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Architekturvertrag

47Antworten7’639Aufrufevon zaza · 14. Februar 2018letzter Beitrag vor 9 Jahren
  1. zaza13 Beiträge14. Februar 2018
    Liebes Forum

    Unser etwas harzig gestartetes Projekt für ein hölzernes Doppel-EFH ist auf dem Weg zur Baueingabe und der Architekt hat uns nun einen Entwurf für den SIA-Vertrag (SIA 1000/1 Planer-/Bauleitunsvertrag) vorgelegt. 

    Das klingt recht komplex mit diesen Formeln und Faktoren, somit würde es uns interessieren, ob es zu den Eckwerten Erfahrungswerte gibt, mit denen man mal grob abschätzen kann, ob der Vertrag i.O. ist. 

    Eckwerte bei uns: 

    Gesamtkosten gemäss Kostenschätzung  (ohne Land, inkl. 5% Reserve) = 1.8 Mio

    Voraussichtliche aufwandbestimmende Baukosten = 1.326 Mio

    Honorarschätzung inkl. MWST = 254‘300.-

    Vielen Dank für eure Gedanken! 

    Zaza

    1× hilfreich
  2. öx269 Beiträge15. Februar 2018
    Ich habe mich jetzt nicht näher mit dem Thema auseinander gesetzt. Wie bei den meisten anderen Gewerken kann man aber in den grossen komplizierten Formeln Zähler und Nenner so lange kürzen, bis etwas sehr sehr simples dabei raus kommt. Bei mir war das Architektenhonorar i.d.R. dann 14,7%.

    Wenn Du also die 1,8M und die 250k nimmst, liegst Du nicht schlecht. Aber Achtung, die Kostenschätzung ist nicht verbindlich. Bei allen nicht berücksichtigten Wünschen wird dann das Honorar angepasst. Angepasst wird in der Regel nach oben.

    1× hilfreich
  3. Urs Tischhauser1’559 Beiträge15. Februar 2018
    Liebe Zaza

    Das gibt rechnerisch einmal 2'153 Std. Arbeit, mit welcher er gerechnet hat. Die Zahl von CHF 254'300 ist daher realistisch. Ich würde ihm vorschlagen CHF 250'000 pauschal inkl. MWSt. Das ist für Dich gut, weil eben die von Öx angesprochenen Mehrwünsche Deinerseits dann keine Rolle spielen und für den Architekten ist es gut, weil er weiss mit was er rechnen kann.

    Gruss, Urs

    2× hilfreich
  4. pitw1’273 Beiträge15. Februar 2018
    Ich ich fange mit den Verhandlungen für gewöhnlich mit einem anständigen unteren Wert an. 5% sollten immer möglich sein, wenn auch schon die zuvor für gewöhnlich aufgeschlagenen Rabatte eingeräumt sind. Gerundet also ein Festpreis 240000SFr. incl. Steuer.

    Das gleiche gilt später für die beauftragten Firmen. Wobei dort teilweise auch 8% möglich sind. 

    Gruss Pit

    2× hilfreich
  5. zaza13 Beiträge16. Februar 2018
    Nun ja, unsere Ausgangslage (vgl. separates Thema) ist ja so, dass wir nun mit der Kostenschätzung ein gutes Stück über dem ursprünglichen Kostendach sind. Somit ist es eigentlich unser Plan, im Laufe der Detailplanung die Baukosten eher noch etwas nach unten zu bringen, wodurch dann auch die Zahlung an den Planer etwas sinken würde. Das spricht eher gegen eine Pauschale. Klar ist uns dabei, dass wir bei Extrawünschen nun zurückhaltend sein müssen...

    Als Laien dünkt uns dieses Honorarmodell des SIA recht eigenartig. Da hat der Architekt ja keinen (finanziellen) Anreiz für günstige Lösungen, umso mehr als diese oft wohl mehr Denk- und Planungsaufwand bringen. Auch intensives Verhandeln mit Handwerkern oder pingeliges Prüfen der Rechnungen ist für den Architekten finanziell nicht lukrativ. Unter dem Strich muss sich die Bauherrschaft wohl vor allem auf die Ethik und Seriosität des Beauftragten verlassen können...

    viele Grüsse, zaza

    2× hilfreich
  6. Goldlabel33 Beiträge16. Februar 2018
    250 000 Fr...für ein (1) Projekt?
    Hoppla.

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    1× hilfreich
  7. öx269 Beiträge16. Februar 2018
    250 000 Fr...für ein (1) Projekt?
    Hoppla.

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    Und das wird nur eines von mehreren Projekten parallel sein...
    1× hilfreich
  8. pitw1’273 Beiträge16. Februar 2018 · bearbeitet
    Dass das Honorarmodell nach SIA "fragwürdig" ist, habe ich schon hier im Forum beschrieben. Beim Architektenhonorar wäre es kundenfreundlicher nach z.B "zu planender Fläche" zu rechnen. Selbst nach Kubatur zu rechnen wäre noch seriöser.

    Es steht dem aber auch nichts dagegen einen Preis ausserhalb der SIA zu vereinbaren. Wir haben z.B bei unserem Projekt eine Kubatur von über  2000m3, und Kosten für den Architekten incl. Bauleitung von 90000Sfr. für 2 Wohnungen( UG~200m2, OG ~120m2) nach Minergie A Standard. Gut zugegeben wir arbeiten dem Architekten viel zu, haben teilweise auch eigenen Offerten eingeholt usw.

    Lasst euch von Eurem Architekten z.B die jeweiligen Ausschreibungstexte geben, fragt, an wem er die Offerten sendet, und holt euch selbst Offerten von anderen lokalen seriösen Firmen ein. So kann man ein wenig einschränken, nicht dass der Architekt zu sehr mit den Firmen "befreundet "ist.

    Bezüglich des Festhonorars sei noch gesagt, dass man dieses auch erst nach dem Eingang der Offerten, und nach der Vorplanung fixieren kann, so der Architekt denn will. Man kann, darf, und sollte grundsätzlich alles ansprechen, und danach verhandeln.

    Gruss pit

    1× hilfreich
  9. Goldlabel33 Beiträge16. Februar 2018
    Jedenfalls bezahlten wir für 880 000 Fr. Inkl. Bauleitung total 25 000 Fr. Hat alles gut geklappt, die Kostenberechnung war eine Punktlandung, Schweizer Architekt, Einmannbetrieb. Kein Bekannter, kein Freundschaftspreis. Deshalb bin ich so erstaunt..

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    1× hilfreich
  10. canaz377 Beiträge16. Februar 2018
    25k finde ich extrem wenig. Das kann doch nicht mehr kostendeckend sein...
    Wir haben 65k bezahlt und ich empfand das als sehr günstig.

  11. Marciboy141 Beiträge16. Februar 2018
    Jedenfalls bezahlten wir für 880 000 Fr. Inkl. Bauleitung total 25 000 Fr. Hat alles gut geklappt, die Kostenberechnung war eine Punktlandung, Schweizer Architekt, Einmannbetrieb. Kein Bekannter, kein Freundschaftspreis. Deshalb bin ich so erstaunt..

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    CHF 25'000.- kann man schon Dumping nennen. War es bereits ein fertiges Projekt aus der Schublade des Architekten oder war es ein komplett neues Projekt von Euch? Ich kann mir hier fast nicht vorstellen, wie dies kostendeckend sein sollte mit allen Plänen, Vervielfältigungen, Aufwände, etc.

  12. Goldlabel33 Beiträge16. Februar 2018
    Nö, keines aus der Schublade.. bin nun selber überrascht 🙂

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    1× hilfreich
  13. Andreas7’092 Beiträge16. Februar 2018
    CHF 25'000.- kann man schon Dumping nennen.nn
    Oder fehlt hier eine 0

  14. pitw1’273 Beiträge16. Februar 2018
    Naja, in D kostet ein Architekt für ein Energiesparhaus mit rund 150m2 Wohnfläche rund 25000€.(gleicher Arbeitsumfang wie in der CH) Ich habe noch keinen deutschen Architekten gesehen der am Hungertuch nagt. Ehrlicherweise muss man sagen, dass es dort allerdings auch von den Baukosten abhängig ist.

    Gruss Pit

  15. ameise_31494 Beiträge16. Februar 2018
    Unser ganzer Neubau kommt auf 990000 Fr. Und der Architekt der auch gleich die Bauleitung übernimmt kostet uns Pauschal 60000 Fr..

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  16. Andreas7’092 Beiträge16. Februar 2018
    Also ca. 15 % der Bausumme, so habe ich das von früher in Erinnerung...

    Aber eben früher war früher...    🙁

  17. lukas_ch921 Beiträge17. Februar 2018
    Bausumme: 780‘
    Baujahr: 2008
    Architektur, Devisierung, Bauleitung, Pläne, GarantieabwicklungnSchweizer Archtekt im AargaunHolzelementbaunIndividuell geplant nach unseren WünschennErgebnis tiptop

    Pauschal für 85‘


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  18. pitw1’273 Beiträge17. Februar 2018
    Also ca. 15 % der Bausumme, so habe ich das von früher in Erinnerung..nn
    Da kann durchaus sein. Das Problem ist, dass  die Baupreise seit 2007 im Mittel um 60% gestiegen. Das erhöht natürlich auch die Kosten für den Architekten, obwohl er das gleiche plant und macht wie zuvor. So sieht es die SIA nun einmal vor. Es gibt Architekten die passen es durchaus an, andere tun es nicht, und berufen sich auf die SIA. Der gewöhnliche Kunde wird es so entgegennehmen, wenn die SIA es doch so sagt.

    Gruss Pit

  19. Andreas7’092 Beiträge17. Februar 2018
    Also wenn ich ein Haus bauen würde mit Architekt, dann wäre mein Anliegen:

    zum Architekten ein persönliches Verhältnis aufzubauen.

    SIA ist das eine Mensch was anderes... (für mich)   🙂

  20. fipsli221 Beiträge17. Februar 2018
    Liebe Zaza

    Das gibt rechnerisch einmal 2'153 Std. Arbeit, mit welcher er gerechnet hat. Die Zahl von CHF 254'300 ist daher realistisch. Ich würde ihm vorschlagen CHF 250'000 pauschal inkl. MWSt. Das ist für Dich gut, weil eben die von Öx angesprochenen Mehrwünsche Deinerseits dann keine Rolle spielen und für den Architekten ist es gut, weil er weiss mit was er rechnen kann.

    Gruss, Urs
    2153 Stunden, sprich ein Mannjahr Arbeit für ein DEFH? Finde ich schon etwas hoch. Und da fragt sich noch jemand wieso GU's so einen Zulauf haben? 

    Zumal die Arbeit eines Architekten ja nicht in erster Linie von der Bausumme abhängt. Und auch das Rad muss man ja nicht jedesmal neu erfinden. 

    2× hilfreich