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Doppelschalenmauerwerk oder Aussenisolation

40Antworten17’754Aufrufevon ArsenalWenger · 19. Dezember 2010letzter Beitrag vor 13 Jahren
  1. ArsenalWenger3 Beiträge19. Dezember 2010
    Hallo liebe Forumsmitglieder

    Ich bin nun an den Anfangsplanungen für den Bau unseres freistehenden EFH.

    Wir sind uns aber unschlüssig bezüglich der Gebäudehülle. Doppelschalenmauerwerk oder Aussenisolation?

    Der Archtiekt meint, dass wir mit der Aussenisolation die besseren Dämmwerte auf geringerem Platz zu tieferen Kosten erzielen. Also nur Vorteile...

    Auf der anderen Seite höre ich immer wieder, dass die Aussenhülle bei Aussenisolation sehr "heikel" sei. Schon nach wenigern Jahren kann es zu verfärbungen kommen. Auf Witterungseinflüsse soll de Fassade viel anfälliger sein. Der Architekt verneint dies. Jedoch berichten auch immer wieder Forumsmitglieder von solchen Fällen.

    Was muss ich für die Entscheidung noch beachten?

    Ich wäre für Eure Hilfe sehr dankbar.

    Schöne Grüsse

    ArsenalWenger

  2. Mirella1’252 Beiträge19. Dezember 2010
    Unser 2008/2009 erstelltes Haus hat - wie wohl viele andere hier - eine Aussenisolation. Nach 1 1/2 Jahren kann ich nichts Negatives über diese Bauweise sagen. Man darf einfach beim Einsatz von Leitern und Aehnlichem nicht vergessen, dass die Fassade verhältnismässig druckempfindlich ist. Zudem sollte man sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, was man wo an der Aussenfassade montieren möchte. Die Befestigungspunkte für Sonnenstoren & Co. können so problemlos vorgesehen werden.

    Mirella /emoticons/default_smile.png

  3. ArsenalWenger3 Beiträge19. Dezember 2010
    Hallo Mirella

    Vielen Dank für Deine Antwort. Und was meinst Du zur Befürchtung, dass die Fassade mit der Aussenisolation viel schneller verwittert und dementsprechend früher wieder darin investiert werden muss?

  4. Mirella1’252 Beiträge19. Dezember 2010
    Hallo ArsenalWenger,

    ich bin überhaupt nicht vom Fach, aber ich denke dass, korrekte Verarbeitung vorausgesetzt, keine grösseren Probleme mit schnellerem Verwittern auftreten sollten. Ansonsten wäre diese Bauweise wohl nicht so verbreitet, wie sie es heute ist.

    Mirella /emoticons/default_smile.png

  5. Glatze43 Beiträge19. Dezember 2010
    Hallo ArsenalWenger

    Wir haben mit ein Haus mit Doppelschalenmauerwerk gebaut.

    Erstens haben wir immer wieder von dem "aufpassen" von wegen heikel gehört (allerdings ist das nur Hörensagen).

    Zweitens wird es wohl einen Grund geben, weshalb Häuser mit Doppelschalenmauerwerk bei der Gebäudeversicherungsprämie günstiger als die Aussenisolationshäuser sind. /emoticons/default_rolleyes.gif

    Gruss Glatze

  6. Mirella1’252 Beiträge19. Dezember 2010
    Zweitens wird es wohl einen Grund geben, weshalb Häuser mit Doppelschalenmauerwerk bei der Gebäudeversicherungsprämie günstiger als die Aussenisolationshäuser sind. /emoticons/default_rolleyes.gif
    Sind sie das? Das wusste ich gar nicht.

    Mirella /emoticons/default_smile.png

  7. ArsenalWenger3 Beiträge19. Dezember 2010
    Das würde ja bedeuten, dass ein gleichwertiges Gebäude mit Doppelschalenmauerwerk eine tiefere Gebäudeversicherungssumme hätte..... Kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen, zumal ja die Kosten eher höher ausfallen!?

    Kann mir vielleicht jemand mit längerer Erfahrung (>5-10 Jahre) über die Witterungseinflüsse bei der Aussenisolation berichten?

    Vielen Dank.

    ArsenalWenger

  8. Glatze43 Beiträge19. Dezember 2010 · bearbeitet
    Das würde ja bedeuten, dass ein gleichwertiges Gebäude mit Doppelschalenmauerwerk eine tiefere Gebäudeversicherungssumme hätte..... Kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen,
    Es hat insofern einen Einfluss auf die Versicherungssumme, dass die Erstellungskosten einer Liegenschaft mit Doppelschalmauerwerk teurer sind.

    Was Du aber meinst, ist der Prämienansatz. Im Kanton Basellandschaft liegt dieser bei Doppelschalenmauerwerk (Prämienklasse 1) bei 0.26 Franken pro Tausend auf den Versicherungswert, bei Aussenisolation (Prämienklasse 2) 0.44 Franken pro Tausend.

    Siehe Versicherungsbedinungen E. Prämien https://www.bgv.ch/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/pdf_doc/vers_beding_elem_feu_d.pdf&t=1292884259&hash=e2b3acd8745a6f5e32c6cf56045c334d

    Gruss Glatze

  9. pulsedriver525 Beiträge20. Dezember 2010
    Ich bin eigentlich Fan von Doppelschalen Mauerwerk. Und wollte ursprünglich unser Haus auch so bauen lassen. Ist bei einem 5.5 Zi Haus mittlerer Grösse 20'000 bis 30'000 teurer (gemäss offerten). Und man kann jede Fassadenfarbe wählen (Styropor Aussendämmung nur bis Y Wert 20, also nicht zu dunkel, mit minderalischer Dämmung aussen geht auch ejde Farbe, allerdings kostet die auch je nach Grösse der Wände schon mal 10'000 mehr).

    Es gibt jedoch ein "Aber". Das ist der Grund, warum wir doch Aussendämmung haben. Wir haben ein Zimmer im Keller, das beheizt ist (Büro). Sobald der Keller auch beheizt sein soll, reichen die 20'000 bis 30'000 mehr gegenüber Styropor Aussdendämmung bei weitem nicht mehr, der Keller wird dann auch viel aufwändiger. Unsere Ausnützungsziffer liess aber nicht Flachdach (d.h. auch im OG keine kniehohen Seitenwände, sondern volle Höhe) und 5 Zimmer in EG und OG zu. Eines musste in den Keller.

  10. mack104 Beiträge22. Dezember 2010
    ACHTUNG

    der Hellbezugswert bei Aussenwärmedämmung ist 30 und nicht 20!!

  11. trilobyte45 Beiträge27. Dezember 2010
    wieso nicht ein einschalenmauerwerk aus isolierziegeln bauen?

    Der neue Monolith. Porotherm T7/T8

    poroton / porotherm t7 z.b.

    falls mein hausprojekt nächstes jahr realisiert wird dann nur mit isolierziegeln!

    schau dir mal bei regenwetter die fassaden von aussenisolierten häusern an die schon einige jahre alt sind!

    viele sind unansehnlich vor allem wenn es feucht ist.

    gruss

    siegi

  12. Gerd86 Beiträge28. Dezember 2010
    Hallo Zusammen,

    Braucht man eine Komfortlüftung wenn man mit Zweischalenmauerwerk baut?

    Gruss,

    Gerd

  13. Glatze43 Beiträge28. Dezember 2010
    Nein

  14. Pfälzer9’908 Beiträge28. Dezember 2010
    Doch, das kann durchaus erforderlich sein.. Du weisst ja nicht, ob er ein Minergiehaus bauen möchte..? Was sich ja auch mit einem Zweischalenmauerwerk erstellen liesse.

  15. Gerd86 Beiträge28. Dezember 2010
    Wir werden kein Minergiehas bauen. Isolation ist 16 cm dick zwischen zwei 12.5 Steine.

    Also, brauchen wir keine Komfortlüftung?

    Danke,

    Gerd

  16. Flat E.1’540 Beiträge28. Dezember 2010
    Hallo Gerd

    "brauchen" im Sinn von gesetzlich vorgeschrieben; Nein

    Gruss

    Flat E.

  17. Gerd86 Beiträge28. Dezember 2010
    Hallo Flat E.

    Ich weiss schon dass die Komfortlüftung nicht gesetzlich vorgeschrieben wird.

    Ich frage nur bezüglich Feuchte im neuen Haus.

    Gruss,

    Gerd

  18. Pfälzer9’908 Beiträge28. Dezember 2010
    Nein, dann brauchst Du keine KWL vorzusehen.

    Kannst es aber natürlich trotzdem machen... nutzt dann auch deren Vorteile. Die eh einzuhaltenden Grenzwerte der MuKEn09 sind ja nicht so weit von Minergie entfernt, also gibt hier auch trotzdem eine KWL durchaus Sinn.

    Du hättest hier dann sogar die Wahl zu denzentralen Geräten, welche die gleiche Wirkung erzielen, aber nicht die Kosten und baulichen Rahmenbedingungen, wie eine Zentralanlage mit Kanalführung haben, zurückzugreifen.

  19. Gerd86 Beiträge28. Dezember 2010
    Danke Pfälzer für diese Tipps!

    Gruss,

    Gerd

  20. Pfälzer9’908 Beiträge28. Dezember 2010
    Bitteschön.. eine unserer leichtesten Übungen... /emoticons/default_cool.png