Viel machen kannst Du (nun) nicht mehr. Du wirst den GU-Vertrag wohl genau so unterschrieben haben...und somit die Vorgehensweise und Preispolitik akzeptiert haben.
Du bist nun leider in die Falle getappt, vor der wir ja auch in unseren Seminaren ständig warnen..und Wege aufzeigen solches zu vermeiden! Man kann und muss er nochmals ausdrücklich betonen, hervorheben, solche Mini-Mini-Investitionen sind allemal Gold wert. Davon zeugen auch die durchweg positiven Feedbacks der Teilnehmer...alles hier im Forum nachlesbar....
In Deinem Fall bleibt Dir wohl nur das Gespräch mit dem GU übrig, wenn Du weiterhin die Putzänderung vornehmen möchtest, um einen annähernd "normalen" Preis zu bekommen. Aber wie Du schon schreibst, ist er da nicht gross Willens.. Man kann ihn natürlich auf die doch erhebliche, somit marktunübliche Differenz hinweisen....aber letztlich bist Du an seine Vertragsanlage (Mehrpreisofferte) gebunden....ablehnen..oder annehmen, das sind dann letztlich die Alternativen.
Solches hätte man leicht vermeiden können, wenn man die Verträge vorgängig von Fachleuten (auch das bieten wir ja unseren Usern an) hätte prüfen lassen!
Du solltest, abgesehen von diesem Punkt, natürlich versuchen zumindest für die restliche Bauzeit eine klare Linie mit dem GU zu bekommen. Ansonsten wird dies ggf. nicht der einzige Punkt bleiben...
Auf jeden Fall, wünschen wir Dir den passenden Erfolg.
So einfach ist die Antwort leider nicht....ich kenne nun ja nicht den Vertrag und den GU.
Oftmals hängt es auch an den "direkten Gesprächen", in denen man unmissverständlich klarstellt, was "Sache" ist, was man bereit ist mitzutragen und was eben "nicht". Bei einigen fruchtet dies druchaus noch..zudem kannst Du auch andeuten, dass Du Dir bei diesen Gegebenheiten einen neutralen Bauberater hinzu nehmen möchtest/würdest, da bei solchen Differenzen das Vertrauen doch stark gelitten hätte...
Ein solcher schaut natürlich auch auf alle baulichen Ausführungen, schreitet sofort ein, wenn die Ausführung nicht nach den aktuellen Normen oder nicht dem Stand der Technik entspräche. Dies erfreut nicht wirklich einen GU, ist aber für einen Baulaien oft die einzige Möglichkeit schlimmeres zu verhüten!
Du musst Dir klar darüber werden, dass ein GU genau solche Bauherren liebt, welche keine Ahnung vom Bau haben und so, oder so, schon zahlen werden...die Wünsche kamen ja schliesslich von ihnen selbst.. Das ist dann leicht und schnell so erklärt.... Du als Bauherrin (Baulaie) hast dann leider das Nachsehen.
Da Du den Vertrag nicht vorgängig hast prüfen und ändern lassen, ist es meist so ein Fingespitzenspiel noch etwas positives heraus zu holen. Das liegt Dir, oder nicht? Es hängt letztlich von den beteiligten Akteuren am Bau ab.
Ich würde mal mit ihm reden. Und ihm sagen, dass du einen fairen preis erwartest. Wenn er dir gar nicht entgegenkommt, dann sag ihm, dass damit ab sofort in allen noch ausstehenden Entscheidungen jeder Cent extra für irgendwelche Änderungen gestrichen ist, dass er für alles, was noch aussteht, gar nicht mit irgend einem Vorschlag für aufpreispflichtige Produkte kommen braucht, da du dich eh für den Standard entscheiden wirst.