Hallo p_isler
Die HTA hats erfunden und die nötigen Grunddaten dazu geliefert.
Auf deren Basis gibt es ganz klare Empfehlungen aufgrund von Messreihen von der HTA.
Diese da wären:
- Stromaufnahme der Ventilatoren
- die Möglichkeit der 3-Stufen-Schaltung (üblicherweise ist die mittlere Stufe auf 50%) durch das anheben des Betriebsvolumenstromes fehlt dir die Möglichkeit der Intensivlüftung !!
- die minimalen Volumenströme bei entsprechenden Räumen und Anzahl Personen
Die Angaben in der zugesandten Doku sind Zahlen von der HTA !!
Die Messresultate des CO2-Loggers sollten dir auch helfen hier an der HTA die kompetente Person zu finden, die dir deine Einwände und Überlegungen bestätigen kann !!
Aufgrund der Empfehlungen, der Minimalangaben und der gemachten CO2-Messungen sollte ein Gutachten vorerst noch nicht nötig sein.
Die Daten sind ja alle erhoben - ein Gutachter macht nichts anderes.
Einen eingeschriebenen Brief an die Verantwortlichen, dass die empfohlenen Minimalanforderungen nicht eingehalten werden und du auf einer Richtigstellung bestehst.
Unter dem Motto erst mal versuchen und Schadensbegrenzung betreiben, wird hier von allen Schuldigen versucht die Folgen in deine Verantwortung abzuschieben.
Wichtig einen Termin für die erwartete Antwort oder Richtigstellung der fehlerhaften Anlagenteile im eingeschriebenen Brief angeben.
Bei einem Ausbleiben der Antwort, ein Gutachten auf Rechnung der Verantwortlichen androhen (wieder eingeschrieben, mit Setzung einer Frist).
Erst nach vorangegangenen Schritten und Absicherung ein Gutachten in Auftrag geben.
Andy
Hallo Wottau
Wir haben auch das Zehnder Comfoair 500 mit Sole Erdregister und angeschlossener Comfohood Küchenhaube.
In dieser Konfiguration funktioniert die Kühlung wegen fehlerhafter Ansteuerung des Wärmetauscher-Bypasses nicht was ein klarer Mangel ist.
Ohne Umgehung des Wärmetauschers beträgt die Kühlwirkung nur 10%.
Das Lüftungsgerät misst die Lufttemperatur nach dem Sole Erdregister und schaltet aufgrund der tiefen Temperatur den Bypass nicht ein. Somit strömt die gekühlte Aussenluft durch den Wärmetauscher und wird dort von der warmen Abluft wieder aufgeheizt.
Unverständlich ist auch warum das Lüftungsgerät bei eingeschaltetem Bypass (= hohe Aussenlufttemperatur) die Zuluftmenge verdoppelt und die Abluftmenge halbiert.
Um das Problem zu lösen schalte ich den Bypass des Lüftungsgeräts direkt über die KNX-Steuerung des Hauses. Beim Überschreiten einer einstellbaren Aussenlufttemperatur wird der Bypass eingeschaltet.
Hallo,
wir haben mittlerweile eine ComfoAir 550 eingebaut und wollen diese an den KNX Bus anschliessen - aber keiner kann uns helfen wie das geht.
Wenn Sie die ByPass Steuerung darüber hinbekommen haben würde mich interessieren wie genau SIe das gemacht haben?
Nutzen Sie die RS232 Schnittstelle und lesen die P-Codes ein und aus??
Vielen Dank für jede Hilfe im Voraus
Peter
Hallo p_isler
Habe noch nie eine Zertifizierung nach Minergie gemacht, aber so wie ich es in den Texten von Minergie lese, sind dass die Mindestanforderungen.
Demnach sollte es so sein, dass ohne Mindestwerte auch keine Zertifizierung stattfindet.
Würde dies mal bei Minergie selbst nachfragen. Wäre ja gut wenn Du somit eine bessere Anlage durchsetzten kannst.
Gruss Bauprofi
Hallo Bauprofi
Du könntest ein Gutachten über die gesamte Lüftungslösung erstellen? Was würde das beinhalten? Wieviel würde das kosten?
Gruss
p_isler
Der erste Verbesserungsversuch ist ja am 14.09.2009 durch die Lüftungsfirma bereits in Angriff genommen worden, indem die Einregulierung durch punktuelle Drosselung und Erhöhung der Lüfterleistung nochmals ausgeführt wurde. Leider ist unser aller (natürlich subjektive) Wahrnehmung die, dass die akustische Belastung jetzt genau dazu führt, dass diese vom "mit Mühe ignorierbaren" in den "allzeit hörbaren" Bereich wechselt. Eben dieser Einwand wurde von uns auch bereits während der Einregulierung angebracht, worauf der Vorschlag seitens Spezialisten kam, halt in der Nacht auf Stufe 1 zurückzuschalten. Leider war ja aber bereits Stufe 2 zu knapp um die CO2-Belastung in der Nacht genügend gering halten zu können (siehe untenstehende Ausführungen zu SIA 2023), daher ist dieser Vorschlag wirklich unhaltbar.
Grundsätzlich möchte ich hier anmerken, dass sehr viele Argumente die ich wiederholt angebracht habe ja damit abgetan wurden, dass ich ja kein Lüftungsspezialist bin und dass sie genügend Erfahrung hätten zu entscheiden, ob die Ausführung den Anforderungen genügt oder nicht. Ich bin mir über meine Unkenntnis in der Tiefe der Materie bewusst und deshalb möchte ich mich ja genau auf Einhaltung von Normen und Merkblätter verlassen können! Ich habe mir nun genau deshalb erlaubt, mir mal das SIA-Merkblatt 2023 in der Ausgabe 2004 zu besorgen, welches ja bis Mai 2008 gültig war und somit für unseren Werkvertrag (nach SIA 118) relevant war.
So, jetzt zitiere ich mal die SIA 2023 (Ausgabe 2004), welche bei uns während Baueingabe relevant war (auszugsweise):
0.1 Zielsetzungen? Bauherren sollen lernen, sinnvolle Anforderungen bezüglich der Lüftung zu setzen und eine Bewertung der verschiedenen
Lüftungskonzepte zu verstehen
? Haustechnikplaner erhalten Planungsvorgaben, die auf entsprechenden europäischen Normen beruhen.
5.1 Bauliche Anforderungen
Grenz- und Zielwerte für die Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle
va,4,max
m3/(h?m2)
Kategorie Grenzwert Zielwert
Neubauten 0,75 0,5
Kennen wir für unser Haus diesen Wert?
5.3 Raumluftqualität
Ziel der Belüftung ist somit die Gewährleistung einer guten Raumluftqualität (keine gesundheitlichen Störungen, keine
Beeinträchtigung des Wohlbefindens), des Feuchteschutzes der Bausubstanz und eines angenehmen Raumklimas.
Gleichzeitig muss der Energiebedarf für die Luftförderung angemessen bleiben.
Bei der Planung wird nicht unterschieden zwischen Wohn- und Schlafzimmern.
5.4 Aussenluftraten
5.4.3 Aussenluftraten für die Kontrolle der Innenraumluftqualität
Die gemäss SIA 180 erforderlichen Luftraten sind als Minimalwerte für einen stationären Zustand (Belastungen und
Luftraten konstant) definiert.
5.5.3 Elektrische Energie
Für die spezifische Ventilatorleistung pSFP (für einen, gegebenenfalls zwei Ventilatoren zusammen) ist für alle Anlagen
ein Grenzwert von pSFP ≤ 0,42 W/(m3/h) einzuhalten. Für energetisch gute Anlagen ist ein Zielwert um 0,2 W/(m3/h)
anzustreben.
5.6 Akustische Anforderungen
5.6.1 Schalldruckpegel im Raum
Der von Lüftungsanlagen verursachte Schalldruckpegel sollte grundsätzlich tiefer sein als der Grundschallpegel in einer
Wohnung. Die Nachtsituation ist für die endgültige Beurteilung entscheidend.
Der von der Lüftungsanlage verursachte Schalldruckpegel im Zimmer darf tags und nachts den Wert von 25 dB(A) bei
Normalbetrieb nicht überschreiten. Der Nachtanforderungswert muss bei ruhiger Wohnlage vom Planer hinsichtlich
Verträglichkeit (Pegel und Frequenzen) beurteilt und allenfalls herabgesetzt werden.
6.1 Allgemeine Dimensionierungshinweise
6.1.2 Aussenluftvolumenstrom
Die Norm SIA 382/1 basiert bezüglich der notwendigen Aussenluftraten auf den entsprechenden CEN-Dokumenten. Aus
den dort genannten Luftqualitätsklassen wird für Wohnbauten die Situation anvisiert, dass der CO2-Pegel einen Wert von
maximal 800 bis 1000 ppm erreicht. Hiefür wird eine Aussenluftrate von 24 bis 36 m3/(h?Person) empfohlen.
plus: siehe Tabelle "Normbelegung" --> daraus folgt, dass die Normbelegung für unser Haus (Fläche > 100 m2) 5 Personen ist.
6.1.3 Minimale Abluftvolumenströme
Für Küche und Nassräume gelten die folgenden Minimalwerte: (siehe Tabelle Seite 23) --> Küche 40 m3/h, Bad 40 m3/h, WC oder Abstellraum 20 m3/h
6.4.1 Luftvolumenströme
Minimaler Zufluftvolumenstrom einer Wohnung ohne Zimmer im Durchströmbereich (siehe Tabelle Seite 26) --> dauars folgt für 5 1/2-Zimmer und 5 Personen 170 m3/h
Wenn ein Zimmer ausdrücklich als Schlafzimmer für zwei Personen festgelegt wird (?Eltern-Schlafzimmer?), kann der
Zuluftvolumenstrom bis auf 40 m3/h erhöht werden. Der Zuluftvolumenstrom der übrigen Zimmer wird sinnvoll reduziert,
so dass der Gesamtvolumenstrom erhalten bleibt. Der minimale Zuluftvolumenstrom pro Zimmer darf ohne ausdrückliche
Vereinbarung nicht unter 30 m3/h liegen.
7 Inbetriebnahme, Abnahme, Betrieb und Unterhalt
Schliesslich verbleibt die unerfreuliche Erfahrung, dass bisher bei vielen einfachen Lüftungsanlagen und bei reinen Abluftanlagen
die notwendigen Betriebskontrollen bei der Übergabe oder Abnahme unterbleiben.
Einfache Lüftungsanlagen erfordern eine gut geplante Abnahme, bei der die Messung der Zuluftströme zu den einzelnen
Räumen, eine Messung der Abluftströme, aber auch die Bewertung der akustischen Situation wesentliche Punkte
sind.
😡Blöd nur, dass bei uns all diese Punkte nicht erfüllt, resp. gar nicht gemessen oder protokolliert sind!!!/emoticons/default_mad.png
Verzweiflung macht sich breit....
Hallo,
wir haben mittlerweile eine ComfoAir 550 eingebaut und wollen diese an den KNX Bus anschliessen - aber keiner kann uns helfen wie das geht.
Wenn Sie die ByPass Steuerung darüber hinbekommen haben würde mich interessieren wie genau SIe das gemacht haben?
Nutzen Sie die RS232 Schnittstelle und lesen die P-Codes ein und aus??
Vielen Dank für jede Hilfe im Voraus
Peter
Das ComfoAir 500 verfügt über eine serielle RS485 Schnittstelle an welcher die externe Touch-Bedieneinheit angeschlossen ist. Informationen über die verwendeten Protokolle sind keine erhältlich. Mit Hilfe eines Schnittstellen-Analyzers und entsprechend viel Aufwand könnte versucht werden die serielle Kommunikation zu entschlüsseln.
Ich habe den einfacheren Weg gewählt und den Bypass-Antrieb von der Zehnder Steuerung abgetrennt (intern steckbar) und direkt mit einem Ausgang des Siemens KNX Jalousieaktors N523/2 verbunden (3 Adern, Achtung 230V).
- Wurden alle Luftfilter (auch Abluft) überprüft und erneuert?
- Auf welcher Lüftungsstufe (%) laufen die Ventilatoren (Wert von P37 und P38)?
- Eine Luftmenge von 130 m3/h bei mittlerer Stufe ist klar zu wenig; pro Zimmer muss der Aussenluftstrom mindestens 30 m3/h betragen; für das ganze Haus wäre somit eine Luftmenge von ca. 180 m3/h korrekt.
- Das Luftverteilungsnetz scheint schlecht dimensioniert zu sein (hoher Strömungswiderstand ; bei mittlerer Stufe (50%) liefert das G90-300 Lüftungsgerät 150 m3/h bei einem Strömungswiderstand von 81 Pa.
- Korrekturen innerhalb des Luftverteilungsnetzes (z. Bsp. zu kleine Leitungsquerschnitte) sind schwierig bzw. fast unmöglich.
- Ich würde eine Expertise von einem auf Lüftungen spezialisierten Planungsbüro durchführen lassen.
Hallo zusammen
Zum benötigten Druck habe ich mir jetzt eben auch nochmals Gedanken gemacht: Wenn das G90 bei 50% Lüfterstufe bei einem Druck von 81 Pa 150 m3/h bringt, wieviel liefert es dann bei 200 Pa? Wenn ich mich physikalisch nicht extrem vertue, muss ja zusätzlich zu all den Druckverlusten ja auch noch die statische Höhe (3 Stockwerke a 2.7 m ist ca. 8 m) überwunden werden. Bei einer mittleren Luftdichte von 1.2 kg/m3 (bei 20°C) macht das (mit p = rho x g x h) alleine schon einen Druck von ca. 100 Pa. Rechnet man hier noch die Strömungsverluste hinzu kann ich mir vorstellen, das unser System momentan ca. 200 Pa oder mehr benötigt, was (aus meiner Sicht) auch erklären würde, dass auf Zuluft-Lüfterstufe 65% (was wirklich schon ziemlich störend laut ist) bei uns nur ca. 135 m3/h ankommen. Natürlich ist das dann der spezifischen Energie auch nicht gerade förderlich....
Oder mache ich hier einen Überlegungsfehler?
Gruss
Pascal
Der statische Druck (es gibt keinen) muss nicht berücksichtigt werden.
Ohne Ventilator würde an der Stelle auch kein Druck gemessen werden können, resp. wenn ein Rohr in die Luft gehalten wird kommt ohne weitere Massnahmen unten auch keine Luft raus.
Ich hoffe es stört sich niemand am Benutzernahmen, er war eigentlich nur zum mitlesen gedacht /emoticons/default_ohmy.png.
Hmmm... irgendwie überzeugt mich das noch nicht absachliessend. Gibt's evtl. noch andere Meinungen dazu?
gruss
p_isler
Hallo p_isler
Das liegt daran, dass der Druckunterschied zwischen oberer und untere Öffnung des Rohres nicht nur im Rohr, sondern auch ausserhalb des Rohres besteht.
Gruss BD
Hallo nochmals
Was ist denn der Unterschied, wenn man zum Beispiel Wasser fördern würde? Da würde mir ja wohl niemand widersprechen, wenn ich sage, um 10 m Höhe zu fördern brauche ich ein bar (0.1 MPa) plus Leitungsverluste. Ja, klar, die Dichte... aber sonst?
Bernoulli?
Pascal'sches Gesetz?
Und wenn das Rohr, in dem das Wasser gefördert wird, sich selbst im Wasser befindet, wie hoch ist dann der Druck?
Okoke..... ich glaube, ich hab's jetzt kapiert. Was ich meinte war wohl eher die Hubarbeit (m x g x h). Aber was soll's.... Schlussendlich: Was bedeutet das denn für uns? Unsere Lüftungsleitungen verursachen einen Druckverlust von 200 Pa! Ist das nicht ein wenig viel?