Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das Bärenfellgras im Frühling behandeln soll/darf? Die im Winter in der Mitte der Polster abgestorbenen Teile ratzekahl zurückschneiden? Letzten Frühling (nach dem 1. Winter) unternahm ich nichts und hoffte, die Gräser würden von der Mitte her neu spriessen, war aber nix. Stattdessen wuchsen die Polster aus den strohigen Trieben weiter, sodass ich mich den ganzen Sommer am nicht gerade inspirierenden Anblick der dürren gelben Mittelpartien des doch eigentlich superschönen Grases "ärgern" durfte.
Das Bärenfellgras (Festuca) bildet mit den Jahren dicke, immergrüne Horste. Meines zeigt nach einem strengen Winter auch strohige Triebe, daher schneide ich es im Frühjahr knapp über dem Boden ab. Bildet sich in der Mitte eine kahle Stelle so ist eine Teilung angesagt. Den Horst jetzt im Frühjahr ausgraben, die abgestorbenen Teile entfernen, den Rest in etwa vier Stücke teilen und neu setzten.
Da ich zwar viele Gräser in meinem neu umgestalteten (Alters-)Gärtli habe, jedoch kaum immergrüne, "reute" es mich, die Festuca-gautieri-Polster wie die übrigen radikal zurückzuschneiden. Übrigens habe ich festgestellt, dass das Bärenfell im Teilschatten viel saftiger gedeiht als an brandheissen Lagen!
Der Bärenfellschwingel hat es einfach so an sich, dass er in die Höhe wächst, aus dem Boden raus, sozusagen und dann dürr wird.
Mann kann ihn, wie Brigitte schon geschrieben hat, zurück schneiden und/ oder regelmässig eine sandigen Erde darüber geben, gut in die Pflanze einarbeiten, sodass die Triebe wieder Bodenhaftung bekommen und neue Wurzeln machen.