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Wollläuse

2Antworten4’019Aufrufevon Butterfly1509584928 · 21. Februar 2005letzter Beitrag vor 22 Jahren
  1. Butterfly1509584928350 Beiträge21. Februar 2005
    Meine Orchideen (Phalaenopsis) und mein Zimmer-Adiantum sind von Wollläusen befallen. Obwohl ich die Pflanzen mit "Paraderli" behandelt habe, scheint dies die lästigen Viecher nicht zu stören /emoticons/default_icon_twisted.gif

    Wie werde ich diese Läuse los? /emoticons/default_icon_rolleyes.gif

    Danke Trudi

  2. Daniel Schüpbach105 Beiträge24. Februar 2005
    Hallo Trudi

    Schmierläuse (es gibt verschiedene Arten) können recht hartnäckige Gesellen sein, die Pflanzen wie z.B. Kakteen, Weihnachtssternen, Saintpaulia und Orchideen das Leben erschweren. Diese Läuseart gehört zu den Schildläusen, sie besitzt aber kein Schild. Ihr Schutz sind die Wollgespinste und die Wachsauscheidungen. Sie sind in allen Stadien beweglich, bilden aber oft dichte Kolonien. Durch ihre Saugtätigkeit und durch die Ausscheidung von Honigtau schädigen sie die Pflanzen.

    Es ist wichtig, dass der Schädling schon im Frühstadium erkannt und bekämpft wird.

    Für die Bekämpfung gibt es zwei Vorgehensweisen:

    Ölhaltige Produkte

    Entweder kann die Bekämpfung mit einem ölhaltigen Produkt vorgenommen werden. Der ölige Spritzbelag überzieht die Schädlinge und verschliesst ihnen die Atemöffnungen. Das Produkt „Promanal Neu“ enthält als Wirkstoff Paraffinöl. Auch Paraderil ist ein Produkt auf Ölbasis, enthält aber zusätzlich noch ein synthetisches Insektzid. Pflanzen müssen mit den ölhaltigen Produkte gründlich benetzt werden. Die Anwendung sollte wiederholt werden. Im Ausnahmefällen können ölhaltige Produkte bei den Pflanzen zu Verbrennungen führen. Es kann deshalb angezeigt sein, das Produkt vorab das Produkt nur versuchsweise z.B. auf einem Teil der Pflanzen anzuwenden.

    Eine andere Bekämpfungsmöglichkeit sind Nützlinge.

    Der braun-schwarze Australische Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) und seine Larven haben sich auf den Verzehr von Woll- und Schmierläusen spezialisiert. Die Larven des Australischen Marienkäfers sind von wachsartigen Ausscheidungen bedeckt und ähneln den Schmierläusen. Marienkäferlarven sind aber aktiver und in den letzten beiden Larvenstadien deutlich grösser als Wollläuse. Ein einziger Marienkäfer kann im Laufe seiner Entwicklung 300 Schmierläuse verzehren. Damit es ihm wohl ist, benötigt er eine Temperatur von 22–30 °C. Ideale Anwendungsperiode ist das Frühjahr bis Herbst. Nur in geschlossenen Räumen aussetzen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Käfer wegfliegen. Die Käfer können sich im Wohnbereich, über längere Zeit ansiedeln, ohne negativ in Erscheinung zu treten.

    Daniel Schüpbach

  3. Butterfly1509584928350 Beiträge27. Februar 2005
    Hallo Daniel

    Hab vielen Dank für deine ausführliche Beratung. In der Tat sind Schmierläuse sehr hartnäckige Viecher. /emoticons/default_icon_twisted.gif Ich werde meine Orchideen mit einem ölhaltigen Produkt gemäss deinem Vorschlag solange anwenden, bis alle Läuse vernichtet sind.

    Gruss Trudi