[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Bei blühenden Azaleen, die im Winter im Handel erhältlich sind, handelt es sich meistens um spezielle Zimmerpflanzensorten, welche nicht frosthart sind. Sie mögen jedoch ebenso wenig zu warme Wohnraumtemperaturen, eventuell sogar an einem Fenster aufgestellt mit direkter Sonneneinstrahlung. Hier verblühen sie nicht nur schnell, auch kommt es bald zu Knospen-, Blüten und Blattfall und so wandert das einst prachtvolle Exemplar bald auf den Kompost.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Eigentlich viel zu schade für die wunderbare Blütenpracht, welche in einem vielfältigen Sortiment angeboten wird. Erhältlich sind klein- und grossblütige sowie einfach oder gefüllt blühende Sorten. Die Farbtöne erstrecken sich von Weiss, über Rosa und Lachs bis hin zu einem satten dunkelrot und teilweise sind sie sogar zweifarbig. Als Miniatur-, meist zweijährige, etwa 30cm hohe oder stattliche, mehrjährige Pflanze, auch als Hochstamm oder Pyramide erzogen, bringen sie Farbe in die oft triste Winterszeit.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Berücksichtigt man zudem schon beim Kauf, wie auch bei der Pflege einige, wichtige Dinge, so kann man über mehrere Wochen viel Freude an dem Blütenreichtum haben und mit etwas Glück gelingt sogar eine erfolgreiche Weiterkultur mit Blüte im nächsten Winter.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wichtigste Voraussetzung dazu ist, dass man beim Kauf nur gesunde Pflanzen mit einem dichten Knospenbesatz und wenig geöffneten Blüten wählt, was eine langanhaltende Blüte garantiert. Auch sollte die Pflanze einen harmonischen Kronenaufbau aufweisen. Ebenfalls gilt ein Augenmerk der Belaubung. Diese sollte dicht und unbeschädigt sein. Ferner darf der Erdballen weder zu nass noch ausgetrocknet sein. Beides weist auf Wurzelschäden hin. Ist die Wahl getroffen, müssen die Pflanzen, bei Minustemperaturen vor dem Transport unbedingt gut eingepackt werden, da sie diese nur schlecht vertragen.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Während der Vollblüte dürfen die Pflanzen ins warme Zimmer, jedoch sollte hier der Standort möglichst weit weg von Heizkörpern sein. Gegossen wird reichlich mit enthärtetem, temperiertem Wasser. Der Ballen darf dabei aber keinesfalls vernässt werden, da sonst Wurzelfäulnis und in Kombination mit Zugluft, Blüten- Knospen- und Blattfall droht. Zusätzlich ist es ratsam, die Pflanzen täglich mit kalkfreiem Wasser zu übersprühen. Trocknet der Wurzelballen doch einmal versehentlich aus, so wird dieser für einige Stunden in kalkfreies Wasser gestellt.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Werden zudem laufend verwelkte Blüten mitsamt dem Stiel ausgebrochen und ebenfalls unansehnliche Blätter entfernt, haben Pilzkrankheiten kaum eine Chance.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ist es mit der Blüte vorbei, muss die Pflanze aber noch lange nicht entsorgt werden. Damit die Zimmerazalee jedoch nicht vorzeitig austreibt, was während der eher dunklen Jahreszeit nur zu einem Vergilben des Neuaustriebs führen würde, stellt man sie am besten an einen kühlen, hellen Ort. Ideal ist ein Wintergarten mit Temperaturen zwischen 5 und 10°C. Ist dies nicht möglich, so geht auch ein Nord-, West-, oder Ostfensterplatz in einem kühlen Schlafzimmer oder Treppenhaus ohne direkte Sonneneinstrahlung.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Wenn der Topfballen sehr stark durchwurzelt ist, muss die Pflanze umgetopft werden, was im Mai oder September/Oktober erfolgt. Dazu wählt man ein etwa zwei Zentimeter grösseres Gefäss. Mit Ahnen, welche in den Bergwäldern Ostasiens in kalkfreien, gut durchlässigen, humosen Böden gedeihen, wollen auch die Zuchtformen dasselbe Erdreich. Daher greift man am besten zu einem kalkfreien Substrat zurück, wie die torffreie Azaleen- und Hortensienerde. Sie eignet sich übrigens auch für die Ein- und Umpflanzen von Gartenazaleen, Hortensien, Eriken und anderen Moorbeetpflanzen wie Rhododendren und Heidelbeeren im Topf, in Balkonkistchen oder Kübel. [/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ab Mitte Mai darf die Pflanze an einen geschützten, halbschattigen Standort im Freien. Ist ein Moorbeet vorhanden, kann sie sogar mit oder ohne Topf ins Beet gepflanzt werden. Auch hier ist auf eine regelmässige Bodenfeuchte zu achten.[/COLOR][COLOR= rgb(0, 0, 0)]Gedüngt wird von April bis September mit einem speziellen, für Moorbeetpflanzen konzipierten Flüssigdüngers aus dem Handel. Da Azaleen äusserst empfindlich auf Salz reagieren sollte die Lösung nur schwach sein, die Gaben jedoch häufiger. Pflanzen die ohne Topf im Moorbeet stehen, müssen nicht zusätzlich gedüngt werden, vorausgesetzt, das Moorbeet erhielt nach der Blüte eine Düngung.[/COLOR]
[COLOR= rgb(0, 0, 0)]Ende August/Anfang September wird durch die kühlen Nachttemperaturen die Bildung neuer Blütenknospen angeregt. Drohen die ersten Nachtfröste, wandert die Pflanze wieder ins helle, kühle und luftige Winterquartier, wobei hier Temperaturen von mehr als 10 °C unbedingt zu vermeiden sind, da dies sonst die weitere Ausbildung der Blütenknospen behindern würde. Ab Neujahr kann dann die Treiberei losgehen, wobei die Rautemperatur auf etwa 15 °C erhöht wird. Erfolgt nach drei bis vier Wochen nochmals ein Anstieg um 3 °C, zeigen sich bald die ersten Blütenknospen. Doch Vorsicht: Temperaturen über 18 °C, bei einigen Sorten bereit über 15 °C, sollten unbedingt vermieden werden, da sich dies ungünstig auf die Grösse und Ausfärbung der Blüten auswirkt. Öffnen sich dann endlich die ersten Knospen, darf die Pflanze wieder für einige Wochen in einen wärmeren Wohnraum, wo sie uns mit ihrer Blütenpracht die Winterszeit verschönert.[/COLOR]
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