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Blumenwiese

0Antworten286Aufrufevon Redaktion · 17. November 2016letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge17. November 2016
    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wer Natur pur einem englischen Rasen vorzieht, kann sich ab Mitte April an die Ansaat einer Magerwiese machen. Entscheiden ist dabei der Boden.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Manch einer, der einen grossen Rasen in seinem Garten pflegt, ist es leid, diesen wöchentlich zu mähen. Viel schöner wäre hier doch eine Blumenwiese, in der in den Monaten Mai und Juni weisse Margeriten, blauer Wiesensalbei, Scabiosen, Schafgarbe blühen. Käfer würden herumschwirren, 'Heugümper' von Grashalm zu Grashalm hüpfen und Schmetterlinge in den schönsten Farben von Blüte zu Blüte flatterten. Die Pflege hielte sich in Grenzen und so könnte man ruhig etwas länger im Liegestuhl liegen bleiben und dabei erst noch die Natur beobachten.Damit dieses Vorhaben auch problemlos gelingt, gilt es einige Regeln zu beachten. Als erstes müssen wir herausfinden, mit was für einem Boden wir es zu tun haben. Ist er fett, mager, trocken oder feucht? Wird er besonnt oder mehrheitlich von grossen Gebäuden oder Bäumen beschattet?[/COLOR]



     



     



    Bodenanalyse empfiehlt sich

    Je artenreicher die Blumenwiese, desto sonniger, trockener und magerer muss der Boden sein. Früher lag der Stickstoffgehalt einer Heuwiese bei 5 g je Hektare. Mit der zunehmenden Luftverschmutzung erhöht sich dieser an Extremstandorten bis auf 5 kg pro Hektar. Daher ist es äusserst aufwendig einen gut gedüngten Rasen abzumagern.Zudem kann man nicht einfach ein Stück Garten brach liegen lassen und auf eine Blumenwiese hoffen. Auch dann nicht, wenn gleich nebenan eine solche liegt. Die wenigsten Arten verbreiten sich mit dem Wind und es bräuchte mehrere Jahre, bis sie den Weg auf das Brachland fänden. Zusätzlichwürden sich Disteln, Blaken, und andere 'Unkräuter' ausbreiten.Wohl kann sich auch an anderen Standorten eine Blumenwiese entwickeln, allerdings nicht mit einer so üppigen Blütenpracht, wie dies bei mageren, trocken, Böden in voller Sonne der Fall ist. Im Handel sind für jeden Standort entsprechende Samenmischungen mit Aussaatanleitung erhältlich.Um herauszufinden, mit was für einem Boden man es zu tun hat, empfiehlt es sich, vorab eine Bodenanalyse durchzuführen. An Hand dieser und der Berücksichtigung der Lage findet man schliesslich die richtige Samenmischung.



    Ab Mitte April einsäen

    este Einsaatzeit ist Mitte April bis Anfang Juni. In dieser Zeit laufen die Samen in Kürze auf und die Wurzeln dringen in die Tiefe, bevor die Sommertrockenheit einsetzt.Ob Rasen oder Gemüsegarten, als Erstes sollte der alte Bestand vollständig entfernt werden. Bei schweren, lehmigen Böden empfiehlt es sich, diesen ca. 20 bis30 cm tief mit ca. 50 Prozent Sand zu durchmischen. Soll der Boden zusätzlich ausgemagert werden, wird zuerst ca.10 bis 15 cm Erde abgetragen. Anschliessend mit kalkarmem, gewaschenem Sand (Korndurchmesser bis 2 mm) auffüllen und der Boden intensiv umgegraben oder fräsen. Nun die Erde ca. 1 Woche setzen lassen und im Anschluss die Oberfläche so lange bearbeiten, bis sie feinkrümelig ist. Beim Einsäen das Saatgut halbieren und in zwei Arbeitsgängen, einmal längs und einmal quer gehend ausbringen. Abschliessend knapp einen Zentimeter tief einarbeiten, anwalzen oder –klopfen und gut wässern.Je nach Samenmischung erfolgt bei einer Höhe von 5 bis 15 cm ein Unkrautschnitt. Danach sind noch ein bis zwei Putzschnitte nötig. Zusätzlich werden stark wachsende Unkräuter von Hand entfernt. Im Aussaatjahr kommt es nur bei den einjährigen Pflanzen zur Blüte. Im Jahr darauf folgt dann die langersehnte Blütenpracht. In den kommenden Jahren passt sich die Saat den Standortbedingungen an.



    Damit es auch so bleibt

    Entscheidend über das Ausmass der Blütenpracht in den Folgejahren ist die Anzahl der Schnitte. Der erste erfolgt je nach Samenmischung im Juni bis Juli. Den Insekten zu Liebe sollte die Fläche in zwei Schritten im Abstand von ca. 14 Tagen gemäht werden. Im September erfolgt dann der zweite Schnitt und zum Herbstende wird die Wiese noch eingewintert, dass heisst, sie wird nochmals geschnitten. So besteht weniger die Gefahr, das die Pflanzen unter dem Schnee leiden und im Frühjahr nachgesät werden muss.



    Eine Hecke für die Vögel

    Wird die Blumenwiese zusätzlich von einer Hecke mit einheimischen Sträuchern gesäumt, bestehen gute Aussichten, die Artenvielfalt durch viele Vogelarten zu erweitern.Dazu empfehlen sich einheimische Sträucher wie Kornellkirsche (Cornus mas), Hundsrose(Rosa canina), Schwarzdorn (Prunus spinosa), Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) und Weissdorn (Crataegus). Weiterhin auch Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) und Gemeines Pfaffenhütchen (Euonymus europea), jedoch sind beide giftig.








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