[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Dauerbepflanzungen in Trögen kommen überall dort zum Einsatz, wo kein offener Boden vorhanden ist, jedoch ein lebender Sicht- oder Windschutz, eine Abgrenzung oder eine Markierung erwünscht ist. Mit Erde gefüllte und bepflanzte Tröge werden relativ schwer, daher ist vorher unbedingt abzuklären, ob der Untergrund genügend stabil ist. Dies gilt vor allem für Standorte auf Dachterrassen oder Garagen. Stehen die Tröge einmal bepflanzt Vorort, so lassen sie sich nicht mehr so ohne weiteres verschieben. Weiterhin zu bedenken ist, dass Trogbepflanzungen im Winter, wie im Sommer meist extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind, da sie oft an zugigen oder extrem heissen Standorten stehen. In trockenen Winter können die Pflanzen, ist die Wasserversorgung nicht gewährleistet, regelrecht vertrocknen. Im Sommer hingegen können sich die Tröge durch starke Sonneneinstrahlung und reflektierende Hitze auf stark aufheizen, was ebenfalls zum Austrocknen des Erdsubstrates und sogar zu Wurzelverbrennungen führen kann.[/COLOR]
Materialwahl
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bei der Materialauswahl von Pflanztrögen gilt, 'erlaubt ist was gefällt', jedoch sollte das Material unbedingt langlebig, daher robust und witterungsbeständig sein. Auch sollte die Wahl nicht zu auffällig sein, was einem schnell verleiden kann. In beiden Fällen sind bald neue Tröge fällig, was Mehraufwand und –kosten bedeutet. Wählen Sie zudem standfeste Gefässe, denn mit höher werdenden Gehölzen bepflanzt, können diese auf zugigen Dachterrassen bei Stürmen durchaus umstürzen. Nicht zu empfehlen sind breite, flache Schalen mit abgeschrägten Aussenwänden. In ihnen trocknet die Erde relativ rasch ab oder friert im Winter gerne durch. Die Mindesthöhe der Gefässe für Kleinstauden sollte 25 Zentimeter, bei grösseren Stauden, Gräsern und Zwerggehölzen mindestens 40 Zentimeter betragen. Rosen und grösser werdende Gehölze verlangen eine Pflanztiefe von mindestens 60 Zentimetern. Zusätzlich wichtig ist ein guter Wasserabzug, daher sollten die Gefässe mit einem, grössere sogar mit mehreren Löchern versehen sein. Achten Sie darauf, dass die Tröge nicht direkt auf dem Boden stehen, denn nur so kann überschüssiges Wasser problemlos ablaufen.[/COLOR]
Pflanzsubstrat
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wählen Sie eine qualitativ hochwertig Erde, die über Jahre hinweg den Pflanzen eine optimale Wasser- und Nährstoffaufnahme sowie einen guten Stand bietet. Zum Füllen von grossvolumigen Pflanzgefässen mit Koniferen, Laubgehölzen und Bodendeckern im Freien bietet sich besonders gut Trogerde, bestehen aus Rindenkompost, Landerde, gebrochenem Blähton und Holzfasern an. Mit ihrem neutralen pH-Wert von ca. 7,0 und niedrigem Salzgehalt eignet sie sich ausserdem für Dachgärten und Lärmschutzwände sowie zum Füllen von Löffelsteinen. Dank ihrer groben Struktur ist sie volumenbeständig und hat ein gutes Wasserrückhaltevermögen, was für die Bepflanzung besonders in Trockenperioden von Vorteil ist. Eine Grunddüngung ermöglicht den Pflanzen einen optimalen Start.[/COLOR]
Pflanzenauswahl
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Von laubabwerfenden und immergrünen Gehölzen, Koniferen, Rosen, Gräsern und Stauden, kommt fast alles in Frage. Erkundigen Sie sich bei Gehölzen und Koniferen nach robusten und schwachwüchsigen oder zwergigen Arten und Sorten im Fachhandel. Sie kommen gut mit engen Verhältnissen im Wurzelbereich zurecht, trotzen Wind und Wetter und können auch einmal ein paar Tage Trockenheit aushalten. Bei Rosen wählt man von Vorteil Kleinstrauch- oder Bodendeckerrosen. Hier sind robuste Sorten in viele Farben erhältlich, die den ganzen Sommer über blühen und nicht zu kalte Winter schadlos überstehen. Ergänzt mit Blumenzwiebeln für den Frühling und Stauden für die Sommermonate sowie Gräsern, deren Halme sanft in der Herbstsonne leuchten, herrscht so während der ganzen Vegetationszeit Abwechslung.[/COLOR]
Pflanzung
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Besonders wichtig ist das Vorbereiten der Gefässe. Als erstes werden die Abzugslöcher mit Tonscherben abgedeckt. Anschliessend wird eine ca. 10 cm dicke Drainageschicht aus Blähton ausgebracht, welche den Wasserhaushalt reguliert. Damit sich die Drainage nicht mit dem Pflanzsubstrat vermischt, wird diese mit einem unverrottbarem Vlies abgedeckt. Mit dem Füllen der Tröge mit Erde werden Gehölze und Rosen gleich mit eingepflanzt. Anschliessend folgt das Setzen der Stauden, Gräser und gegebenenfalls Blumenzwiebeln.[/COLOR]
Für einen guten Start und ein langes Leben
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wie alle Neuanpflanzungen, bedürfen auch frisch bepflanzte Tröge zunächst etwas intensiver Pflege. Bei Herbstpflanzungen ist im Winter ein Sonnen- und Windschutz nötig, so können die noch nicht vollständig eingewurzelten Pflanzen nicht austrocknen. Als Abdeckung eignen sich ein Vlies oder Tannenreisig. Immergrüne Gehölze verdunsten auch im Winter Wasser, daher müssen diese unbedingt zu Winteranfang sowie an frostfreien Perioden mit Wasser versorgt werden. Dies gilt übrigens auch für eingewachsene Pflanzungen. Natürlich benötigen auch Trogbepflanzungen fortwährend Nahrung. Den jeweiligen Bedürfnissen angepasste Dünger sind im Fachhandel erhältlich.[/COLOR]
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