuchtenden Blättern in den schönsten Goldtönen. Auch im Winter, ohne sein Blättergewand, ist der Ginkgo biloba eine hoheitsvolle Erscheinung. Zu Recht wurde der Ginkgo biloba zum Baum des Jahrtausends gewählt. Johann Wolfgang Goethe schrieb 1815 über den Ginkgo biloba:[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]"Dieses Baumes Blatt, der von Osten [/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Meinem Garten anvertraut[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Gibt geheimen Sinn zu kosten,[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wie's den Wissenden erbaut.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ist es ein lebendig Wesen[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Das sich in sich selbst getrennt?[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Sind es zwei, die sich erlesen[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Daß man sie als eines kennt?[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Solche Fragen zu erwidern[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Fand ich wohl den rechten Sinn.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Fühlst du nicht an meinen Liedern[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Daß ich eins und doppelt bin ?"[/COLOR]
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