Feuchtigkeitsvertägliche Sträucher
- Peter A.28 Beiträge6. September 2020Guten morgen Gemeinde
Ich habe teilweise recht lehmigen Boden. Dem jetzt dort gepflanzten Cornus gefällt das gar nicht, er macht ziemlich den Lätsch vermutlich weil er zu nass hat.
Hat jemand einen Tip für einen Sichtschutz der Staunässe verträgt oder sogar liebt?
- Susann6’311 Beiträge8. September 2020 · bearbeitetHast du mal ein Bild, vom Hartriegel und wie es dort aussieht? Der Boden ist ja nur ein Faktor unter mehreren...
Cornus sind eigentlich mehrheitlich gut feuchtigkeitsverträglich, sie leiden bei Trockenheit. Es erstaunt mich ein wenig, dass sie nicht gedeiht. Ist es nass oder staunass, also ohne Abfluss?
Kann es auch noch einen anderen Grund geben? Mauer, Unkraut, Pilzkrankheit o.ä.?
Das Gehölz, das am meisten Nässe verträgt, ist bei uns wohl die Schwarzerle (Alus glutinosa). Sie wächst auch an Bachufern, allerdings mag sie kein Kalkwasser.
- Peter A.28 Beiträge9. September 2020Werd ich morgen mal machen, jetzt ist schon zu dunkel.
Es ist staunässe.Ich hatte dort vorher Bambus der aber verfault ist. Ich habe dann etwa 70 cm tief ausgehoben und mit Erde aufgefüllt.
Es sind im ganzen 3 Cornus, die alle einen Pilzbefall haben. Mein Gärtner meinte ich soll nichts machen, das regle sich nach dem ersten Schnitt (?)
Die anderen 2 sehen aber auch deutlich besser aus als das Problemkind...
Aber eben, Fotos morgen.
- Peter A.28 Beiträge10. September 2020 · bearbeitet
- Susann6’311 Beiträge10. September 2020 · bearbeitetHm, ich kann es nicht genau erkennen, es gibt ja so viele Cornus-Arten 🤔
Ist es eine Kornelkirsche? Ausgerechnet die steht nämlich gerne trocken und kalkig... Aber sie ist auch robust und verträgt so einiges. Wenn sie noch ganz jung ist, könnte sie sich schon erholen. Die Blattflecken könnten ein wenig Pilz- oder Bakterienbefall bedeuten; dann sollte man im Herbst die Blätter wegräumen, damit der Pilz nicht im Boden bleibt.
Staunässe ist keine Krankheit, insofern "haben" sie keine Staunässe, sondern sie stehen drin, weil der Wasserabfluss nicht gewährleistet ist - und das gilt dann für alle in diesem Beet. Aber es sieht eigentlich nicht danach aus, der Boden ist locker, auch wenn es da sehr schattig ist.
Habt ihr einen Pflanzschnitt gemacht? Oder einen Formschnitt im ersten Jahr? Das empfiehlt sich bei Cornus mas, im Gegensatz zu den grossblütigen Arten (z.B. C.kousa oder C.florida), die man gar nicht oder die bunttriebigen Hartriegel (z.B. C. Alba), die man stark schneidet.
Wenn du das Problemexemplar schneiden willst, solltest du auf jeden Fall noch bis Spätwinter/Frühjahr warten. Im Sommer/Herbst hat er noch zu wenig Reserven in den Wurzeln, das könnte ihn ganz umbringen.
Ansonsten gehe ich mit dem Gärtner einig und würde auch noch zuwarten.
Aber ich würde vielleicht mal ein wenig jäten, du hast da Ackerwinden im Beet, die wirst du nie mehr los, wenn du sie nicht entfernst. Hartriegel sind mehrheitlich Flachwurzler, sie vertragen zwar auch Stauden als Unterpflanzung, aber nicht hartnäckiges Unkraut 🙂
- Peter A.28 Beiträge11. September 2020Besten Dank für Deine ausführliche Antwort.
Es handelt sich tatsächlich um eine Kornelkirsche. Ich habe das Beet recht tief ausgegraben und mit frischer Erde aufgefüllt. Darunter ist es ziemlich kompakt lehmig. Heisst ja nicht umsonst Leimental hier..;-)
Ich habe die Sträucher dieses Frühjahr gesetzt, ein erster Schnitt steht noch aus.
Und mit dem jäten hast Du natürlich recht. Ich arbeite zur Zeit einfach viel zu viel, da bleibt halt einiges liegen....
Ich werd mal alle zurückschneiden wenns Zeit ist und abwarten ob die sich erholen.
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