Ich bin nun an den Anfangsplanungen für den Bau unseres freistehenden EFH.
Wir sind uns aber unschlüssig bezüglich der Gebäudehülle. Doppelschalenmauerwerk oder Aussenisolation?
Der Archtiekt meint, dass wir mit der Aussenisolation die besseren Dämmwerte auf geringerem Platz zu tieferen Kosten erzielen. Also nur Vorteile...
Auf der anderen Seite höre ich immer wieder, dass die Aussenhülle bei Aussenisolation sehr "heikel" sei. Schon nach wenigern Jahren kann es zu verfärbungen kommen. Auf Witterungseinflüsse soll de Fassade viel anfälliger sein. Der Architekt verneint dies. Jedoch berichten auch immer wieder Forumsmitglieder von solchen Fällen.
Unser 2008/2009 erstelltes Haus hat - wie wohl viele andere hier - eine Aussenisolation. Nach 1 1/2 Jahren kann ich nichts Negatives über diese Bauweise sagen. Man darf einfach beim Einsatz von Leitern und Aehnlichem nicht vergessen, dass die Fassade verhältnismässig druckempfindlich ist. Zudem sollte man sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, was man wo an der Aussenfassade montieren möchte. Die Befestigungspunkte für Sonnenstoren & Co. können so problemlos vorgesehen werden.
Vielen Dank für Deine Antwort. Und was meinst Du zur Befürchtung, dass die Fassade mit der Aussenisolation viel schneller verwittert und dementsprechend früher wieder darin investiert werden muss?
ich bin überhaupt nicht vom Fach, aber ich denke dass, korrekte Verarbeitung vorausgesetzt, keine grösseren Probleme mit schnellerem Verwittern auftreten sollten. Ansonsten wäre diese Bauweise wohl nicht so verbreitet, wie sie es heute ist.
Wir haben mit ein Haus mit Doppelschalenmauerwerk gebaut.
Erstens haben wir immer wieder von dem "aufpassen" von wegen heikel gehört (allerdings ist das nur Hörensagen).
Zweitens wird es wohl einen Grund geben, weshalb Häuser mit Doppelschalenmauerwerk bei der Gebäudeversicherungsprämie günstiger als die Aussenisolationshäuser sind. /emoticons/default_rolleyes.gif
Zweitens wird es wohl einen Grund geben, weshalb Häuser mit Doppelschalenmauerwerk bei der Gebäudeversicherungsprämie günstiger als die Aussenisolationshäuser sind. /emoticons/default_rolleyes.gif
Das würde ja bedeuten, dass ein gleichwertiges Gebäude mit Doppelschalenmauerwerk eine tiefere Gebäudeversicherungssumme hätte..... Kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen, zumal ja die Kosten eher höher ausfallen!?
Kann mir vielleicht jemand mit längerer Erfahrung (>5-10 Jahre) über die Witterungseinflüsse bei der Aussenisolation berichten?
Das würde ja bedeuten, dass ein gleichwertiges Gebäude mit Doppelschalenmauerwerk eine tiefere Gebäudeversicherungssumme hätte..... Kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen,
Es hat insofern einen Einfluss auf die Versicherungssumme, dass die Erstellungskosten einer Liegenschaft mit Doppelschalmauerwerk teurer sind.
Was Du aber meinst, ist der Prämienansatz. Im Kanton Basellandschaft liegt dieser bei Doppelschalenmauerwerk (Prämienklasse 1) bei 0.26 Franken pro Tausend auf den Versicherungswert, bei Aussenisolation (Prämienklasse 2) 0.44 Franken pro Tausend.
Ich bin eigentlich Fan von Doppelschalen Mauerwerk. Und wollte ursprünglich unser Haus auch so bauen lassen. Ist bei einem 5.5 Zi Haus mittlerer Grösse 20'000 bis 30'000 teurer (gemäss offerten). Und man kann jede Fassadenfarbe wählen (Styropor Aussendämmung nur bis Y Wert 20, also nicht zu dunkel, mit minderalischer Dämmung aussen geht auch ejde Farbe, allerdings kostet die auch je nach Grösse der Wände schon mal 10'000 mehr).
Es gibt jedoch ein "Aber". Das ist der Grund, warum wir doch Aussendämmung haben. Wir haben ein Zimmer im Keller, das beheizt ist (Büro). Sobald der Keller auch beheizt sein soll, reichen die 20'000 bis 30'000 mehr gegenüber Styropor Aussdendämmung bei weitem nicht mehr, der Keller wird dann auch viel aufwändiger. Unsere Ausnützungsziffer liess aber nicht Flachdach (d.h. auch im OG keine kniehohen Seitenwände, sondern volle Höhe) und 5 Zimmer in EG und OG zu. Eines musste in den Keller.
Doch, das kann durchaus erforderlich sein.. Du weisst ja nicht, ob er ein Minergiehaus bauen möchte..? Was sich ja auch mit einem Zweischalenmauerwerk erstellen liesse.
Kannst es aber natürlich trotzdem machen... nutzt dann auch deren Vorteile. Die eh einzuhaltenden Grenzwerte der MuKEn09 sind ja nicht so weit von Minergie entfernt, also gibt hier auch trotzdem eine KWL durchaus Sinn.
Du hättest hier dann sogar die Wahl zu denzentralen Geräten, welche die gleiche Wirkung erzielen, aber nicht die Kosten und baulichen Rahmenbedingungen, wie eine Zentralanlage mit Kanalführung haben, zurückzugreifen.