[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wer sein Gemüse im Garten selbst kultivieren will, kann bei weniger empfindlichen Arten bereits ab März mit der Direktsaat im Freiland beginnen. Vor der Aussaat sollte man sich gut überlegen, für welche Gemüsearten man sich entscheidet und wie viele Pflanzen es benötigt, denn gerade hier kann es schnell mal des Guten zu viel werden, kommt man doch kaum noch mit der Ernte nach. So spriessen dann Salatköpfe schnell einmal in die Höhe, und Zucchetti werden dermassen gross, dass sie wochenlang auf dem Speisezettel stehen. Um dies zu vermeiden, werden beispielsweise Radieschen, Spinat oder Salate besser nur in kleinen Portionen ausgesägt, jedoch kontinuierlich über einen gewissen Zeitraum, und bei Zucchetti beschränkt man sich auf die Aussaat von nur wenigen Pflanzen.[/COLOR]
Vor der Aussaat wird die dafür vorgesehene Stelle einige Zentimeter tief gelockert.
Das richtige Saatgut
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Im Handel wird Saatgut einzelner Gemüsearten für unterschiedliche Jahreszeiten angeboten. So ist beispielsweise Saatgut für Sommer- wie auch Winterblumenkohl oder spezielle Samen von Salaten erhältlich, die bei heissen Temperaturen wesentlich besser gedeihen. Im Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass das Saatgut frisch ist. Am besten kauft man dieses jedes Jahr neu. Beachten Sie unbedingt das auf der Packung aufgedruckte Haltbarkeitsdatum. Vorteilhaft ist zudem pilliertes Saatgut, das von einer mit zum Teil fungiziden Wirkstoffen versehene Schutzschicht umgeben ist. Diese schützt den aufgehenden Keimling vor Auflaufkrankheiten. Für die Aussaat benötigt es einen grösseren Platzbedarf, sie können jedoch schon im definitiven Abstand ausgebracht werden, wodurch das pikieren entfällt. Wird normales Saatgut verwendet, werden diese bei sehr kleinen Samen von Vorteil vorab mit Sand gemischt, was bei der Aussaat, ob breitwürfig oder in Reihen ausgebracht, eine bessere Verteilung gewährleistet.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Je nach Gemüseart, muss das Saatgut zusätzlich mit Erde abgedeckt werden. Beachten Sie dazu die Informationen auf der Packung. Als Faustregel gilt, die Samendicke ist zugleich die Abdeckdicke.[/COLOR]
Damit die Saat zuverlässig aufgeht, sollte sich der Boden vorab gut abgetro
Keimfähigkeitstest
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ist noch Saatgut vom letzten Jahr übrig, das richtig - d.h. kühl und trocken - gelagert wurde, ist dieses oft noch keimfähig. Sind die Samen schon älter oder wurden sie falsch gelagert, hat ihre Keimfähigkeit gelitten. Für einen guten Anbauerfolg ist die Saatgutqualität jedoch besonders wichtig. Eine einfache Keimprobe gibt darüber Aufschluss. Dabei verteilt man eine abgezählte Anzahl an Samen zwischen zwei Lagen Küchenpapier und hält diese in den nächsten zwei Wochen feucht. Keimen in dieser Zeit 75 Prozent der Samen, ist das Saatgut noch in Ordnung. Bei einer Erfolgsquote von 50 Prozent muss doppelt so dicht ausgesät werden. Keimen deutlich weniger Samen, lohnt sich eine Aussaat kaum. Vor allem bei der Anzucht von Gemüse kommt Saatgut aus eigener Ernte oft nicht in Frage, da hier vorab oft Hybridsorten gepflanzt wurden, deren Nachkommenschaft nicht mehr die Qualität der Eltern erreicht.[/COLOR]
Bodenvorbereitung
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Damit die Saat zuverlässig aufgeht, sollte sich der Boden vorab gut abgetrocknet und erwärmt haben. Vor der Aussaat wird die dafür vorgesehene Stelle einige Zentimeter tief gelockert. Die Erde sollte dabei ein feinkrümeliges Aussehen erhalten. Zur Bodenverbesserung eignet sich etwas gut verrotteter Kompost oder Blumen- und Gemüseerde. [/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Anschliessend wird das Saatgut je nach Gemüseart breitwürfig oder in Reihen ausgebracht und bei Bedarf (siehe auch Packungsbeilage) mit Erde abgedeckt. Ein Angiessen erübrigt sich im Freiland, ausser bei pilliertem Saatgut oder bei Petersilie. Eine Abdeckung aus feinem Maschendraht (Hasendraht) schützt die Saat vor scharrenden Katzen oder Amseln. Ist der Samen aufgegangen, wird der Schutz entfernt. Sommersaaten werden bei sonnigem und trockenem Wetter von Vorteil mit nassen Tüchern oder Vlies beschattet. Nach dem Auflaufen werden diese sofort entfernt und die Saat, falls nötig, weiterhin gegossen.[/COLOR]
Aussatvarianten
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Reihensaat[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Dabei wird der Samen, beispielsweise von Radieschen, Karotten, Buschbohnen, Erbsen oder Kefen, in flachgezogenen Rillen ausgebracht. Je nach Samendicke beträgt die Tiefe einen bis zwei Zentimeter. Anschliessend die Rillen mit Hilfe eines Rechens mit Erde zuschieben und diese leicht andrücken.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Breitsaat[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Hierzu werden die Samen breitwürfig aufs vorbereitete Beet gestreut und mit dem Rechen bei Bedarf leicht eingearbeitet und angedrückt. Diese Aussaatart eignet sich für Karotten, Radieschen sowie Gemüse, das anschliessend pikiert wird.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Tellersaat[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Diese Art wird vor allem bei Stangenbohnen angewendet. Dabei wird das Saatgut ringförmig in Gruppen in einem grösseren Abstand ausgelegt.[/COLOR]
Aussatkalender für das Freiland
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Nicht alle Gemüsearten sind geeignet für eine Direktsaat im Freiland. Für jene, die sich eignen, ist unbedingt eine termingerechte so wie der Lage und Witterung angepasste Aussaat zu berücksichtigen, da dies den Ertrag wie auch die Qualität des Gemüses positiv beeinflusst.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Februar[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Knoblauch, Schnitt- und Pflücksalat, Puffbohnen, Radieschen, Rettich, Rüebli, Spinat.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]März[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Erbsen, Kefen, Knoblauch, Nüsslisalat, Petersilie, Schnitt- und Pflücksalat, Puffbohnen, Radieschen, Rettich, Rüebli, Spinat, Steckzwiebeln.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]April[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Chinakohl, Pak-Choi, Erbsen, Kefen, Fenchel, Nüsslisalat, Petersilie, Schnitt- und Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Randen, Rüebli, Spinat, Stangenbohnen (Ende April), Steckzwiebeln.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Mai[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Buschbohnen, Chicorée, Chinakohl, Pak-Choi, Fenchel, Gurken, Kartoffeln, Kohlrabi, Kopf-, Eissalat, Lattich, Kürbis, Nüsslisalat, Pastinaken, Petersilie, Schnitt- und Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Randen, Rüebli, Spinat, Stangenbohnen, Sommerportulak, Zucchetti, Zuckermais.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Juni[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Buschbohnen, Chicorée, Chinakohl, Pak-Choi, Cicorino rosso, Endivien, Fenchel, Gurken, Kartoffeln, Kohlrabi, Kopf- und Eisbergsalat, Lattich, Kürbis, Nüsslisalat, Pastinaken, Petersilie, Schnitt- und Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Randen, Rüebli, Spinat, Sommerportulak, Zucchetti, Zuckerhut, Zuckermais.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Juli[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Chinakohl, Pak-Choi, Cicorino rosso, Endivien, Fenchel, Kohlrabi, Kopf- und Eisbergsalat, Lattich, Nüsslisalat, Petersilie, Schnitt- und Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Rüebli, Spinat, Sommerportulak, Zuckerhut.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]August[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Nüsslisalat, Schnitt- und Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Spinat, Sommerportulak.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]September[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Knoblauch, Nüsslisalat, Schnitt- und Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Spinat, Winterportulak (ab Ende September).[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Oktober[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Knoblauch, Nüsslisalat, Spinat, Winterportulak.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]November[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Nüsslisalat, Winterportulak (bis Mitte November).[/COLOR]
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