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Feuchtes Bauland

8Antworten8’446Aufrufevon maccc · 10. Februar 2009letzter Beitrag vor 18 Jahren
  1. maccc1 Beiträge10. Februar 2009
    Guten Abend

    Wir wollen ein Haus kaufen. Dies wird neu gebaut.

    Nun haben wir erfahren, dass es auf dem Grundstück mal einen Weier hatte. Dieser jedoch trocken gelegt wurde. Meine Frage ist nun folgendes:

    Bekommt man eine Baubewilligung wenn bekannt ist, dass der Boden zu viel Feuchtigkeit hat? Wir haben Angst, dass wir das Haus kaufen und nach x Jahre das Haus sinkt oder schief wird. Wer haftet in einem solchen Fall?

    Die Gemeinde sagt mir, dass alles ok ist, das GU auch. Jedoch ein "Einheimischer" sagt etwas anderes..

    Ich danke euch tausend mal für eure Hilfe!

    Maccc

  2. emil172’299 Beiträge26. Februar 2009
    Wenn der Baugrund schlecht sein sollte, dann haftet niemand, weil der Eigentümer diesen zur Verfügung stellt - der Unternehmer kann nichts dafür, dass er dort bauen muss. Wenn Ihr das Haus fertig samt Boden vom GU erwerbt, haftet dieser, da er juristisch gesehen den Baugrund ausgesucht hat.

    Ihr könnt ein Bodengutachten verlangen, aber das wird wahrscheinlich von Euch zu bezahlen sein.

  3. rman495 Beiträge26. Februar 2009
    Bei uns im Ort gibt es auch extrem freuchte Gebiete, welche jetzt zu Bauland erschlossen wurden. Um ein Absenken zu vermeiden, wurden für all diese Häuser Pfähle in den Boden gerammt > Mehrkosten

    Auch wenn du die Baubewilligung erhältst muss du wohl oder übel selber dafür sorgen, dass dein Haus nicht absackt.

    Ich würde diese Parzelle vor dem Kauf unbedingt von einer Fachperson überprüfen lassen...

  4. rup390 Beiträge26. Februar 2009
    man kann sogar im meer bzw. auf sand bauen. (dubai)

    ist alles eine frage der finanzen. wie rman geschrieben hat kann man pfählen, aber das kostet. wenn das beim gu inkl. ist, dann müsstest du eigentlich kein problem haben.

    eine fachperson würde ich dann für sowas beiziehen. nicht nur den gu.

  5. sweetheart37 Beiträge26. Februar 2009
    Bei uns im Ort gibt es auch extrem freuchte Gebiete, welche jetzt zu Bauland erschlossen wurden. Um ein Absenken zu vermeiden, wurden für all diese Häuser Pfähle in den Boden gerammt > Mehrkosten

    Auch wenn du die Baubewilligung erhältst muss du wohl oder übel selber dafür sorgen, dass dein Haus nicht absackt.

    Ich würde diese Parzelle vor dem Kauf unbedingt von einer Fachperson überprüfen lassen...
    Stimmt alles genau, aber mit dem Pfählen alleine ist es nicht getan.

    Ist der Grundwasserspiegel erhöht, bedingt dies ebenfalls einen Druckwasser-dichten Keller, wasserdichte Lichtschächte, wenn man die Waschmaschine im Keller will eine Abwasserpumpe und und und...wir wollten auf einem Grundstück bauen, wo diese Vorkehrungen nötig gewesen währen. Mehrkosten inkl. Pfählung ca. 40'000.-/emoticons/default_eek.png

    Haben dann die Vernunft walten lassen, wollten nicht im Sumpf bauen /emoticons/default_additional/214.gif und sind immer noch auf der Suche nach Bauland...

  6. john_w641’215 Beiträge26. Februar 2009
    Alte Flurnamen die auf Wasser hindeuten haben meist mehr Wahrheit als man glaubt. Wir haben mal in einem Gebiet gewohnt das "Wässermatte" hiess bevor es bebaut wurde. Und klar, alle paar Jahre kam die Feuerwehr den Keller auspumpen. So viel zur idyllischen Lage am Bach und so...

    Bauen kann man überall - siehe Venedig. Aber wirklich trocken kriegt man die Häuser im Wasser doch nicht - siehe Venedig.

  7. buddy321 Beiträge27. Februar 2009
    Das mit den Flurnamen hat was. Gibt ein Haus, welches in Deutschland gebaut wurde, wobei die Strasse glaubs Torfbruch oder so ähnlich hiess. Auf jedenfall fing der Strassenname mit Torf an. War ein Bericht auf Stern TV beim Jauch. Interessanterweise sprach man da auch vom nachträglichen "pfählen".

    Habe im www dann auch was zu diesem Bau gefunden.

    Geldern: Bau-Pfusch: Haus zerbricht | RP ONLINE

    Das ist schon krass. Finanziell durch den Hausbau belastet, folglich kein Geld für Sanierung vorhanden, Recht erhalten, aber keine adäquate Summe vom Verursacher zu holen.

    Hoffen wir mal, dass solche "Baugrund" Beispiele nur an einer Hand abzuzählen sind.

  8. kantech10 Beiträge12. März 2009
    hallo

    ganz klar: Geologisches Gutachten erstellen lassen, kostet nicht alle Welt. Dann wisst Ihr was auf euch zukommt. Dass es dort mal einen Weiher hatte, bedeutet nicht, dass der Baugund schlecht sein muss.

    viel glück und spass beim häusle bauen

  9. emil172’299 Beiträge17. März 2009
    GU hilft nicht, im Vertrag steht sicher dass normaler Baugrund vorausgesetzt wird. Im schlimmsten Fall wird er sich auf OR 365 beziehen. So oder so kostet es mehr.