Hallo zusammen
Ich weiss, dass ich hier mehr im Eigenheim-Forum unterwegs bin - aber evtl. kann mir ja trotzdem jemand weiterhelfen - sei es als MFH Besitzer oder früherer Mieter.
Folgende Situation: Wir wohnen seit kurzem (1. Juli 2016) in einer Mietwohnung in einem 2011 erstellten MFH. Letzte Nacht hat es wirklich stark geregnet in der Region. Heute morgen dann die Bescherung - das ganze Treppenhaus war den Wänden nach feucht, im Keller drückte das Wasser durch den Boden (ca 1 cm hoch stand Keller im Wasser) und der Lift war ausser Betrieb weil vermutlich Wasser reinlief. Gemäss Nachbarn wurde damals beim Bau des MFH gepfuscht und es kommt bei mittleren starken Regenfällen immer wieder zu solchen Pfützen und kleineren Überschwemmungen im Keller. Dies wurde auch bereits an die Verwaltung bemängelt - diese wollte die Situation analysieren und bei Zeiten beheben. Die Mieter haben sich damit arrangiert und stellen nichts mehr auf das unterste Regal im Keller.
Frage: Wir haben nun den Boden aufgenommen und sind mit Entfeuchter am "trocknen". Das verursacht natürlich auch Kosten und ist einfach nur nervig. Zudem war uns das nicht bewusst.
Wie würdet ihr vorgehen? Ich möchte nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen, da die Wohnung ansonsten wirklich Preis/Leistung mässig der hammer ist. Aber ich möchte auch die Situation nicht auf Dauer akzeptieren.
Es Grüsst
zerolimits
Kanonen-auf-Spatzen-Variante:
Mitteilung an Verwaltung samt Mängelrüge und Aufforderung zur Behebung des Mangels mit Frist, zudem Mietzinsreduktion sowie Schadenersatz (sofern Schaden entstanden ist) aufgrund des Mangels verlangen. Die Kosten für den Entfeuchter sowie der von euch geleisteten "Arbeit" in Rechnung stellen, samt Androhung von Hinterlegung von Mietzinsen sowie Gang zur Schlichtungsbehörde.
Nette-Variante:
Das Gespräch suchen, eine gemeinsame Lösung erarbeiten. Natürlich auch muss besonders honoriert werden, dass ihr Mieter mitwirkt und dadurch der Schadenminderungspflicht zugenüge nachgekommen seid. Meine bevorzugte Variante.
Es gibt viele Wege nach Rom. Es kommt auf die Verwaltung an. Eine gute Anlaufstelle ist auch die Mietschlichtungsbehörde in deinem Bezirk, welche Dir kostenlos eine Rechtsberatung geben müssen (was viele nicht wissen, aber ein Leistungsauftrag der Schlichtungsbehörde darstellt). Wenn die Verwaltung kooperiert, kannst du auch kooperieren, wenn nicht, dann nimm die Variante 1.
Liebe Grüsse
Hallo
Danke für die Antwort.
Natürlich war geplant das Gespräch zu suchen, glaube das Einschreiben usw. ist eher kontraproduktiv und würden wir eher als letzte Variante nehmen. Leider machte die Verwaltung bisher bei den wenigen Kontakten einen ziemlich schlechten Eindruck bzw. desinressiert. Schon die Wohnungsübergabe war mühsam - Mitarbeiterin kam zu spät, gähnte die längste Zeit und man musste jede Info aus der Nase ziehen.
Werde wohl mal eine E-Mail schreiben und schauen was ihr Vorschlag wäre zum den Schaden beheben.
LG
Einfach nicht weichkochen lassen, halt bestimmt fordern und dann dies auch geltend machen bei der Mietschlichtungsbehörde. Du musst wissen, dass du dann Kündigungsschutz hast für die kommenden 3 Jahre. Du musst Dir nicht alles gefallen lassen; zumal du angetönt hast, nicht gerade günstig zu wohnen. Da muss die Verwaltung halt auch Leistung erbringen. Aber wie gesagt, Gespräch suchen und dann entscheiden, welcher Weg eingeschlagen wird. Ich würde auf jeden Fall nie im Leben akzeptieren, dass ich den Keller nicht gebrauchen kann. Du musst wissen, dass wenn erhöhte Feuchtigkeit im Keller vorhanden ist, auch deine weiteren Sachen auf höheren Etagen darunter leiden können.
So was muss man nicht erdulden. Ich bin immer wieder erstaunt, wie lange das Mieter den Zustand akzeptieren, obwohl der Vermieter zwingend agieren müsste.
Sorry war evtl. oben blöd geschrieben - die Wohnung ist eigentlich im positiven Sinne der Hammer - also die Wohnung selbst ist für den Preis den wir bezahlen wirklich gut / günstig. Das ist auch der Grund, weshalb wir nicht Streit bzw. eine Kündigung riskieren möchten.
Wir haben jetzt Mal den "netten Weg" eingeschlagen und eine Mail an die Verwaltung geschrieben mit der Bitte, bis wann der Mangel behoben wird bekannt zu geben und wie bezüglich der Kosten verfahren wird bzw. ob eine Mietzinsreduktion bis Behebung erfolgt. Da sich die Nachbarn damit arrangiert haben und wir dazu aber nicht bereit sind müssen wir mal die Antwort der Verwaltung abwarten (wenn dann eine kommt).
Allenfalls müssen wir dann sonst andere Mittel ergreifen - was ich aber irgendwie schade fände.
++ Update ++
Die Hausverwaltung hat sich bereits gemeldet. Der Schaden wird heute begutachtet von einer Firma, welche die Fehlerquelle des Wassereindringens ausfindig machen sollte. Zudem wird in den nächsten Tagen ein schriftliches Angebot folgen wie weiter Verfahren wird - bezüglich Aktionsplan und Entschädigungen.
Das hört sich doch gut an. Bin gespannt, was das Angebot schlussendlich beinhaltet.
Salü Zerolimits
Warte ab was passiert. Der Hausbesitzer ist sicherlich daran interessiert, die Bausubstanz zu erhalten. Daher wird er reagieren.
Wenn Preis-Leistung in Ordnung sind würde ich nichts weiter Unternehmen. Wirst e kaum etwas erhalten.
Sollte dir im Keller ein Schaden entstanden sein, melde ihn deiner Versicherung.
Lg Turbo
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