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Neuanlage von Staudenbeeten

0Antworten159Aufrufevon Redaktion · 22. Februar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge22. Februar 2017
    Herbstpflanzung von Stauden und im Frühling blühenden Zwiebelblumen




    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wenn ein Teil des Rasens einem neuen Staudenbeet weichen soll, ist im Herbst der ideale Zeitpunkt dafür, denn der Boden ist feucht und die Temperaturen noch mild. So können die Pflanzen problemlos bis zum Winter einwurzeln und haben für das folgende Jahr einen Entwicklungsvorsprung. Besonders zu Gute kommt dies Frühlings- und Frühsommerblühern wie beispielsweise Gänsekresse, Polsterphlox, Storchschnabel, Tränendes Herz, Wolfsmilch, Pfingstrose oder Rittersporn. Aber auch Hochsommer- und Herbstblüher wissen dies zu schätzen. Da letztere oft in voller Blüte gepflanzt werden, leuchtet schon im Pflanzjahr hie und da ein Farbtupfer im neu gestalteten Beet. Die Form und Länge des Beetes spielt kaum eine Rolle, umso mehr jedoch die Tiefe. Dies insbesonders dann, wenn eine der langen Seiten an einen Zaun, eine Hecke oder gar Mauer grenzt. Ist das Beet breiter als ein Meter, muss man bei der Bearbeitung zwangsläufig in die Erde stehen, was nicht unbedingt ratsam ist, da Pflanzen Schaden nehmen können und sich der Boden verdichtet. Hier ist jeweils im Anschluss eine Bodenlockerung nötig.[/COLOR]

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Im Weiteren ist eine den Pflanzen entsprechende, gute Bodenvorbereitung wichtig, v.a. dann, wenn Stauden mit Blumenzwiebeln oder Rosen kombiniert werden sollen. Alle vertragen weder verdichtete noch staunasse Böden. Lieber hätten sie es tiefgründig, locker und humos, was in den wenigsten Fällen unmittelbar nach dem Hausbau der Fall ist. Hier empfiehlt sich, die Umgebungsarbeiten baldmöglichst in Angriff zu nehmen und bis Ende September eine Gründüngung mit Gelbsenf oder Bienenfreund auszusähen, welche im Winter den Boden schützt. Kommt der Frost ins Spiel, wird durch das laufende Gefrieren des Wassers der Boden bis zum Frühjahr feinkrümelig und bildet somit eine ideale Basis für einen guten Start im neuen Gartenjahr.[/COLOR]


    Der ideale Gartenboden


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Geht es nur um einzelne Staudenbeete in einem bereits eingewachsenen Garten, so reicht ein sorgfältiges Abtragen der Grasnarbe sowie eine tiefgründige Bodenlockerung im Normalfall vollkommen. Damit ist ein Lehmboden gemeint, denn dieser speichert die Nährstoffe und das Wasser, ist zudem warm, durchlüftet und lässt sich daher gut bearbeiten. Ausserdem enthält er genügend Humus und ist sehr fruchtbar. Fehlt es jedoch an Humus, sollte dieser unbedingt noch vor einer Bepflanzung eingebracht werden. Hier empfiehlt sich besonders gut der Gartenhumus. Dabei handelt es sich um eine schwere, torffreie Erde, welche ausschliesslich aus inländischen Recycling Produkten besteht und sich vor allem zur Einmischung in vorhandene Erden eignet. Dies in der Gestaltung von Gärten im Allgemeinen, aber auch zur Erhöhung und Verbesserung der Humusschicht im Gemüse- und Blumengarten oder bei der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern. Bestehend je zur Hälfte aus Landerde und Gartenkompost ist sie sehr volumen- und struksturstabil, leicht alkalisch, und hat ein gutes Nährstoffspeichervermögen sowie eine gute Wasserspeicherkapazität. [/COLOR]

      

    Schwere Tonböden [COLOR= rgb(0, 0, 0)]sind in nassem Zustand sehr elastisch und klebrig. Bei trockenem Wetter werden sie hart und sind daher kaum zu bearbeiten. Zudem neigen sie zur Verdichtung, was Staunässe und Sauerstoffmangel im Wurzelbereich zur Folge hat. Ausserdem sind sie "geizig", binden sie doch viele Nährstoffe. Nachhaltige Abhilfe schafft man durch Beimischung von Sand, reifem Kompost oder/und Gründüngungen mit Ölrettich oder Bitterlupine.[/COLOR]Sandböden[COLOR= rgb(0, 0, 0)] dagegen zerbröckeln leicht, sind daher nicht knetbar sowie rau und feinkörnig. Folglich erwärmen sie sich rasch, kühlen aber ebenso rasch wieder ab. Zwar lassen sie sich gut bearbeiten, halten aber Wasser und Dünger kaum zurück, was dauernd Nachschub fordert. Abhilfe schafft man durch jährliche Zugaben von Tonerde sowie durch eine ständige Bedeckung des Bodens.[/COLOR]Moorböden [COLOR= rgb(0, 0, 0)]sind sauer und gleichen einem Schwamm. Nach langen Regenperioden sind sie sehr nass, bei Trockenheit können sie kaum Wasser speichern. Sie lassen sich leicht bearbeiten. Moorböden können für den Nutzgarten durch überwinternde Gründüngungen sowie laufenden Beigabe von Tonerde, Steinmehlen und Algenkalk verbessert werden.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ist die Bodenvorbereitung abgeschlossen, geht es an die Pflanzung. Hier ist der Phantasie kaum Grenzen gesetzt, jedoch sollte unbedingt auf ein ausgewogene Höhenstaffelung geachtet werden, wäre es doch nur allzu schade, verschwänden niedrige Stauden, insbesondere während der Blüte vor höheren oder gar Rosen. So wandern also hohe Stauden und Rosen in den Hintergrund, mittelhohe Pflanzen in die Mitte und niedrige pflanzt man in den Vordergrund des Beetes. Bei der Auswahl der verschiedenen Arten oder Sorten gilt, weniger ist oft mehr, wodurch die Wiederholung einzelner Pflanzengruppen Harmonie ins Beet bringt, während viele verschiedene Arten, Sorten oder gar Farben schnell unruhig wirken.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Kaufen Sie nur Pflanzen mit gut durchwurzeltem Erdreich, jedoch sollten die Wurzeln weder verfilzt noch braun sein. Vor der Pflanzung werden die Pflanzen aber auch Blumenzwiebeln positioniert. Ist alles am richtigen Ort, geht es ans Setzen. Dabei ist bei Blumenzwiebeln unbedingt die Pflanzanleitung zu beachten. Sonderbehandlungen in Form einer guten Drainage aus einem Sand-Kiesgemisch wollen die Zwiebeln von Kaiserkrone (Fritillaria imperialis, Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) und die fleischigen, seesternartigen Wurzeln der Steppenkerze (Eremurus), da diese schwere Böden überhaupt nicht mögen. Bei Stauden wird der Ballen vorab gut gewässert und anschliessend mit einem Messer leicht angerissen. Dies bewirkt, dass sich schnell neue Wurzeln bilden und die Pflanzen so relativ rasch anwachsen. Anschliessend die Pflanzen nur so tief setzen, sodass der Wurzelhals bedeckt ist. Wurzelnackte Rosen sind bis ca. Mitte November im Handel erhältlich. Vor dem Setzen werden die Pflanzen für einige Stunden vollständig in Wasser eingelegt, ausgetrocknete Ware über Nacht. Anschliessend kürzt man die Wurzeln leicht ein, schneidet die Triebe auf ca. 20 cm zurück und stellt die Rose in die dafür vorgesehene, ausreichend tief und gross ausgehoben Pflanzgrube mit gelockerten Untergrund. Dabei kommt die Veredlungsstelle etwa 4 bis 5 cm tiefer zu liegen, als die Erdoberfläche um die Pflanzgrube ist. Achten Sie zudem darauf, dass die Wurzeln nicht umgeknickt werden, dadurch besteht nämlich die Gefahr der Wildtriebbildung. Im Anschluss wird die Erde satt eingefüllt, ein Antreten ist jedoch nicht nötig. Containerrosen hingegen pflanzt man wie Stauden. Ist alles im Beet, werden die Pflanzen gut angegossen. Nun heisst es abwarten bis zum nächsten Frühjahr, wenn das Beet aus dem Winterschlaf erwacht und uns mit seiner Blütenpracht beglückt.[/COLOR]

      

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