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Drexel und Weiss Aerosmart L ausreichend für ein Passivhaus (Minergie-P) mit 186m2?

10Antworten4’493Aufrufevon Teig · 16. November 2010letzter Beitrag vor 16 Jahren
  1. Teig179 Beiträge16. November 2010
    Hallo Zusammen

    Habe hier im Forum einiges über die Passivhaustechnik gelesen, bin jetzt aber total verunsichtert, ob das vorgesehene Gerät für das Passivhaus das wir in erwägung ziehen zu kaufen ausreichend ist.

    Isolationswert der Gebäudehülle ist der "übliche" von U 0,10 (Fenster über alles 0,8)

    Eine zusätzliche Heizung ist nicht vorgesehen (Höchstens Bioalkoholofen). Die Luft wird mittels Erdwärmetauscher vorgewärmt (35m Lang).

    Kann das gut gehen?/emoticons/default_confused.png

    Gruss

    Teig

  2. Pfälzer9’908 Beiträge16. November 2010
    .. für das Passivhaus das wir in erwägung ziehen zu kaufen ausreichend ist.

    Teig
    Hallo Teig

    Abgesehen von dem aktuellen Thema... damit ist die andere "Geschichte" erledigt? Für Dich positiv ausgegangen??

  3. Teig179 Beiträge16. November 2010
    Hallo Ronald

    Nein ist leider noch nicht abgeschlossen! :-(

    Entweder gibt es diese Woche eine Einigung oder ich werde mir wohl dieses Passivhaus "reinziehen".

    Gruss

    Markus

  4. Pfälzer9’908 Beiträge16. November 2010
    Servus Markus.... egal wie.. oder welches... ich wünsche Dir den passenden Erfolg.

  5. Asino24 Beiträge23. November 2010
    Hoi Teig

    diese Frage kann man nicht so einfach beantworten. Dazu braucht man die Berechnung SIA 380/1 und daraus insbesondere das 10Watt/m2 Kriterium. wenn du dieses Unterschreitest, ist eine Luftheizung (und darum geht es hier) möglich.

    Wichtig ist, dass du die Abklärung von erfahrenen Fachleuten im Bereich Luftheizung treffen lässt.

    Um deine Frage zu beantworten: Ja das Gerät kann für ein Passivhaus reichen... (aber nicht für jedes).

    Gruss Asino

  6. Bauprofi739 Beiträge23. November 2010
    Hallo Teig

    Nicht die Berechnung SIA 380/1 (Energienachweis) sondern die Heizlastberechnung SIA 384/201 ist die wichtige. Und Luftheizungen funktionieren wenn sie richtig Aufgebaut sind auch bei mehr als den 10 Watt/m2. Dies ist nur der Unsinn welcher von der Minergie in die Welt gesetzt wurde und in Fachkreisen wird darüber recht herzlich gelacht.

    Zu deiner Frage, ja es kann aber es muss mit der Anlage nicht funktionieren. Denn diese Anlage kann wirklich nicht mehr als die 10Watt/m2 bringen. Besonders ist auf die Luftverteilung und Strömungsgeschwindigkeiten zu achten. Habe Anlagen gesehen wo viel zu kleine Rohrquerschnitte verlegt wurden. Wodurch zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten entstehen. Dies ist in der SIA 180 und dem Merkblatt klar definiert, wird aber sehr häufig missachtet. Den meisten Planer fehlt es an Erfahrung. Wenn die Anlage jedoch gut aufgebaut ist und ein Teil der Wärmeabgabe über die Bodenfläche geschieht, dann ist eine Luftheizung das beste was man Bauen kann.

    Gruss Bauprofi

  7. Asino24 Beiträge23. November 2010
    Hallo Bauprofi

    die Branche fordert schon lange, dass die SIA 384/201 für hochgedämmte Gebäude angepasst wird. Wir erhalten viel zu hohe Werte.

    ich bleibe bei meiner Aussage, dass das 10Watt-Kriterium auf Distanz kein schlechter Indikator ist.

    Wir reden bei diesem Gerät von einer reinen Luftheizung und nix da Wärme in Bodenfläche...

    Gruss aus dem Passivhaus von Asino

  8. Bauprofi739 Beiträge23. November 2010
    Hallo Asino

    Das man zu hohe Werte mit der SIA 384/201 erhält ist bekannt, jedoch sollte man diese nicht deshalb einfach unterlassen. Mit Erfahrung kann man aus beiden Werten SIA 380 und SIA 384 einen guten Rückschluss ziehen. Und dies gilt dann wirklich nur für den Bereich des Passivhauses. Klar ist der 10 Watt Wert ein Anhalt, jedoch nicht ein Ausschlusskriterium für Luftheizsysteme. Wenn man sich mit diesem Thema näher auseinandersetzt, dann hättest Du verstanden was ich mit Wärmeabstrahlung über die Bodenfläche gemeint habe. Es hat etwas mit der Behaglichkeit und dem Wohlfühlen zu tun. Wenn Du mal tiefer in die Messung von Behaglichkeit eingestiegen bist, dann versteht man sehr gut was das für den Bauherren bedeutet. Es ist eben leider nicht damit getan das ich 20°C im Raum habe. Wenn das auch allen Lüftern endlich in den sinn käme, dann würden wir einen grossen Schritt in die richtige Richtung machen. Eine gute Luftheizung wird onfloor verlegt und gibt 20% der Wärme über den Boden ab. Somit ist dieser immer angenehm zu begehen und der Nutzer fühlt sich deutlich wohler. Denn wenn der Boden nur 20° oder 21°C aufweisst, empfindet es der Mensch als Kühl. Unsere Füsse sind der beste Wärmeindikator unseres Körpers. Dies alles hat mit Komfort zu tun.

    Gruss Bauprofi

  9. Asino24 Beiträge23. November 2010
    Salü Bauprofi

    ich werde da denn Verdacht nicht loss, dass du auf ein spezielles System der "kombinierten" Luftheizung abgefahren bist und nur dies das einzig Wahre ist.

    Ich wohne in einem Passivhaus und bevorzuge 22°C. Da, wie du ja sicher weisst, die Heizperiode nicht alzulange ist, funktioniert deine Bauteilheizung dann nicht und deine Fussindikatoren werden frieren.... oder wirst du für diese Fälle dann Finken anziehen?

    Du kennst ja sicher das PHPP, dann nehmen wir doch das, wenn die Schweizer Berechnungen nichts taugen um unsere Systeme auszulegen.

    Das Eingangs erwähnte Gerät wurde in der Schweiz schon 100 fach eingebaut und glaube mir die Bewohner frieren nicht und haben auch kein Komfortproblem. Am Wochenende vor einer Woche hättest du einige dieser Häuser in der ganzen Schweiz besichtigen können... tja schon vorbei, jetzt musst du ein Jahr warten.

    Grüsse aus dem Passivhaus Asino

  10. Bauprofi739 Beiträge23. November 2010
    Hallo Asino

    Ich schreibe hier von meinen Erfahrungen und habe nichts mit einem speziellen Produkt zu tun. Aber ich habe eben genügend Kundschaft welche nicht zufrieden ist. Es muss sich nicht zwingend um das hier benannte Produkt handeln. Und ich kenne einige Häuser die diese Anlagen haben und auch die Messwerte. Wenn Du zufrieden bist, dann ist dies sehr schön und Du gehörst, dann sicher auch zu der Mehrheit. Aber Unzufriedene gibt es eben auch und dies liegt nicht an den Anlagen sondern fast immer an der Planung und Ausführung.

    Gruss Bauprofi

  11. Teig179 Beiträge24. November 2010
    Hallo Zusammen

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Auf Grund euerer Infos hätte ich das Haus gekauft, denn ich denke der Architekt der das Haus gebaut hat versteht was von Passivhäuser und wenn es funktionieren kann, dann wird es dies voraussichtlich auch.

    Hätte deshalb, weil ich jetzt zu 80% ein anderes Haus kaufe (eines das ich schon angefangen habe)! Das ist so schräg wie es geschrieben ist!

    Gruss

    Teig