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Ambrosia

0Antworten152Aufrufevon Redaktion · 22. November 2016letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge22. November 2016
    Aggressiver Einwanderer schadet der Gesundheit


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Diese Pflanze wird uns womöglich teuer zu stehen kommen. Denn ihre Pollen lösen schwere allergische Reaktionen der Atemwege aus. Wer sie ausreisst und vernichtet, tut heutigen und zukünftigen Allergikern etwas Gutes.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Nordamerika ist die Heimat der Aufrechten Ambrosie oder Traubenkraut. Dort hätte sie auch bleiben können. Als ungewollte Beigabe im Sonnenblumen- und Weizensaatgut hat sie aber den Weg nach Europa gefunden – und breitet sich nun rasch aus. Ihr wissenschaftlicher Name Ambrosia täuscht darüber hinweg, dass es sich bei dieser Pflanze um ein besonders aggressives Kraut handelt. Jetzt, im August beginnt das Traubenkraut zu blühen. Seine Pollen haben es in sich. Sie sind winzig klein und dringen auch in die unteren Luftwege des Menschen ein. Dort entfalten sie ihre verheerende Wirkung. Kaum eine andere Pflanze kann derart starke allergische Reaktionen der Atemorgane hervorrufen wie die Ambrosie. Traubenkraut-Pollen verursachen in gewissen Gegenden der USA und Kanadas regelrechte Asthma-Epidemien mit hohen direkten und indirekten Gesundheitskosten.In der Po-Ebene, dem Balkan und rund um Lyon ist das Traubenkraut bereits weit verbreitet. In der Schweiz hat sie bisher erst die wärmsten Ecken erobert: die Region Basel, Zürich, Genf und das Tessin. Fachleute befürchten, dass der Vormarsch der Ambrosie und mit ihr die Pollenallergien kaum mehr gestoppt werden kann, wenn die Behörden die Pflanze nicht rasch genug bekämpfen. Da das Traubenkraut seinen Siegeszug durch die Schweiz erst angetreten hat, ist das Ausreissen von Hand vor der Blüte immer noch am effizientesten. «Mithelfen können alle, die die Pflanze finden», sagt Ueli Berchtold, Neophytenspezialist bei Pro Natura. Beim Ausreissen der Pflanze müssen aber Handschuhe getragen werden. Allergiker dürfen sie nicht anfassen. Blüht die Ambrosie, sollte man eine Schutzbrille und eine Staubmaske tragen. Ausgerissene Pflanzen gehören in die Kehrichtverbrennung und nicht in den Kompost.[/COLOR]


    Pro Natura - für mehr Natur, überall!


    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Pro Natura, bisher Schweizerischer Bund für Naturschutz, ist die führende Naturschutzorganisation der Schweiz. Unter dem Motto «Für mehr Natur, überall!» setzt sich Pro Natura entschlossen und konsequent für die Förderung und den Erhalt der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt ein. Kernaufgabe von Pro Natura ist der praktische Naturschutz. Daneben nimmt Pro Natura auch politisch klar Stellung für die Natur. Mit Informations- und Bildungsarbeit motiviert sie immer mehr Menschen dazu, der Natur Sorge zu tragen. Zu den Pioniertaten der 1909 gegründeten Organisation gehört die Schaffung des Schweizerischen Nationalparks. Heute betreut Pro Natura über 500 Naturschutzgebiete in der ganzen Schweiz. Als privater, gemeinnütziger Verein ist Pro Natura auf Mitgliederbeiträge und Spenden angewiesen. Pro Natura zählt rund 100 000 Mitglieder und ist mit ihren Sektionen in allen Kantonen der Schweiz aktiv.[/COLOR]



    Peter Rüegg

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