Unser Architekt wird wahrscheinlich gar nichts übernehmen. Er wird schon ausflippen, weil ich ihm geschrieben habe, dass wir das als Planungsfehler betrachten./emoticons/default_confused.png
Ich habe ihm vorgestern ein Mail geschrieben. Bis jetzt keine Reaktion. Vermutlich muss ich wieder mal ein Einschreiben machen. Bin schon fast Profi in dem. /emoticons/default_biggrin.png
Wie auch immer, es ist auch kein Thema, wer was bezahlt. Wir wollen einfach keine nassen Wände im Keller und dauernd den Luftentfeuchter laufen lassen.
Er muss mir jetzt einfach die beste Lösung präsentieren. Am liebsten wäre mir natürlich eine Aussendämmung, doch sehe ich so zusätzliche Probleme, wie etwa die Lichtschächte, die ja auch versetzt werden müssen oder dass die Kelleraussenwand mit Dämmung vorstehen würde. Das muss dann auch richtig gemacht werden, damit keine Wasser zwischen die Dämmung und Aussenwand läuft. /emoticons/default_sad.png
doch sehe ich so zusätzliche Probleme, wie etwa die Lichtschächte, die ja auch versetzt werden müssen oder dass die Kelleraussenwand mit Dämmung vorstehen würde. Das muss dann auch richtig gemacht werden, damit keine Wasser zwischen die Dämmung und Aussenwand läuft.
richtig erkannt. Nicht dass dort auch noch ein Planungsfehler entsteht. Poste doch wie es gelöst werden soll, dann können Dir verschiedene Personen bestimmt helfen.
ich bin der Micha aus Bayern. Würde gerne wissen wie die Geschichte weitergeht. Ich selbst habe 2007 unsere EFH bezogen und exakt das gleiche Problem. Gibt es hier nun irgendwelche Lösungsvorschläge? Für eure Hilfe wäre ich sehr Dankbar. Gruß Micha
ich bin neu hier und habe die beiträge mit großem interesse gelesen. ich würde gerne nochmal auf die ursprüngliche fragestellung mit dem schimmel in der garage zurückkommen.
ich habe in unserer garage einen handtellergroßen, schwarzen schimmelfleck auf dem fußboden entdeckt. er befindet sich vor einer rückseitigen metalltür, die nicht isoliert ist. ansonsten gibt es nur einen ca 15cm großen durchbruch mit lüftungsgitter davor und das garagentor (auch unisoliert). es gibt keinen ablauf für die nässe vom auto und es ist derzeit bei dem vielen schnee immer naß unter dem auto.
wir haben das haus gekauft und sind noch in der 5jährigen gewährleistungsphase beim bauträger. da das grundstück leicht abfällt steht der hinter teil der garage auf 2 querstreben.
bin für jede erklärung und jeden tipp, wie man den schimmel wegbekommt dankbar!!
herzliche grüsse,
sonni
sollte ich dafür ein neues thema aufmachen? falls ja, bitte kurze info.... werde mein bestes geben 🙂
So wie Du es beschreibst, sind in der Garage Wärmebrücken vorhanden. Dies wird oft nicht betrachtet, da man ja unbeheizt bei der Planung nicht genau betrachtet. Ebenfalls ist natürlich der hohe Wassereintrag durch das Auto und der fehlende Ablauf negativ für die Raumluft feuchte. Da es kein Wohnraum ist, kann der Schimmel mit Schimmelmittel (Fungzidhaltig) beseitigt werden. Zum Vermeiden von neuen Schimmel muss eventuell mehr gelüftet werden, oder ein geeigneter Ablauf eingebaut werden.
Und dann zum Schluss grüsse mir mal mein altes Heimatstädtchen Wiesbaden.
vielen dank für deine umgehende antwort - die schönen grüsse an die alte heimat habe ich schon ausgerichtet /emoticons/default_smile.png
du würdest mir sehr helfen, wenn du mir das mit den wärmebrücken etwas genauer erklären kannst. und auch das mit dem ablauf... wie kann man das nachträglich installieren?
habe auch schon stockflecken auf den ummantelungen meines fahrradlenkers gesehen. da ich immer die seitenscheibe am auto auf habe, befürchte ich auch einen befall der polster.... alles nicht so toll!!!
bringt es denn was wenn ich bei 2°C außentemperatur und 90% luftfeuchte das garagentor länger offen lasse?
Da Deine Garage offenbar „aufgebockt“ ist, wäre es vielleicht möglich, nachträglich mit einfachem Aufwand einen Abfluss für das Wasser einzubauen. Ein Architekt oder Baumeister berät Dich dabei sicher gerne.
Die Flecken, die sich gebildet haben, würde ich abwaschen. Eventuell vorgängig mit einem Schimmelreiniger besprühen und dann mit einem Schwamm wegwaschen, der dann aber am besten für nichts anderes mehr verwendet werden sollte. Handschuhe anziehen oder nachher gründlich die Hände waschen nicht vergessen! Anschliessend die gereinigte Stelle im noch nassen Zustand ein zweites Mal reichlich mit dem Schimmelreiniger benetzen und so trocknen lassen. Wer nicht extra zur Drogerie rennen möchte, um sich so ein Produkt zu kaufen, kann Brennsprit oder Javelwasser aus dem Haushalt verwenden, Alkohol bzw. Chlor tötet die Schimmelpilzsporen auch ab, jedenfalls bei so kleinen Herden wie von Dir beschrieben. (Profis verwenden zum waschen z.B. Salmiak und zur Nachbehandlung Wasserstoffperoxid, die Anwendung von solchen Produkten ist aber nicht jedermanns Sache).
Es ist vielleicht von Vorteil, wenn Du die Schäden vor der Reinigung mit dem Bauleiter begutachtest oder zumindest einige Fotos machst. Die Reinigung ist keine grosse Sache, viel Erfolg dabei!
Noch ein paar allgemeine Gedanken zu Schimmel:
Die Voraussetzung, damit sich Schimmel bilden kann, ist immer 1. Feuchtigkeit, 2. ein Substrat, das die Feuchtigkeit speichern kann und dem Schimmelpilz organische Stoffe zum Wachstum bietet und 3. Sporen eines Schimmelpilzes, die sich auf dem Substrat ansiedeln.
Feuchtigkeit kann von unterschiedlichen Quellen stammen. Als Substrat genügen bereits ein wenig feiner Staub oder Pflanzenpollen u.ä. auf einer glatten Oberfläche, aber auch die poröse Oberfläche eines Farbanstrichs, eines Kunststoffverputzes oder anderer Stoffe (Holz, Karton, Textilien, Pflanzenerde usw.) bilden ein geeignetes Substrat. Und Schimmelpilzsporen sind überall in der Luft vorhanden, wenn auch im Normalfall nur in minimaler Konzentration.
Um Schimmelbildung zu verhindern, muss immer die Quelle der Feuchtigkeit bestimmt und dann entfernt werden, ansonst wird man das Problem nie los. Alle Wärmedämmung hilft nichts, wenn nicht die Feuchtigkeit eliminiert oder mindestens abgeführt wird.
Im Falle der Garage stammt die Feuchtigkeit meist vom nassen Auto, im Winter zusätzlich durch den Schneematsch. Wenn das Wasser nicht mittels Abfluss und/oder technische Massnahmen (Beheizung, Ventilation) abgeführt werden kann, bleibt nichts anderes übrig, als die Quelle der Feuchtigkeit von der Garage fernzuhalten, sprich den nassen Wagen draussen zu lassen, oder aber das ablaufende Wasser regelmässig mit Eimer und Fegelappen aufzuputzen.
Das Lüften der Garage z.B. mittels gekipptem Fenster nützt nichts, wenn im Winter die Temperatur in der unbeheizten Garage nur ein paar Grade höher als die Aussentemperatur ist. Zudem findet bei einem einzigen geöffneten Fenster ohnehin nicht genügend Luftzirkulation statt. Das Öffnen des Tores hilft auch nichts, da die Menge des in der Luft aufgenommenen Wasserdampfes bei kalten Temperaturen gering bleibt und ohne Temperaturgefälle (innen warm, aussen kalt) nicht nach aussen entweicht.
Mit Bioziden ausgerüstete Farbanstriche helfen bei zu hoher Luftfeuchtigkeit wenig, da sie die Bildung von Schimmelpilz oder Algen nur verzögern, aber nicht verhindern können.
nochmal vielen lieben dank an bauprofi und knurri murri für die vielen infos!! war gestern zeitlich etwas knapp, deshalb ist die 1. mail etwas kurz ausgefallen.
hab jetzt mal fotos gemacht und schimmelreiniger habe ich auch.
gibt es eigentlich eine erklärung warum sich in manchen garagen schimmel bildet und in anderen nicht? /emoticons/default_sad.png
haben hier mehrere baugleiche garagen, alle die gleichen nassen autos und die selbe menge schneematch und nur eine hat schimmelflecken... außderdem bin ich auch früher schon immer mit nassem auto in die garage gefahren und da ist auch nix passiert.../emoticons/default_confused.png
gibt es eigentlich eine erklärung warum sich in manchen garagen schimmel bildet und in anderen nicht?
Hallo Sonni
Ich kann Dir die Fragen aus weiter Ferne nicht beantworten, man müsste vor Ort die Objekte näher begutachten. Der Wassereintrag und somit die Luftfeuchtigkeit hängt im Übrigen ja auch ein wenig von den Nutzungsgewohnheiten der Garagenbesitzer ab.
Da in Deinem Fall, wie Du es eingangs beschrieben hast, ja nur ein einzelner handtellergrosser Schimmel-Fleck entstanden ist, sieht die Sache nicht besonders schlimm aus. Der gesundheitliche Aspekt darf im Fall des Auftretens von Schimmel nicht ausser Acht gelassen werden, aber angesichts des geringen Befalls und der Tatsache, dass Du Dich wahrscheinlich wenig in der Garage aufhältst, sehe ich keine weitere Gefahr und Grund zur Beunruhigung.
Nach der Reinigung würde ich einfach mal aufmerksam bleiben und abwarten, ob sich erneut irgendwo Schimmel bildet. Eine regelmässige gründliche Reinigung der Garage könnte vielleicht vorbeugend mithelfen, den Schimmelpilzsporen nicht zusätzlichen Nährboden zu verschaffen.
habe mittlerweile gesehen, daß auch die gummi-ummantelungen an meinem fahrradlenker stockig sind.... gehe mal davon aus, daß es viel doch noch die ein oder andere verteilung gibt...
habe die bilder mal an unseren bausachverständigen geschickt und muß noch die antwort abwarten, ehe ich zur tat schreiten kann.... genauer gesagt zur reinigung...
Der Thread ist zwar schon etwas älter, gerne möchte ich diesen wieder aufnehmen. Ich habe in der Garage Schimmel. Letztes Jahr war es beim Tor links und rechts unten. Das konnte ich mit einem entsprechenden Reiniger gut wegmachen.
Dieses Jahr habe ich Schimmel beim Tor oben links und rechts, welches sich in einem Streifen ca. 1-2 Meter nach innen zieht. Unten hat es keinen Schimmel!?
Die Garage ist oberirdisch, gemauert, unisoliert, aussen Verputzt, innen gestrichen, hat kein Fenster oder Lüftung. Im Winter ist es nur geringfügig wärmer als draussen. Zeitweise habe ich Eisbildung an den Mauern innen. Einen Abfluss hat es nicht. Der Boden hat eine kleine Neigung, das Tor ist unten nicht 100% Dicht. Grosse Wasserlachen (im Winter vom Schnee) habe ich nicht, resp. nicht lange. Ich vermute die Neigung des Bodens und das nicht ganz Dichte Tor haben hier eine positive "Wirkung".
Knurri Murri hat geschrieben:
Das Lüften der Garage z.B. mittels gekipptem Fenster nützt nichts, wenn im Winter die Temperatur in der unbeheizten Garage nur ein paar Grade höher als die Aussentemperatur ist. Zudem findet bei einem einzigen geöffneten Fenster ohnehin nicht genügend Luftzirkulation statt.
Wären zwei Lüftungsgitter eine Lösung? Würde allenfalls eine Innenisolation zu den Lüftungsgittern etwas bringen?
Beheizen mag ich es auch nicht (passt nicht zu unserem Minergie-Haus). Ich könnte mir jedoch als Kompromiss eine Heizung mit Gebläse vorstellen, die jede Nacht für 30-60 Minuten läuft. Würde das was bringen? Oder gar alles zusammen (Lüftungsgitter, Innenisolation und Heizgebläse)?
ich war längere Zeit unterwegs und antworte deshalb erst jetzt.
Wir waren damals noch in der Gewährleistungszeit und somit bekam ich den Schimmel inkl. eines Teils des Fußbodens, der an der Stelle zum Türrahmen ohnehin nicht gut angebracht war, erneuert. Außerdem haben sie mit der Bohrmaschine 2 Löcher in den Fußboden gebohrt, damit das Wasser des Autos dort ablaufen soll (unsere Garage steht 'aufgebockt' auf 2 Träger und dazwischen Hohlraum). Das war 2010.
Das hat zumindest geholfen, obwohl ich mittlerweile gar nicht mehr sicher bin, ob die Bohrlöcher sich nicht längst mit Staub und Schmutz zugesetzt haben. Gerade letztens dachte ich aber im Vorbeigehen, dass da doch jetzt auch wieder ein kleiner Schimmelansatz zu sehen ist, den ich mir bei Gelegenheit mal näher anschauen muß.